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Neue Schulgrenze in Bayreuth: Luitpold oder Lerchenbühl?
An der Luitpoldschule wird der Platz knapp, an der Grundschule Lerchenbühl sinken die Schülerzahlen. Die Stadtverwaltung will deshalb den Schulsprengel in Bayreuth neu zuschneiden. Der Stadtrat hat den Plan heute einstimmig angenommen.
Schulsprengel Bayreuth: Was die Stadt jetzt plant
Die Stadt Bayreuth will die Grenze zwischen den Einzugsgebieten der Luitpoldschule und der Grundschule Lerchenbühl verschieben. Das erklärte Schulreferentin Manuela Brozat im Haupt- und Finanzausschuss. Die Verwaltung beabsichtigt demnach, bei der Regierung von Oberfranken einen Antrag auf Änderung der Sprengelgrenzen einzureichen.
Betroffen sind nur Kinder aus dem Grenzgebiet, das ab dem Schuljahr 2027/28 schrittweise zur Grundschule Lerchenbühl wechselt. Wer bereits eine Grundschule besucht, bleibt laut Verwaltung an seiner Schule.
Luitpoldschule wächst, Lerchenbühl schrumpft
Auslöser sind die Schülerzahlen. Laut Kurzbericht der Verwaltung besuchten im Schuljahr 2021/22 noch 282 Kinder in 13 Klassen die Luitpoldschule. Im Schuljahr 2025/26 waren es bereits 369 Kinder in 17 Klassen.
Der Platz reicht dafür kaum. Die Schule liegt mitten im Altstädter Stadtgebiet, Erweiterungen sind daher schwierig. „Wir können hier auch nicht einfach so Container aufstellen“, sagte Brozat.
An der Grundschule Lerchenbühl im Bayreuther Stadtteil Saas, südlich der Altstadt, verläuft die Entwicklung anders. Dort blieb die Zahl mit 199 Kindern gleich, die Klassen sanken laut Verwaltung von neun auf acht. Für die Zukunft rechnet die Stadt jedoch mit einem deutlichen Rückgang. Ohne Änderung würden dort nach der Prognose der Verwaltung im Schuljahr 2031/32 nur noch 110 Kinder in sechs Klassen lernen. An der Luitpoldschule würden die Zahlen ohne Eingriff weiter auf bis zu 406 Kinder im Schuljahr 2028/29 steigen.
So löst die Verwaltung das Problem
Die beiden Sprengel grenzen derzeit auf Höhe des Rad- und Fußwegs zwischen Böcklinstraße und Röhrensee direkt aneinander. Die Grenze verläuft dort derzeit von Westen nach Osten. Laut Lageplan soll sie nach Norden rücken. Dadurch schrumpft das Einzugsgebiet der Luitpoldschule, während das der Grundschule Lerchenbühl wächst.
Für die Schuljahre 2025/26 und 2026/27 hat das Staatliche Schulamt betroffene Erstklässler bereits der Grundschule Lerchenbühl zugewiesen. Die Sprengelgrenze selbst soll sich erst ab dem Schuljahr 2027/28 für alle Einschulungsjahrgänge ändern. Im Schuljahr 2030/31 gehören schließlich alle Grundschulkinder des Gebiets zum Sprengel der Grundschule Lerchenbühl.
Die Verwaltung hat den Plan nach eigenen Angaben mit beiden Schulleitungen, dem Staatlichen Schulamt und der Regierung von Oberfranken besprochen. Alle Beteiligten befürworten die Änderung. Das betroffene Gebiet zeigt ein Lageplan, die Adressen listet eine eigene Aufstellung auf.
Die Rechnung der Verwaltung sieht so aus:
Die Luitpoldschule käme demnach im Schuljahr 2031/32 auf 310 statt 366. Die Klassenzahl läge dann bei 13 statt 16. Die Grundschule Lerchenbühl bliebe relativ stabil. Im Schuljahr 2026/27 sind es 207 Kinder, im Schuljahr 2031/32 wären es 166 statt bislang 110.
Diskussion im Haupt- und Finanzausschuss
Im Ausschuss blieb der Widerspruch aus. Stephan Müller (BG) nutzte seinen Wortbeitrag für Lob. „Man sieht, wie viel Mühe man sich gemacht hat“, sagte er. Besonders gefalle ihm, dass die Verwaltung auf den Schulweg geachtet habe.
Luisa Funke-Barjak (FDP) schloss sich an. Sie wollte aber wissen, wie viele Kinder die bisherigen Zuweisungen betrafen und wie die ersten Rückmeldungen ausfielen.
Markus Gnan, Dienststellenleiter der Schulverwaltung, nannte eine Spanne von 10 bis 14 Kindern pro Jahrgang für 2025/26 beziehungsweise 2026/27. „Das war jetzt nicht signifikant viel, aber es hat natürlich zur Entlastung bereits beigetragen“, sagte er. Beschwerden seien der Verwaltung nicht bekannt geworden.
Die Änderung bleibe umkehrbar, falls die Prognose nicht eintreffe, merkte Oberbürgermeister Andreas Zippel an. „Es ist ja am Ende eine reine Prognoseentscheidung.“
Der Ausschuss empfahl dem Stadtrat einstimmig, die Schulverwaltung mit den Planänderungen zu beauftragen.
Heute Am 30. September kam das Thema zur Abstimmung und wurde einstimmig angenommen.












Der Brunner Bäcker im Rotmain Center hat ab 1. Oktober wieder offen. ©Sofia Armele
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