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Wer ist hier die Ratte? Geschichten aus der Festspiel-Statisterie
Was haben Bayreuther Turner, „Zwerge“ und Richard Wagner miteinander zu tun? Beim Vortrag „Bayreuther Festspielstatisterie“ gibt Stephan Müller am Sonntag Einblicke in 150 Jahre Statisterie auf dem Grünen Hügel.
Seit 150 Jahren sind Bayreuther Statisten Teil der Festspiele. Sie erleben die Aufführungen aus nächster Nähe, schlüpfen in die unterschiedlichsten Rollen und haben dabei so manche kuriose Geschichte zu erzählen. Von Ratten und Zwergen bis zu Stadtpfeifern und Trommlern: nicht nur auf der Bühne, auch hinter den Kulissen ist einiges los.
Am Sonntag, den 16. August, von 10:30 bis 12 Uhr gibt Stephan Müller einen Einblick in diese besondere Welt. Er selbst ist seit drei Jahrzehnten als Komparse im Festspielhaus dabei und bringt viele Fotos und amüsante Geschichten aus der Bayreuther Statisterie mit.
Von „Stadtpfeifern“ und Zwergen
Die Geschichte beginnt bereits 1876. Weil Richard Wagner offenbar keine große Lust hatte, für seine „25 Ballettmenschen“ viel Geld auszugeben, wurden kurzerhand Bayreuther Turner verpflichtet. Am 15. Mai 1876 stellten sie sich Wagner vor – und wurden damit zu einem frühen Kapitel der Bayreuther Festspielstatisterie.
Seitdem haben Bayreuther Statisten in den unterschiedlichsten Rollen auf der Bühne gestanden. Mal als Stadtpfeifer oder Trommler auf der „Meistersinger“-Festwiese, mal als martialische Begleiter von Hunding.
Und natürlich darf auch Nibelheim nicht fehlen: Dort rackern die Statisten als Zwerge. Im „Fliegenden Holländer“ wiederum geht es auf verlassene Schiffe. Kurz gesagt: Wer bei den Festspielen nicht nur auf die großen Hauptrollen schaut, entdeckt einiges, das direkt aus Bayreuth kommt.
Einer, der es selbst erlebt hat
Durch die Festspielgeschichte führt Stephan Müller – und der kennt das Thema aus nächster Nähe. Er ist selbst seit drei Jahrzehnten als Komparse im Festspielhaus dabei und bringt deshalb jede Menge eigene Geschichten mit.
Er will die Bayreuther Statisterie mit vielen Fotos vorstellen und dabei vor allem die amüsanten Seiten zeigen.
Lesen Sie auch: Stephan Müller hat ein Buch zur Festspielgeschichte geschrieben.
Ein etwas anderer Blick auf Wagner
Wer Bayreuth vor allem mit Richard Wagner und den Festspielen verbindet, bekommt hier einen Blick auf die Menschen, die seit Generationen dafür sorgen, dass auf der Bühne ordentlich etwas los ist.
Und genau das macht den Termin interessant: Statt nur über Wagner und seine großen Werke zu sprechen, geht es um die Menschen aus der Stadt, die Teil dieser Festspielgeschichte geworden sind.
Alles auf einen Blick
Wann geht’s los?
Am Sonntag, 16. August 2026, um 10:30 Uhr. Die Veranstaltung dauert bis 12 Uhr.
Was kostet der Spaß?
Der Eintritt ist frei. Die Anmeldung erfolgt online auf der Seite der Volkshochschule.












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