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Neue Erkenntnisse nach Kranunfall in Bayreuth: Gutachter sieht Probleme bei Fundamenten
Die Ermittlungen zum Kranunfall in der Erlanger Straße laufen weiter. Zwei Gutachten geben Hinweise auf die mögliche Ursache – im Fokus stehen dabei die Fundamente des Baukrans. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung.
Drei Monate nach dem Kranunfall in der Erlanger Straße in Bayreuth liegen der Staatsanwaltschaft zwei Gutachten vor. Ein technischer Defekt an den Kränen gilt nach aktuellem Stand nicht als Ursache.
Ermittlungen gegen Beschuldigte wegen fahrlässiger Körperverletzung
Im Zusammenhang mit dem Unfall ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine Beschuldigte wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung in zwei tateinheitlichen Fällen. Sie soll für eine beteiligte Firma die Berechnungen der Ringfundamente des Baukrans erstellt haben.
Technischer Zustand der Kräne offenbar nicht unfallursächlich
Im Rahmen der Ermittlungen wurden zwei unabhängige Sachverständige beauftragt. Einer untersuchte den Fahrzeugkran sowie den maschinentechnischen Zustand des Baukrans, der zum Zeitpunkt des Unfalls noch nicht vollständig aufgebaut war.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kam dieser Sachverständige zu dem Ergebnis, dass weder der Fahrzeugkran noch der technische Zustand des Baukrans den Unfall verursacht haben. Ein technischer Defekt an den Geräten gilt damit nach aktuellem Ermittlungsstand nicht als Auslöser.
Probleme bei Berechnungen der Ringfundamente
Ein weiterer Sachverständiger prüfte die Berechnungen der Ringfundamente, auf denen der Baukran stand. Diese Betonfundamente verteilen die Last des Krans auf den Untergrund und sind entscheidend für dessen sicheren Stand.
Bei den Berechnungen für die Ringfundamente stellte der Gutachter nach Angaben der Staatsanwaltschaft Ungereimtheiten fest. Seiner Einschätzung nach hätten die Fundamente unter den vorhandenen Bodenverhältnissen nicht in der gewählten Form errichtet werden dürfen. Zuvor wäre demnach eine Verbesserung des Untergrunds notwendig gewesen.
Das war bei dem Kranunfall passiert
Ende April war auf einer Baustelle in der Erlanger Straße ein noch im Aufbau befindlicher Baukran umgestürzt. Dabei riss er einen Autokran mit sich, der daraufhin abknickte. Beide Kräne stürzten in einen angrenzenden Garten.
Zwei Arbeiter, die sich auf einer Leiter im Mast des Baukrans befanden, wurden leicht verletzt. Die ineinander verhakten Kräne mussten anschließend aufwendig geborgen werden.
Ermittlungen gehen weiter
Die Ermittlungen zum Kranunfall sind noch nicht abgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft prüft die vorliegenden Gutachten sowie weitere Ermittlungsergebnisse. Erst danach wird über das weitere Vorgehen im Verfahren entschieden.
FAQ
Was war die Ursache für den Kranunfall in Bayreuth?
Nach aktuellem Ermittlungsstand gehen die Gutachter nicht von einem technischen Defekt an den Kränen aus. Stattdessen stehen die Fundamente des Baukrans und dazugehörige Berechnungen im Fokus.
Gegen wen wird ermittelt?
Die Staatsanwaltschaft Bayreuth ermittelt gegen eine Beschuldigte wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung in zwei tateinheitlichen Fällen. Sie soll die Berechnungen der Ringfundamente erstellt haben.
Wie geht es weiter?
Die Ermittlungen laufen noch. Die Staatsanwaltschaft prüft die Gutachten und weitere Ermittlungsergebnisse, bevor über das weitere Vorgehen entschieden wird.












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