Polizei

Diebstahl von Sattelzug im Kreis Bayreuth scheitert kläglich: Dieb hat wichtiges Detail übersehen

Der Diebstahl eines Sattelzuges ist am frühen Mittwochmorgen (22.09.2021) bei Weidenberg im Kreis Bayreuth kläglich gescheitert. 

Am Dienstagvormittag (22. September) ist ein Dieb im Weidenberger Ortsteil Görschnitz klar mit seinem Vorhaben gescheitert.

Er versuchte, einen stattlichen Sattelauflieger über die Grenze nach Tschechien zu bringen. Doch die Polizei hatte einen technischen Vorteil – den sie voll ausnutzte.

Lkw-Diebstahl bei Weidenberg scheitert kläglich

Am frühen Dienstagmorgen meldete ein Speditonsinhaber aus Magdeburg eine Volvo-Zugmaschine mit britischer Zulassung bei der örtlichen Polizei als gestohlen. Das berichtet das Polizeipräsidium Oberfranken. In der Nähe hat sich Dienstagnacht ein Auto bei einem heftigen Unfall überschlagen und der Fahrer wurde verletzt.

Im Laufe des Vormittags fahndeten zahlreiche Streifen nach dem gestohlenen Fahrzeug. In Görschnitz (Gde. Weidenberg) unweit von Bayreuth wurde der gestohlene Aufleger schließlich gestellt.

In den Morgenstunden meldete der Speditonsinhaber die Volvo-Zugmaschine mit britischer Zulassung bei der Magdeburger Polizei als gestohlen. Die Besonderheit: Er konnte den Beamten Live-Daten des Fahrzeugstandortes nennen. Die Polizei aus Sachsen-Anhalt leitete diese unverzüglich weiter. Der Volvo befand sich zu diesem Zeitpunkt auf der Autobahn A9 bei Himmelkron und fuhr Richtung Bayreuth. Die oberfränkischen Einsatzkräfte leiteten sofortige und umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein.

Trackingdaten vereiteln Truck-Diebstahl bei Weidenberg

Im weiteren Verlauf bestätigten die Trackingdaten die Abfahrt von der Autobahn und einen Wechsel auf die Staatsstraße 2181 in Richtung der tschechischen Grenze. Eine Polizeistreife aus Stadtsteinach nahm die Zugmaschine gegen 9:30 Uhr auf Höhe des Weidenberger Ortsteils Görschnitz auf und stoppte den laufenden Diebstahl. Der 33-jährige Fahrer wollte sich offensichtlich mit dem Sattelzug samt Auflieger sowie Bargeld der Speditionsfirma in vierstelliger Höhe in sein Heimatland Rumänien absetzen.

Die Beamten stellten den Volvo sowie das Bargeld sicher. Der 33-Jährige muss sich nun strafrechtlich verantworten und wurde, nachdem er eine Sicherheitsleistung von 1.000 Euro zahlte, zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt. Bei einem anderen Truck hatte ein Unbekannte eine Scheibe eingeschlagen, während der Brummifahrer im Lkw geschlafen hatte.