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Zuletzt aktualisiert am 10. Dezember 2020 | 20:18

Corona-Pandemie

Neues Impfzentrum in Bayreuth – 10.000 Impfungen gegen Corona im Monat möglich

Stadt und Landkreis Bayreuth haben sich zusammengetan und gemeinsam ein Impfzentrum aus dem Boden gestampft. Die Turnhalle neben dem Stadtbad ist innerhalb von 14 Tagen zu einem Impfzentrum umfunktioniert worden. 

Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler

Das Impfzentrum in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth ist in Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis Bayreuth binnen 14 Tagen entstanden. Erst vor einem Monat haben die Verantwortlichen die Weisung erhalten, dass ein gemeinsames Impfzentrum von Stadt und Landkreis Bayreuth entstehen solle.

Corona-Impfzentrum in Bayreuth

Um das Impfzentrum schnellstmöglich errichten zu können, waren viele Helfer nötig. Die Feuerwehr Bayreuth, das Bayerische Rote Kreuz, die Klinikum Bayreuth GmbH, die Stadt und der Landkreis Bayreuth waren an der Entstehung beteiligt.

Der Bayreuther Stadtbauhof hat ebenso tatkräftig mitgeholfen, erklärt Michael Kilchert von der Feuerwehr Bayreuth bei einer Pressekonferenz am Donnerstag (10.12.2020). In deren Rahmen wurde das Impfzentrum auch vorgestellt. In Bayreuth Stadt und Landkreis gibt es auch weiterhin viele Corona-Neuinfektionen.

Mehrere Stationen im Impfzentrum

Der Eingang zu dem Impfzentrum ist entlang des Rad- und Fußwegs am Roten Main. „Wenn das Impfzentrum in Betrieb genommen wird, sperren wir hier alles für Radfahrer. Sonst wäre es zu gefährlich“, sagt Kilchert.

Bis zu 50 Personen könnten in der Stunde geimpft werden, Gesetz dem Fall, dass das Impfzentrum auch wirklich in Betrieb genommen wird. Denn dieses neue Zentrum soll nur dann zum Einsatz kommen, wenn die anderen Impfzentren überlastet wären.

Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
Michael Kilchert von der Feuerwehr Bayreuth erklärt die einzelnen Stationen des Impfzentrums. Foto: Katharina Adler

Barrierefreiheit in Bayreuther Impfzentrum

„Das ganze Impfzentrum ist komplett Barrierefrei“, sagt Kilchert. Alles sei so konstruiert, dass Rollstuhlfahrer sich problemlos bewegen könnten. Der Impfstoff würde von der Rückseite angeliefert werden, um so nicht mit dem Besucherstrom zu kollidieren.

„Am Eingang des Impfzentrums wird ein Sicherheitsdienst stehen“, erzählt Kilchert. Dieser soll dafür sorgen, dass nicht zu viele Impflinge gleichzeitig in dem Gebäude sind. Ist man am Sicherheitsdienst vorbei, geht es im Inneren nach rechts zur Anmeldung. Denn das Impfzentrum ist so aufgebaut, dass es nur einfache Wege gibt.

Stationen der Impflinge

Zudem gibt es verschiedene Stationen die jeder durchlaufen muss. Nach der Anmeldung folgt die Triage, also die Aufnahme. Dort wird abgefragt, ob der Impfling Fieber hat und er seinen Anmeldebogen ausgefüllt hat oder eben nicht. Bei der nächsten Station werden die Fragen der Wartenden von einem Arzt beantwortet. Danach folgt die Einzelaufklärung.

Schließlich kommt man zum fünften Bereich, den Impfkabinen. In fünf Kabinen können sich die Menschen schließlich impfen lassen. Nach der Impfung müssen die Impflinge sich im Ruhe- und Nachbeobachtungsbereich aufhalten.

