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Panne bei Hollywood in der Stadtkirche sorgt für Ärger
Das Konzert „Hollywood in der Stadtkirche“ begeisterte viele Bayreuther, sorgte aber auch für Ärger. Zahlreiche Angereiste beklagten bereits vor dem offiziellen Einlass überfüllte Plätze. Die Stadt Bayreuth hat inzwischen reagiert.
Hollywood in der Stadtkirche: Konzert wird zum Publikumsmagnet
Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Bayreuther Festspiele dirigierte Filmkomponist Lukas Geppert am vergangenen Samstag in der Stadtkirche. Gemeinsam mit den Hofer Symphonikern erklang dort erstmals seine eigene Musik sowie Filmmusik, an der er in Hollywood mitgewirkt hat. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt – und das bereits vor Beginn des offiziellen Einlasses.
Das Interesse an Bayreuths erfolgreichem Nachwuchskomponisten überstieg die Kapazität der Kirche deutlich. Draußen standen zahlreiche Zuhörende vor dem geöffneten nördlichen Eingang und rund um das Gebäude. Manche saßen sogar auf Picknickdecken auf dem Kirchplatz.
Am Ende verabschiedeten die Bayreutherinnen und Bayreuther ihren Heimkehrer mit stehenden Ovationen.
Schon gelesen? Hollywood in der Stadtkirche: Bayreuther L.A.-Filmkomponist Lukas Geppert im Interview.
Begeisterung beim Publikum
Das Publikum zeigte sich nach dem Konzert überwältigt. „Gigantisch – ein Gänsehautkonzert“, schreibt ein Gast. Eine andere: „Wahnsinnig toll!“
„Was für ein Mega-Event! Es war einfach nur toll und schreit nach Wiederholung, vielleicht dann mit etwas mehr Plätzen“, schreibt eine Besucherin.
Kritik an der Organisation wird laut
Neben dem Lob häuft sich allerdings auch Kritik. Mehrere Angereiste berichten, dass die Stadtkirche bereits deutlich vor dem angekündigten Einlass um 19.30 Uhr komplett gefüllt war. „Schon um 19.20 Uhr waren alle Plätze entweder belegt oder reserviert, obwohl der Einlass erst um 19.30 Uhr war“, schreibt eine Besucherin.
Andere sprechen von reservierten Plätzen und blockierten Reihen. „Viele Plätze reserviert und oder mit Jacken belegt“, bemängelt ein Kommentar. Ein weiterer Besucher spricht von „miese Organisation“ und bemängelt, dass niemand, der sich an die kommunizierten Zeiten hielt, noch einen Platz bekam.
Besonders ältere Besucher traf die Enttäuschung nach eigenen Angaben hart. „Denke dabei auch an viele ältere Menschen, die ich gesehen habe, die haben mir richtig leid getan“, schreibt ein Kommentator, der selbst keinen Einlass mehr erhielt. Ein anderer Besucher schlägt für künftige Veranstaltungen ein System mit Eintrittskarten und festen Sitzplätzen vor, damit Besucher nicht vor einem bereits geschlossenen Eingang stehen.
Stadt Bayreuth reagiert auf die Kritik
Die Stadt Bayreuth hat inzwischen Stellung bezogen. Die Organisatoren seien von der großen Besucherresonanz überrascht und „ein Stück weit überrollt“ worden, heißt es in der Antwort.
Mit einem derart großen Zuspruch habe niemand gerechnet, kommuniziert Stadtsprecher Joachim Oppold.
Wie es zum frühzeitigen „Einlass“ kam
Laut Stadt war die Stadtkirche im Zeitraum zwischen dem Ende der Generalprobe und dem geplanten Einlass um 19.30 Uhr nicht abgeschlossen. Dadurch hätten sich bereits eine Stunde vor dem offiziellen Einlass zahlreiche Besucher auf den Plätzen befunden. Für das Konzert waren insgesamt 450 Plätze vorgesehen, davon 50 reservierte Plätze für Angehörige und Wegbegleiter von Lukas Geppert sowie der Ensemblemitglieder.
Auch die reservierten Plätze wurden nach Angaben der Stadt in weiten Teilen nicht respektiert.
„Das federführend verantwortliche Kulturamt bedauert, dass bei Beginn des offiziellen Einlasses bereits zahlreiche Plätze in der Stadtkirche belegt waren und die vor der Kirche wartenden Besucher deshalb verärgert waren“, erklärt Stadtsprecher Joachim Oppold.
Ein Ticketing-System hätte das Problem wohl verhindert, dafür fehlte laut Stadt jedoch die organisatorische Vorlaufzeit.
Von der Festmeile in die Stadtkirche
Das Konzert kam ursprünglich durch die kurzfristige Absage der Bayreuther Festmeile in Juni zustande, wo es eigentlich stattfinden sollte. Dort am Luitpoldplatz hätten deutlich mehr Gäste Platz gefunden.
Dass das Konzert überhaupt noch stattfinden konnte, war dem großen Einsatz aller Beteiligten zu verdanken – von den Organisatoren über die Mitwirkenden bis hin zu den Förderern der Veranstaltung. Gemeinsam sorgten sie dafür, dass diese besondere Einladung dennoch umgesetzt werden konnte. Dass am Ende nicht alle Abläufe reibungslos funktionierten und nicht alle Interessierten zufrieden waren, bedauert das Organisationsteam und hofft auf Verständnis.












Auftakt zur 73. Kulmbacher Bierwoche - Bild: bt-Redaktion
Festnahme der mutmaßlichen Täter auf der B22 bei Bamberg. © NEWS5 | Lars Haubner