Bedrohung

Tod und Vergewaltigung: Mitglieder der Grünen in Bayreuth massiv bedroht

Mit Tod und Vergewaltigung sind Mitglieder der Grünen Jugend am späten Freitagabend (17.09.2021) in Bayreuth bedroht worden.

Mitglieder der Grünen Jugend Bayreuth sind am späten Freitagabend (17. September) in Bayreuth massiv bedroht worden.

Es kam zu zwei Vorfällen. In einem Fall wurden die Mitglieder der Gruppe mit Tod und Vergewaltigung bedroht.

Gründ Jugend Bayreuth: Tod und Vergewaltigung angedroht

In der Nacht von Freitag auf Samstag hat die Grüne Jugend Bayreuth auf der Straße und in den Kneipen Bayreuths Flyer verteilt und zur anstehenden Bundestagswahl informiert. Das geht aus einer Stellungnahme der Grünen-Stadträtin Johanna Schmidtmann hervor.

Nach überwiegend positiven Rückmeldungen, kam es etwa um 21:30 Uhr zu einem ersten Zwischenfall in der Von-Römer-Straße. Eine Gruppe von jungen Erwachsenen habe die Grüne Jugend Mitglieder mit Todes- und Vergewaltigungsphantasien bedroht. Die Gruppe der Bedrohten habe nicht ausschließlich Frauen bestanden, sagt Schmidtmann dem bt. Die Gruppe entfernte sich daraufhin von den Aggressoren. Als Studentin in Bayreuth wurde eine junge Frau in Afrika vergewaltigt. 14 Jahre später wurde der Täter am Landgericht Bayreuth verurteilt. 

Wiederholt Angriffe gegen die Grünen in Bayreuth

In der Sophienstraße kam es kurz vor Mitternacht  zu einem weiteren Vorfall. Ein unbekannter Mann trat unter wüsten Beleidigungen den Biertisch der Gruppe um. Zusätzlich drohte er, die mitgeführte Flagge der Grünen Jugend zu verbrennen. „Beide Vorfälle überschatten die ansonsten durchweg positiven Kontakte mit Bayreuther Bürgern am Freitagabend“, sagt Schmidtmann. Erst am Abend zuvor erfolgte ein Angriff auf das Auto von Bundestagskandidatin Susanne Bauer.

Die Vorgänge seien der Polizei zur Anzeige vorgelegt worden. „Unabhängig von der Parteizugehörigkeit zerstören solche Angriffe den demokratischen Diskurs. Wir lassen uns von dem Hass nicht einschüchtern und werden auch weiter auf der Straße für eine gerechte Zukunft kämpfen“, äußert sich Schmidtmann nach den Vorfällen.