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Regionale Klimakonferenz schlägt Alarm: „Die Krise als Krise behandeln“
Die Klimakrise gerät politisch ins Hintertreffen – das kritisiert die Regionale Klimakonferenz Oberfranken. In einem neuen Appell fordert sie mehr Tempo beim Klimaschutz und beim Ausbau erneuerbarer Energien.
Klima- und Artenschutz dürfen nach Ansicht des Sprecher:innenrats der Regionalen Klimakonferenz Oberfranken nicht länger an den Rand der politischen Debatte gedrängt werden. In einem am 7. September 2026 veröffentlichten Appell fordert das Netzwerk die Politik auf, die Klimakrise als solche anzuerkennen und Klimaschutz stärker mit Fragen von Wirtschaft, Sicherheit und gesellschaftlicher Stabilität zu verbinden.
Kritik an aktueller Politik
Der Sprecher:innenrat zeigt sich insbesondere darüber entsetzt, dass Klima- und Artenschutz aus seiner Sicht bei den derzeit diskutierten Reformen zu wenig berücksichtigt werden. Die Folgen der Erderhitzung seien inzwischen in allen Lebensbereichen spürbar. Gleichzeitig werde die Klimakrise von Spitzenpolitikern teilweise auf das Thema „Wetter“ reduziert.
Der Rat argumentiert, konsequenter Klima- und Artenschutz sei nicht nur eine Frage des Umweltschutzes. Er habe auch Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitsplätze, Gesundheit, Landwirtschaft, Infrastruktur sowie die Energieversorgung. Fehlender Klimaschutz könne dagegen langfristig hohe volkswirtschaftliche Schäden verursachen.
Mehr Tempo bei erneuerbaren Energien gefordert
Zu den konkreten Forderungen gehört ein schnellerer Ausbau erneuerbarer Energien. Der dezentrale Ausbau dürfe ebenso wenig ausgebremst werden wie der Bau von Speichern, die für ein stabiles erneuerbares Energiesystem benötigt würden. Auch beim Ausbau der Stromnetze müsse aufgeholt werden.
Darüber hinaus fordert das Netwerk, fossile Geschäftsmodelle in der Energie- und Wärmeversorgung, der Ernährungswirtschaft und der Mobilität nicht unnötig zu verlängern. Europäische Regelungen zur Bepreisung von Treibhausgasen und zur Wiederherstellung der Biodiversität dürften nicht länger unterlaufen werden.
Klimaanpassung allein reicht nicht
Eine stärkere Anpassung an die Folgen des Klimawandels sei zwar notwendig, könne den Klimaschutz aber nicht ersetzen, heißt es in dem Appell. Nach Ansicht des Netzwerks muss zugleich die weitere Erderwärmung begrenzt werden. Andernfalls würden die Möglichkeiten zur Anpassung zunehmend eingeschränkt.
Der Rat fordert deshalb, Klima- und Artenschutz bei aktuellen politischen Entscheidungen nicht als zusätzliche Belastung zu betrachten. Vielmehr könnten Maßnahmen in diesen Bereichen dazu beitragen, langfristige Risiken für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zu verringern.
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RegioCOP findet im November statt
Der Appell ist im Vorfeld der diesjährigen Regionalen Klimakonferenz Oberfranken, kurz RegioCOP, veröffentlicht worden. Die Konferenz findet vom 9. bis 20. November parallel zur internationalen Klimakonferenz statt.
Veranstaltet wird die RegioCOP bereits zum vierten Mal vom Netzwerk des forum1.5 in Bayreuth und Oberfranken. Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Initiativen, Vereinen, Verbänden und Kirchen sollen dabei über Klimaschutz, Klimaanpassung und Biodiversität diskutieren und konkrete Strategien für eine zukunftsfähige Entwicklung der Region erarbeiten.
Der Sprecher:innenrat lädt dazu auch Entscheidungsträger aus Oberfranken ein. In mehreren Teilkonferenzen sollen die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse diskutiert und daraus Maßnahmen für die Region entwickelt werden.












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