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Polizeieinsatz

Mann nach Schüssen lebensgefährlich verletzt

von bt-Redaktion

In den frühen Morgenstunden kam es in Kleinschwarzenlohe zu einem Großeinsatz der Polizei. Ein Mann in scheinbar psychischen Ausnahmezustand wurde nach einem bewaffneten Aufeinandertreffen mit Einsatzkräften lebensgefährlich verletzt.

Großeinsatz der Polizei am frühen Morgen

In Kleinschwarzenlohe, einem Gemeindeteil des Marktes Wendelstein, kam es in den frühen Morgenstunden zu einem umfangreichen Polizeieinsatz. Schauplatz war die Porsche­straße, wo Angehörige eines Mannes, der sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befand die Polizei verständigt hatten

Während des Notrufs sollen bereits Schussgeräusche aus dem Wohnanwesen zu hören gewesen sein. Die Polizei ging deshalb von einer möglichen Bewaffnung aus.

Bereich abgesperrt und Spezialkräfte alarmiert

Einsatzkräfte der Polizeiinspektion Schwabach sperrten den Bereich weiträumig ab. Spezialeinsatzkräfte wurden vorbereitet und vor Ort zusammengezogen. Parallel dazu versuchten Polizeibeamte über mehrere Stunden hinweg, mit dem Mann zu kommunizieren und die Situation zu entschärfen.

Eine speziell geschulte Verhandlungsgruppe übernahm die Gesprächsführung, jedoch zeigte sich der Mann nach Polizeiangaben nicht zugänglich.

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Zugriff durch SEK am Morgen

Gegen 7 Uhr verschafften sich Kräfte des Spezialeinsatzkommandos Zugang zum Gebäude. Zunächst lag kein unmittelbares Zugriffsszenario vor. Das Haus wurde gesichert, der Mann hielt sich nach bisherigen Erkenntnissen im Dachgeschoss auf.

Im weiteren Verlauf kam der Mann ins Erdgeschoss und trat den Beamten bewaffnet entgegen. Er führte nach Polizeiangaben ein Messer sowie eine augenscheinliche Schusswaffe mit sich und ging auf die Einsatzkräfte zu.

Schussabgabe durch Polizei – Mann schwer verletzt

Trotz mehrfacher Aufforderung, die Waffen niederzulegen, kam der Mann den Anweisungen nicht nach. In der Folge gaben Polizeibeamte Schüsse ab und trafen den Mann mehrfach. Er wurde lebensgefährlich verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert.

Ermittlungen durch Staatsanwaltschaft und LKA

Das Bayerische Landeskriminalamt ist vor Ort und hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Einsatz wird rekonstruiert und überprüft. Nach aktuellem Stand gehen die Ermittler von einer Notwehrsituation der eingesetzten Beamten aus. Die Staatsanwaltschaft prüft den Vorfall.

Sämtliche Infortmationen wurden dem Bayreuther Tagblatt von der Pressestelle der Polizeipräsidiums Mittelfranken zur Verfügung gestellt.