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Phishing bei Trade Republic: Polizei warnt vor Betrugswelle
In Mittelfranken häufen sich derzeit Betrugsfälle im Zusammenhang mit dem Neobroker Trade Republic. Die Polizei warnt vor gezielten Phishing-Angriffen, bei denen bereits Vermögensschäden in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro entstanden sind.
Trade Republic ist ein deutscher Online-Broker, über den Nutzerinnen und Nutzer Aktien, ETFs und Kryptowährungen handeln können. Die App wird von mehreren Millionen Menschen in Deutschland und Europa genutzt. Die Polizei in Mittelfranken meldet vermehrte Fälle, doch so eine Betrugsmasche kennt keine Grenzen. Vorsicht ist geboten.
Betrüger geben sich als Trade Republic aus
Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken erhalten Nutzerinnen und Nutzer aktuell vermehrt E-Mails und SMS, die scheinbar von Trade Republic stammen. Darin werden sie aufgefordert, über Links Dokumente hochzuladen oder sensible Daten wie Passwörter preiszugeben. In anderen Fällen heißt es, das Konto sei gehackt worden oder es liege eine Zahlungsaufforderung vor.
Teilweise gehen die Täter noch weiter: Sie führen mehrstündige Telefonate mit den Betroffenen und leiten diese Schritt für Schritt dazu an, ihr Guthaben auf ein angeblich „sicheres Wallet“ zu übertragen. Nach dem Transfer verschwindet das Geld endgültig. Allein in den vergangenen Wochen entstand so in Mittelfranken ein Schaden im hohen sechsstelligen Bereich.
Trade Republic warnt selbst vor SMS-Betrug
Auch Trade Republic weist seine Kunden aktuell ausdrücklich auf die Masche hin. Unter dem Betreff „Schütze dich vor SMS-Betrug“ stellt das Unternehmen klar: Es werden ausschließlich SMS mit einmaligen Login-Codes versendet. Kunden werden niemals dazu aufgefordert, Links anzuklicken, Telefonnummern anzurufen oder Geld auf andere Wallets oder Investments zu verschieben.
Ermittlungen laufen bei der Kriminalpolizei
Die bislang angezeigten Fälle werden von den zuständigen Fachkommissariaten der mittelfränkischen Kriminalpolizei bearbeitet. Die Ermittlungen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Staatsanwaltschaften.
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Polizei rät zu besonderer Vorsicht
Die Polizei appelliert an alle Nutzer von Online-Brokern, besonders wachsam zu sein. Verdächtige E-Mails, SMS oder Anrufe sollten ignoriert und keinesfalls Links angeklickt oder persönliche Daten weitergegeben werden. Im Zweifel empfiehlt es sich, direkt über die offizielle App oder Website Kontakt mit dem Anbieter aufzunehmen.











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