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Ortsumgehung Döllnitz freigegeben: Millionenprojekt entlastet Anwohner und stärkt Verkehrssicherheit
Jahrzehntelang hatten die Döllnitzer eine Ortsumgehung gefordert. Mit großem Bürgerandrang ist ist sie nun offiziell für den Verkehr freigegeben worden. Nach nur eineinhalb Jahren Bauzeit profitieren nun Anwohner, Pendler und Unternehmen gleichermaßen von einer spürbaren Verkehrsentlastung und höheren Sicherheit.
Ein historischer Moment für Döllnitz und das Umland
Im Beisein von Bayerns Finanz- und Heimatstaatssekretär Martin Schöffel, MdL, Kasendorfs Bürgermeister Norbert Groß, sowie leitenden Vertretern des Staatlichen Bauamts Bayreuth wurde die neue Trasse feierlich in Betrieb genommen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Döllnitz ließen es sich nicht nehmen, diesen lange ersehnten Tag mitzufeiern.
Staatssekretär Schöffel betonte die Bedeutung des Projekts für die Region:
„Endlich weniger Durchgangsverkehr, endlich mehr Sicherheit: Ein Gewinn für alle! Der Freistaat investiert über 11,5 Millionen Euro in eine Infrastruktur, die verbindet, Arbeitsplätze sichert und Lebensqualität schafft.“
85 Prozent weniger Verkehr im Ort: Massive Entlastung für Döllnitz
Die neue Umgehungsstraße löst ein Problem, das den Ort seit Jahrzehnten belastete: den starken Durchgangsverkehr auf der Achse zwischen Kulmbach, Kasendorf und Thurnau. Nach Berechnungen des Staatlichen Bauamts werden künftig rund 2.500 Fahrzeuge täglich – das entspricht 85 Prozent des bisherigen Verkehrs – aus der Ortslage herausgeführt.
Das bedeutet:
- Mehr Ruhe und Sicherheit für die Anwohner
- Weniger Lärm dank lärmminderndem Asphalt
- Mehr Übersichtlichkeit und bessere Verkehrsführung für alle Verkehrsteilnehmer
- Die Strecke beginnt nördlich von Döllnitz bei Krumme Fohre, führt östlich am Ort vorbei, kreuzt den Friesenbach über ein neues Brückenbauwerk und mündet schließlich im Süden in die St 2689 Richtung Thurnau.
- Moderner Ausbau zwischen Krumme Fohre und Rother Hügel
Parallel zur Umgehung wurde auch das regionale Straßennetz zwischen Döllnitz, Krumme Fohre und Rother Hügel umfassend modernisiert. Die Maßnahmen umfassen:
- eine neu gestaltete Einmündung der St 2689 in die St 2190
- angepasste Linienführung und neu geordnete Einmündungen
- eine neue Anbindung für ein geplantes Gewerbegebiet des Marktes Kasendorf
- Leerrohre und Leitungsverlegungen für Wasser, Strom und Telekommunikation
Damit wird die gesamte Region verkehrlich zukunftsfähiger und wirtschaftlich stärker aufgestellt.
Reibungsloser Bauablauf
Die Bauarbeiten begannen im Juni 2024 mit dem Kreisverkehr an der KU5 und der Brücke über den Friesenbach. Anschließend folgten weitere Anschlussstellen sowie der Vollausbau sämtlicher Streckenabschnitte.
Das Projekt wurde pünktlich Mitte November 2025 abgeschlossen, ein organisatorischer Kraftakt, der alles andere als selbstverständlich ist. Finanziert wurde das Gesamtvolumen von rund 12 Millionen Euro in erster Linie durch den Freistaat Bayern. Die Kosten des Marktes Kasendorf im Rahmen der Sonderbaulast wurden zu 90 Prozent gefördert.
„Ein Gewinn für die ganze Region“
Uwe Zeuschel, Leiter des Staatlichen Bauamts Bayreuth, zieht ein rundum positives Fazit:
„Die Region verfügt nun über eine moderne und leistungsfähige Straßenverbindung, die sowohl den regionalen als auch den überörtlichen Verkehr nachhaltig verbessert.“
Während der Bauzeit waren Geduld und Umleitungen gefragt, nun aber profitieren alle:
Döllnitz wird lebenswerter, das Umland besser vernetzt und der Verkehr deutlich sicherer.
Technische Eckdaten im Überblick
- Projekt: Ortsumgehung Döllnitz + Ausbau St 2689/St 2190
- Bauzeit: Juni 2024 – November 2025
- Baulängen: 1,75 km (Umgehung), 0,9 km (St 2689), 1,2 km (St 2190)
- Kosten: ca. 12 Mio. Euro
- Förderung: 90 Prozent der Sonderbaulast durch den Freistaat Bayern
- Baufirma: Rädlinger Straßen- und Tiefbau GmbH, Selbitz
- Ziele: Entlastung der Ortsdurchfahrt & höhere Verkehrssicherheit











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