Dort werde dann kontrolliert, wie die Impfung vertragen wird. Dieser Schritt könne aber auch übersprungen werden, wenn es so vom frisch Geimpften so gewünscht werde. Danach geht es weiter mit der nächsten Station, dem „Check-Out“ bzw. der Abmeldung.

Anschließend folgt mit dem Ausgang, die 8. und zugleich letzte Station des gemeinsamen Impfzentrums von Stadt und Landkreis Bayreuth.

  • Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
  • Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
  • Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
  • Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
  • Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
  • Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
  • Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
  • Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
  • Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
  • Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
  • Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
  • Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
  • Das gemeinsame Impfzentrum von Bayreuth Stadt und Land in der Kolpingstraße 7 in Bayreuth. Foto: Katharina Adler
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Ablauf der Corona-Impfung

Wie genau die Impfung ablaufen wird, ist allerdings noch nicht klar. Denn es steht noch nicht sicher fest, welcher Impfstoff schließlich zugelassen wird und somit zur Anwendung kommt. Für das Impfzentrum ist vor allem der Landkreis Bayreuth zuständig. Dieser muss auch für das nötige Personal sorgen und letztlich Zeiten festlegen.

„Es sind noch keine Öffnungszeiten festgelegt“, erklärt Ulrich Schäffer vom Landratsamt Bayreuth. „Die Terminvergabe erfolgt noch nicht, weil noch kein Impfstoff da ist.“ Somit ist klar: Wer eine Impfung will muss einen Termin vereinbaren.

Schäffer kann sich auch vorstellen, dass Impfwillige gewisse Voraussetzungen erfüllen müssen, um letztlich auch geimpft werden zu können. „Da wird es erstmal eine Priorisierung geben, aber das wird dann von der Staatsregierung kommuniziert werden“, sagt Schäffer.

10.000. Impfungen im Monat

Im gemeinsamem Impfzentrum von Stadt und Landkreis Bayreuth können pro Tag 500 Menschen geimpft werden, erklärt Dr. Stefan Wirth. Er ist der koordinierende Arzt für Stadt und Landkreis Bayreuth.

„In der Woche können so 2.500 Menschen und im Monat schließlich 10.000 Menschen geimpft werden“, sagt Wirth. Es würde so 20 Monate dauern bis die komplette Bevölkerung von Stadt und Landkreis Bayreuth geimpft wären.

„Wenn der Bedarf und genügend Impfstoff da ist, kann das Impfzentrum innerhalb weniger Stunden hochgefahren werden“, erklärt der Arzt. Sollte der Bedarf jedoch noch vor Neujahr da sein, würde es zwei Tage dauern. Eines steht jedoch schon fest. Bevor das Impfzentrum in Betrieb geht, impfen mobile Pflegeteams die Pflegeheime durch, erklärt Wirth.

Corona-Impfstoff von Biontech

Wird der Impfstoff von Biontech verwendet, wird es wohl auf eine zweifach Impfung hinauslaufen, erklärt Dr. Thomas Bollinger vom Klinikum Bayreuth. Einen genauen Beipackzettel für diesen Impfstoff gibt es allerdings noch nicht.

Aus den Studien und Impfungen aus Großbritannien ist bekannt, dass es Schmerzen an der Einstichstelle geben werde und nach der Impfung ein „Druckschmerz“ zu spüren sei. Weitere Nachwirkungen seien Rötungen, Müdigkeit und Mattigkeit, die aber relativ schnell wieder abklingen würden.

„Schwere Nebenwirkungen wurden in den Studien nicht gefunden“, sagt Bollinger. Der Impfstoff sei auch gar nicht so neu, wie man denkt. Die Grundlage des Impfstoffs werde bereits in der Tumortherapie verwendet. „In der Klinischen Studie drei sind bislang 44.000 Menschen geimpft worden“, sagt Bollinger weiter. Binnen drei Wochen müsse die Impfung wiederholt werden, um eine längere Wirksamkeit zu gewährleisten.

Bayreuther Tagblatt - Katharina Adler

 bt-Redakteurin Online/Multimedia
Katharina Adler

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