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Rastplatz Fränkische Schweiz: Täter schlitzen Lkw-Planen auf
Zwei Lkw, mehrere Schnitte in der Plane – und am Ende fehlt trotzdem nichts. An der Rastanlage Fränkische Schweiz bei Pegnitz haben Unbekannte in der Nacht auf Freitag gleich zwei Sattelauflieger aufgeschlitzt. Die Polizei tappt im Dunkeln, was die Täter eigentlich wollten.
Betroffen waren ein polnischer und ein tschechischer Lkw, die auf dem Lkw-Parkplatz der Rastanlage in Fahrtrichtung Süden standen. An beiden Fahrzeugen schlitzten die Täter die Planen der Auflieger mehrfach auf – jeweils rund 20 Zentimeter lang und breit. Die Tatzeit liegt zwischen 20 Uhr am Donnerstag und 7 Uhr am Freitagmorgen.
Nichts gestohlen, trotzdem hoher Schaden
Obwohl aus keinem der beiden Auflieger auch nur ein Karton fehlt, bleibt ein Sachschaden von rund 800 Euro übrig – allein für die zerschnittenen Planen. Warum die Täter trotz mehrerer Schnitte nichts mitgenommen haben, ist bislang unklar. Die Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth ermittelt und bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 0921/5062330.
Warum Lkw-Planen überhaupt aufgeschlitzt werden
Ganz zufällig geschehen solche Schnitte selten. Sogenannte Planenschlitzer beobachten Rastplätze gezielt, um vielversprechende Ladungen zu finden – und schneiden oft erst einmal nur ein kleines Loch in die Plane, um zu prüfen, was sich im Auflieger befindet, bevor überhaupt etwas entwendet wird, wie das Fachmagazin LOGISTRA berichtet. Genau ein solcher „Prüfschnitt“ könnte auch in Pegnitz der Grund gewesen sein, warum am Ende nichts fehlte: Die Ware war den Tätern offenbar keinen Diebstahl wert – oder sie wurden gestört.
Das Phänomen ist bundesweit kein Randproblem. Nach Berechnungen des Logistikdienstleisters Samsara wird in Deutschland statistisch gesehen alle 20 Minuten eine Lkw-Plane aufgeschlitzt. Auch die Schadenssummen steigen: In Niedersachsen, einem der bundesweiten Schwerpunkte für Ladungsdiebstahl, verursachten Planenschlitzer im vergangenen Jahr Rekordschäden von rund 9 Millionen Euro, wie trans.info berichtet. Bei uns in der Region meldet die Polizei Zwischenfälle dieser Art eher selten.
Rastanlage Fränkische Schweiz ist der Polizei kein unbekannter Ort
Erst im vergangenen Herbst hatten Diebe dort einen polnischen Fahrzeugtransporter ins Visier genommen und Hightech-Bauteile aus drei geladenen Traktoren ausgeschlachtet – Schaden damals: über 60.000 Euro. Der aktuelle Fall fällt damit verglichen glimpflich aus.
Häufige Fragen
Wo genau ereignete sich der Vorfall?
Auf dem Lkw-Parkplatz der Rastanlage Fränkische Schweiz an der A9 bei Pegnitz, Fahrtrichtung Süden.
Wann geschah die Tat?
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, zwischen 20 Uhr und 7 Uhr morgens.
Wurde etwas aus den Lkw gestohlen?
Nein. Trotz mehrerer Schnitte in den Planen beider Sattelauflieger wurde nichts entwendet.
Wie hoch ist der Schaden?
Die Polizei beziffert den Gesamtschaden auf rund 800 Euro.
Was sollen Zeugen tun?
Wer verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Tatzeitraum an der Rastanlage Fränkische Schweiz bemerkt hat, soll sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth unter 0921/5062330 melden.












Festa Italica am Bayreuther Marktplatz ©Zametzer & Krohn GbR 2025
Symbolfoto: Pixabay