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Parkour in der Wilhelminenaue: Neuer Bewegungspark eröffnet
Neben dem Bolzplatz in der Wilhelminenaue gibt es jetzt einen neuen Bewegungspark. Die örtliche Parkour-Szene war an der Planung beteiligt – und zeigt schon bei der Einweihung, was auf den Mauern, Stangen und Gerüsten möglich ist.
Er schwingt sich von einer Stange zur nächsten, holt Schwung und landet einige Meter weiter auf einer Mauer. Tobias Schmidt bleibt dort kurz stehen, bevor er die nächste Bewegung macht. Bei ihm sieht das leicht aus – für die Kinder und Jugendlichen um ihn herum ist es genau das, was sie selbst ausprobieren wollen.
Immer wieder springen sie von den Stangen auf die kleinen Mauern und versuchen, dort sicher zum Stehen zu kommen. „Stick“ heißt das, das wissen sie alle. „Dabei ist es wichtig, mit dem Vorderfuß auf der Kante zu bleiben. Das schützt vor Verletzungen“, erklärt Schmidt. Zweimal die Woche trainiert er mit den Jungs und Mädchen.
Normalerweise treffen sich die Gruppen der Parkour Akademie im Sportzentrum oder am La Spezia Platz. Aber jetzt trainieren sie öfter in der Wilhelminenaue. Denn hier gibt es jetzt einen neuen Parkour- und Bewegungspark.
Die Community hat mitgeplant
In die Planung des neuen Parks waren Schmidt und die örtliche Parkour-Community einbezogen. Edelstahlstangen zum Balancieren und Schwingen, ein kleines Trampolin, Ziegelmauern, Rampen und ein Gerüst aus Robinienholz gibt es hier. Granitfindlinge aus dem Fichtelgebirge ergänzen die Anlage. Ein Fallschutzboden aus Kunststoff minimiert das Verletzungsrisiko bei Stürzen. Aber auch das gehört zum Parkour dazu, erklärt Tobias Schmidt. „Zu lernen wie man bei einem Sturz richtig abrollt, ist super wichtig.“ Warum trägt man beim Parkour eigentlich keinen Helm? Auch darauf weiß er eine Antwort: „Man könnte irgendwo hängenbleiben und sich noch schlimmer verletzen.“
Parkour als Jugendarbeit
Während Tobias Schmidt spricht, kommen immer wieder Kinder zu ihm. Sie zeigen ihm, wie sie im Hocksprung auf ein Mäuerchen springen oder sich an einem Vorsprung an der Mauer hochziehen.
„Ich hab selber als Jugendlicher manchmal Mist gebaut“, sagt er. Parkour sei für Jugendliche eine Möglichkeit, Energie loszuwerden. Für den Sport brauche es nicht nur Kraft, sondern vor allem Kontrolle. „Man erhält sich durch Parkour auch irgendwie selbst ein bisschen sein inneres Kind“, sagt Tobias Schmidt.
Bewegungspark soll allen offenstehen
Die Anlage soll aber nicht nur Parkour-Interessierten, sondern allen offenstehen. Sie ist barrierearm gestaltet. Neben den Stangen und Mauern gibt es Rampen, eine Sandgrube und ein Trampolin.
Oberbürgermeister Andreas Zippel klettert auch auf’s Gerüst. „Die Anlage ergänzt die bestehenden Sporteinrichtungen in der Wilhelminenaue hervorragend. Sie ist vielfältig aufgebaut und kann von jeder Altersgruppe genutzt werden“, sagt er.
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470.000 Euro für den neuen Bewegungspark
Rund 470.000 Euro kostet die neue Anlage. Die Stadt rechnet mit einer staatlichen Förderung von etwa 60 Prozent. Geld kommt unter anderem aus der Städtebauförderung und aus dem Förderprogramm für öffentliche touristische Infrastruktur der Regierung von Oberfranken.Die Bauarbeiten dauerten rund zwei Monate.
Für Tobias Schmidt und seine Gruppen ist damit ein neuer Trainingsort entstanden. Zum Ausprobieren, besser werden und vor allem: zum Spaß haben.












Claudia Stühle spielt Strafverteidigerin Tessa. © Thomas Eberlein
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