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Neuer Stadtrat in Bayreuth: Wer gewählt wurde und wo Kandidaten besonders stark waren
Nach der Kommunalwahl steht der neue Stadtrat in Bayreuth fest. Neben vielen bekannten Kommunalpolitikern ziehen 17 neue Mitglieder in das Gremium ein. Auffällig ist die berufliche Zusammensetzung und auch ein Blick in die Wahllokale zeigt interessante Hochburgen einzelner Kandidaten in den Stadtteilen.
Wahl bringt Mischung aus Erfahrung und frischen Kräften
In Bayreuth steht der neue Stadtrat fest. Am vergangenen Sonntag haben die Bürgerinnen und Bürger ihre kommunalen Vertreter gewählt. Das Ergebnis zeigt eine Mischung aus Kontinuität und Veränderung: Viele bekannte Kommunalpolitiker bleiben im Amt. Gleichzeitig ziehen 14 neue Mitglieder erstmals in das Gremium ein.
Damit verändert sich ein erheblicher Teil der Zusammensetzung des Stadtrats. Beobachter sehen darin ein Signal für neue Impulse in der lokalen Politik, während gleichzeitig erfahrene Kräfte für Stabilität sorgen sollen.
Akademiker dominieren
Ein Blick auf die beruflichen Hintergründe der neuen Stadträtinnen und Stadträte zeigt eine deutliche Schwerpunktsetzung. Insgesamt zwölf Mitglieder arbeiten als Jurist oder Arzt. Dem gegenüber stehen lediglich sechs Vertreter aus handwerklichen Berufen.
Diese Verteilung ähnelt der Zusammensetzung der vergangenen Legislaturperiode. Kritiker bemängeln seit Jahren, dass praktische Berufsgruppen im Stadtrat vergleichsweise schwach vertreten seien. Befürworter sehen dagegen den Vorteil in juristischer und fachlicher Expertise bei komplexen kommunalpolitischen Entscheidungen.
Viele neue Gesichter bei der AfD und kleineren Parteien
Besonders deutlich fällt die personelle Veränderung innerhalb der AfD-Fraktion aus. Von den fünf Sitzen der Partei werden künftig vier von neuen Stadträten besetzt.
Auch bei kleineren Parteien und Wählergruppen gibt es mehrere neue Mandatsträger. Charly Breitzmann sieht als Rat der neuen Liste PRO Bayreuth in den Stadtrat ein.
In diesen Bayreuther Stadtteilen waren Kandidaten besonders stark
Ein Blick auf die Wahllokale zeigt zudem deutliche lokale Hochburgen einzelner Kandidaten und Gruppierungen.
So erzielte Ebersberger sein bestes Ergebnis im Stimmbezirk Meyernberg II mit 36,7 Prozent. Zippel erreichte in Laineck sogar 46,8 Prozent der Stimmen: der höchste Einzelwert unter den genannten Kandidaten.
Maximilian Maul schnitt besonders stark im Wahllokal Jugendtreff Flux in der Neuen Heimat mit 35,2 Prozent ab.
Auch andere Parteien konnten in einzelnen Stadtteilen überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen. Vertreter der Grünen kamen etwa an der Privaten Wirtschaftsschule auf 15,1 Prozent.
Weitere lokale Bestwerte:
Hofmann erreichte 18,3 Prozent in der Grundschule St. Johannis.
Christopher Süss kam im Stimmbezirk Roter Hügel IV auf 5,9 Prozent.
Luisa Funke-Barjak erzielte in Altstadt I 5,2 Prozent.
Wolfgang Gruber (DU) erhielt in Bayreuth-Herzoghöhe 9,3 Prozent.
Jannick Metz kam an der Markgrafenschule auf 8,2 Prozent.
Die Ergebnisse zeigen: Viele Kandidaten haben klare lokale Schwerpunkte in einzelnen Stadtteilen der Stadt.
Konstituierende Sitzung entscheidet über Ausschüsse
Die offizielle Arbeitsaufnahme des neuen Stadtrats erfolgt in den kommenden Wochen. In der konstituierenden Sitzung werden unter anderem die Ausschüsse besetzt und wichtige personelle Weichen für die kommende Amtsperiode gestellt.
Dabei wird sich zeigen, wie gut die Mischung aus erfahrenen Kommunalpolitikern und neuen Ratsmitgliedern funktioniert und welche politischen Schwerpunkte der neue Stadtrat in den kommenden Jahren in Bayreuth setzen wird.












Konzertflyer Tierisch Gut! der ©Weidenberger Musikanten
Symbolfoto: Lena Balk / Unsplash.com