Zuletzt aktualisiert am

Blaulicht

Unfallflucht und Widerstand: Lieferfahrer in Bayreuth verursacht Polizeieinsatz

Ein Lieferfahrer verursachte am 6. Dezember auf dem Bayreuther Volksfestplatz einen Unfall und flüchtete. Der Fall entwickelte sich zu einem umfangreichen Polizeieinsatz – inklusive Drogenverdacht, Widerstand im Klinikum und zwei Verletzten.

Unfallflucht auf dem Volksfestplatz

Am 6. Dezember 2025 wurde der Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt gegen 12 Uhr eine Unfallflucht im Bereich des Bayreuther Volksfestplatzes gemeldet. Ein Lieferfahrzeug eines großen Onlinehändlers war dort frontal gegen einen Metallpfosten gefahren. Der Fahrer begutachtete laut Zeugen zunächst den entstandenen Schaden, verließ anschließend jedoch die Unfallstelle, ohne den Vorfall zu melden.

Fahrer setzt Lieferroute mit anderem Fahrzeug fort

Im Rahmen der Fahndung konnten die Polizeibeamten das beschädigte Fahrzeug im Auslieferungszentrum des Unternehmens ausfindig machen. Dort wurde mitgeteilt, dass der Fahrer – ein 29-jähriger Mann aus dem Jemen – das Fahrzeug gewechselt habe und seine Lieferroute fortsetze. Kurz darauf wurde er in der Bayreuther Innenstadt angetroffen und kontrolliert.

Drogenverdacht bestätigt sich

Während der Kontrolle stellten die Einsatzkräfte Hinweise auf Betäubungsmittelkonsum fest. Ein freiwilliger Drogentest bestätigte den Verdacht, sodass eine Blutentnahme im Klinikum Bayreuth angeordnet wurde.

Schon gelesen? Blutige Auseinandersetzung in Containeranlage

Widerstand im Klinikum: Zwei Verletzte

Im Untersuchungszimmer kam es zu einem weiteren Zwischenfall: Der 29-Jährige versuchte zunächst, sich selbst zu verletzen, und attackierte anschließend unvermittelt die eingesetzten Polizeibeamten. Die Polizei musste Zwang anwenden, um den Mann zu Boden zu bringen und zu fixieren. Dabei leistete er massiven Widerstand und verletzte sowohl einen Polizeibeamten als auch einen Krankenpfleger durch Tritte. Beide erlitten Prellungen und leichte Schürfwunden.

Führerschein beschlagnahmt – mehrere Straftatvorwürfe

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde der Führerschein des Mannes beschlagnahmt. Ihn erwarten nun mehrere Strafverfahren, darunter wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, Unfallflucht, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie tätlichen Angriffs auf Personen, die Vollstreckungsbeamten gleichstehen.