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Polizei

Batterien haben in einem Lichtenfelser Einkaufszentrum einen Brand ausgelöst

Ein Brand im Einkaufszentrum Lichtenfels hat am Sonntagmittag, den 15. Juni einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei ausgelöst. Nun ist die für viele sicherlich überraschende Brandursache entdeckt worden. 

Nach dem Brand in einem Einkaufszentrum in Lichtenfels am Sonntag, den 15. Juni 2025, konnte die Kriminalpolizei Coburg nun die genaue Brandursache ermitteln. Das Feuer, dessen Rauch sich über die Lüftungsanlage in mehreren Geschäften ausbreitete, wurde demnach durch eine gefährliche Kombination aus Lithium-Batterien und digitalen Preisschildern ausgelöst. Diese Erkenntnisse, die von einem Spezialisten des bayerischen Landeskriminalamts verifiziert wurden, unterstreichen wie wichtig es ist  mit lithiumhaltigen Energiespeichern sorgsam umzugehen.

Feuer in Lichtenfels: Wo und wie der Brand entstand

Das Feuer brach im Bereich von gemeinsam gelagerten lithiumhaltigen Batterien, genauer gesagt Knopfzellen, und digitalen Preisschildern aus Kunststoff aus. Am Sonntagmittag haben Mitarbeiter einer Eisdiele in dem Einkaufszentrum starken Brandgeruch bemerkt, woraufhin die Feuerwehr den Brandherd in den Geschäftsräumen eines Optikers lokalisierte und löschte. Die schnelle Ausbreitung der Rauchgase über die Lüftungsanlage führte zu einem potenziell sechsstelligen Sachschaden und erforderte die medizinische Beobachtung von drei Mitarbeitern der Eisdiele aufgrund von Rauchgasinhalation.

Die Gefahr von Lithium-Batterien: Ein unterschätztes Risiko?

Dieser Vorfall in Lichtenfels rückt einmal mehr die Risiken von Lithium-Batterien und -Akkus in den Fokus. Diese Energiespeicher sind in zahlreichen Alltagsgegenständen zu finden, von Smartphones über Laptops bis hin zu den hier genannten Knopfzellen. Ihre hohe Energiedichte macht sie effizient, birgt aber auch Gefahren wie Überhitzung, Kurzschlüsse und im schlimmsten Fall Brände. Besonders die unsachgemäße Lagerung oder Entsorgung kann zu gefährlichen Reaktionen führen.

Sicherheitstipps: So gehen Sie richtig mit Lithium-Batterien um

Um ähnliche Vorfälle zu vermeiden und die Sicherheit im Umgang mit lithiumhaltigen Batterien zu gewährleisten, sind einige wichtige Verhaltensregeln zu beachten:

  • Getrennte Lagerung: Lithiumhaltige Batterien und Akkus müssen immer getrennt von anderen Materialien, insbesondere von brennbaren Stoffen wie Kunststoffen gelagert werden.
  • Originalverpackung nutzen: Bewahren Sie neue Batterien bis zur Nutzung in ihrer Originalverpackung auf, um Kurzschlüsse zu vermeiden.
  • Beschädigte Akkus entsorgen: Beschädigte oder aufgeblähte Akkus stellen ein hohes Risiko dar und sollten umgehend und fachgerecht entsorgt werden.
  • Keine extremen Temperaturen: Vermeiden Sie es, Lithium-Batterien extremen Temperaturen auszusetzen, sowohl Hitze als auch Kälte.
  • Fachgerechte Entsorgung: Lithium-Batterien und -Akkus gehören nicht in den Hausmüll! Entsorgen Sie sie ausschließlich an den dafür vorgesehenen Sammelstellen oder bei Wertstoffhöfen.

Weitere detaillierte Verhaltenstipps zum sicheren Umgang und zur Entsorgung von Batterien finden Sie auch auf dem Internetauftritt des bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz unter www.abfallratgeber.bayern.de.

Ursprüngliche Meldung vom 16. Juni 2025:

Gegen Mittag bemerkten Angestellte einer Eisdiele beim Betreten ihres Geschäfts dichten Qualm und starken Brandgeruch. Sie verständigten sofort die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte stellten fest, dass sich der Rauch über die Lüftungsanlage ausgebreitet hatte und mehrere Geschäfte betroffen waren.

Brandherd im Optikergeschäft entdeckt

Nach einer intensiven Suche konnte die Feuerwehr den Brandherd in den Räumen eines Optikers lokalisieren. Das Feuer wurde schnell gelöscht, doch durch die Rauchverteilung entstand erheblicher Schaden in weiteren Teilen auf einen sechsstelligen Betrag belaufen.
Eine genaue Schadenssumme ist derzeit noch nicht möglich.

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Drei Personen im Krankenhaus – Ermittlungen laufen

Die drei Mitarbeiter wurden wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Das Einkaufszentrum wurde während des Einsatzes geräumt. Die Kriminalpolizei Coburg hat die Ermittlungen zur bislang ungeklärten Brandursache aufgenommen.