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Gasthof

Neues zu Augustinerbräu am Ehrenhof: Baustart verzögert sich weiter

Noch im Dezember ging man bei der Stadt Bayreuth davon aus, dass die Arbeiten am Bayreuther Ehrenhof im Februar losgehen können. Doch noch immer scheinen die Unklarheiten mit dem Investor nicht ausgeräumt zu sein. Der Bauantrag ist nach wie vor nicht genehmigt. 

Nach zahlreichen Ankündigungen und Gerüchten über einen baldigen Baustart bleibt das Projekt „Augustinerbräu“ weiterhin in der Warteschleife. Das Problem scheint aktuell zwischen der Edith Haberland-Wagner-Stiftung, der der Gebäudeteil des alten Schlosses gehört in der das Augustiner-Brauhaus einziehen soll und dem Freistaat Bayern zu liegen. Dem Freistaat gehört nämlich der Ehrenhof.  Die Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, die das Gebäude zu einer Gastwirtschaft weiterentwickeln will, will sich zum Zwischenstand nicht äußern.

Das ist das Problem:

Augustiner möchte einen Haupteingang haben, der vom Ehrenhof ins Gebäude führt. Das bedeutet, dass es eine Treppenanlage geben muss. Das ist aber nur ein Teil des Problems. Die eigentliche Schwierigkeit ist, dass durch den neuen Zugang nicht mehr wie bisher vereinbart die Frei-Schankanlagen in der Maxstraße sein können, sondern möglicherweise zum Ehrenhof verlagert werden müssen. Das würde eine deutliche Veränderung für den Ehrenhof bedeuten. Und auch was die Bestuhlung angeht, ist das letzte Wort laut Oberbürgermeister noch nicht gesprochen. „30-40 Veranstaltungen vom Bürgerfest bis zum Winterdorf finden jedes Jahr auch im Ehrenhof statt“, sagt Oberbürgermeister Thomas Ebersberger und betont die Augustiner-Bestuhlung dürfe nicht mit den Veranstaltungen kollidieren. Er bezeichnet den Platz als stadtbildprägend.

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Aktuell liegt der Ball aber noch gar nicht bei der Stadt

Doch noch könnte die Stadt noch gar nicht zustimmen oder ablehnen. „Im Moment braucht es eine Einigung zwischen Augustiner und Freistaat Bayern, dem der Ehrenhof gehört. Wir als Stadt können keine Baugenehmigung erteilen, solange sich beide Partner nicht einig sind“, so das Stadtoberhaupt. Und er ergänzt: „Wenn Augustiner den Eingang so nehmen würde, wie er in der Vergangenheit immer war, wäre der Umbau längst fertig“. Ebersberger bedauert, dass das Projekt nicht längst Fahrt aufgenommen hat. Bayreuth, der geplante Pächter und die Stadt wären bereit.

Eigentlich könnte man schon viel weiter sein

Noch im Dezember war man in der Stadt davon ausgegangen, dass im Februar die Bauarbeiten starten können. Oberbürgermeister Thomas Ebersberger hatte im Gespräch mit dem bt damals gesagt, dass das Unternehmen fest entschlossen sei im Februar mit den Arbeiten zu beginnen. Es seien nur noch kleine Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Nun ist der Februar längst vorbei und die Hindernisse sind noch die selben.

„Sie werden wohl schlecht anfangen können, es sei denn, sie fangen mal mit den einfachen Sachen drinnen an und überlegen sich dann, wie das dann mit dem Zugang ist“, so Thomas Ebersberger im Februar.

Bauantrag steckt fest

Bereits im Mai 2024 war der Bauantrag eingereicht worden. Seitdem wurde zwar viel verhandelt, aber echte Abschlüsse fehlen. Die Edith-Haberland-Wagner Stiftung, die bereits den östlichen Flügel des Alten Schlosses erworben hat, verfolgt mit dem Projekt das Ziel, die historische Immobilie als Gasthaus zu nutzen. Als Mehrheitseigentümerin der Augustiner-Brauerei setzt die Stiftung häufig auf denkmalgeschützte Gebäude für ihre Gaststättenprojekte. Doch trotz der großen Pläne bleibt der Bayreuther Standort weiterhin nur ein Vorhaben ohne konkreten Baubeginn.

Ob und wann die Hindernisse ausgeräumt werden, bleibt abzuwarten. Fakt ist: So schnell wie gedacht zieht das geplante Augustiner-Brauhaus nicht am Ehrenhof ein.