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Buttersäure am Denkmal: Polizei zieht Bilanz zum Coburger Convent
Rund um den 158. Coburger Pfingstconvent war die Polizei über das verlängerte Wochenende mehrfach gefordert. Neben Demonstrationen und kleineren Auseinandersetzungen sorgte vor allem ein Farb- und Buttersäureanschlag auf ein Kriegerdenkmal für Aufsehen.
Rund 2.500 Teilnehmer beim Coburger Convent
Nach Angaben der Polizei hielten sich am vergangenen Wochenende etwa 2.500 Teilnehmer zum Coburger Convent – einer Versammlung von Studentenverbindungen und Landsmannschaften – um den Coburger Markt auf.
Zudem versammelten sich laut Polizei etwa 600 Gegendemonstranten an verschiedenen Orten im Innenstadtbereich. Die Zahl der Teilnehmer auf beiden Seiten habe sich damit ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres bewegt.
Demonstrationen weitgehend friedlich
Die beiden Gegenversammlungen am Freitagabend zum Einmarsch der CC-Teilnehmer verliefen laut Polizei zunächst ohne größere Zwischenfälle.
An einer Fahrraddemo beteiligten sich rund 50 Personen. Im Anschluss schlossen sich viele der stationären Kundgebung im Bereich der Judengasse an, an der schließlich etwa 120 Menschen teilnahmen.
Zwar kam es laut Polizei während und nach den Versammlungen zu kleineren Streitigkeiten zwischen Demonstranten und Teilnehmern des Coburger Convents, Straftaten seien dabei aber zunächst nicht festgestellt worden.
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Buttersäure-Anschlag auf Kriegerdenkmal
Der größte Einsatz des Wochenendes drehte sich um einen Vorfall am Pfingstmontag. Unbekannte beschmierten am Morgen des 25. Mai 2026 kurz vor der traditionellen Kranzniederlegung das Kriegerdenkmal an den Schlossplatzarkaden mit Farbe und vermutlich auch Buttersäure.
Die Folge waren laut Polizei eine erhebliche Geruchsbelästigung sowie Reinigungskosten in Höhe von mehreren tausend Euro.
Mehrere Anzeigen und kleinere Auseinandersetzungen
Auch im weiteren Verlauf des Montags mussten Einsatzkräfte mehrfach einschreiten. Während des sogenannten Fackelzugs und bei insgesamt sieben Gegendemonstrationen registrierte die Polizei unter anderem zwei Verstöße gegen das Vermummungsverbot, mehrere Beleidigungen sowie einige körperliche Auseinandersetzungen.
Verletzt wurde dabei nach aktuellem Stand niemand schwer. Eine medizinische Versorgung der Beteiligten war laut Polizei nicht notwendig.
Mützenraub am Sonntag?
Abseits der Demonstrationen kam es am frühen Sonntagmorgen außerdem zu einem mutmaßlichen Raub in der Nägleinsgasse. Unbekannte sollen einem 27-jährigen Mann aus Bochum von hinten die Verbindungsmütze vom Kopf gezogen haben, nachdem sie ihn gegen eine Hauswand gedrückt hatten.
Die Kriminalpolizei Coburg ermittelt deshalb wegen Raubes.
FAQ
Wie viele Menschen nahmen am Coburger Convent teil?
Laut Polizei waren rund 2500 Teilnehmer beim Coburger Pfingstconvent vor Ort.
Was passierte am Kriegerdenkmal?
Unbekannte beschmierten das Denkmal offenbar mit Farbe und Buttersäure.
Gab es größere Verletzungen?
Nach Angaben der Polizei mussten keine Beteiligten ärztlich versorgt werden.
Warum ist der Coburger Convent umstritten?
Seit Jahren ist der Coburger Convent von Gegendemos begleitet. Der Convent selbst bezeichnet sich als parteipolitisch und konfessionell unabhängig. Kritiker werfen dem Verband hingegen vor allem mangelnde Distanz zu rechten Milieus vor.












Die Bayreuth "Summertime" am Kulturkiosk bietet den ganzen Sommer über ein vielfältiges Musikprogramm. Foto: Motion
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