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Mord in Mistelbach: Das droht dem mutmaßlichen Doppelmörder des Ärzte-Ehepaares

In Mistelbach im Landkreis Bayreuth sind Sonntagnacht (9. Januar 2022) zwei Menschen ermordet worden. Ein Tatverdächtiger (18) stellte sich der Polizei. Die Staatsanwaltschaft äußert sich zum möglichen Strafmaß für den mutmaßlichen Mörder.

  • Bluttat in Mistelbach am 09. Januar 2022
  • Tatverdächtiger (18) stellt sich in Bayreuth der Polizei
  • Getötete Eltern hinterlassen vier kleine Kinder
  • getötetes Ehepaar (47 und 51) offenbar im Schlaf erstochen

In Mistelbach (Landkreis Bayreuth) sind in der Nacht auf Sonntag (9. Januar 2022) zwei Menschen ermordet worden, wie das Polizeipräsidium Oberfranken und die Staatsanwaltschaft Bayreuth gemeinsam mitteilen. Es handelte sich um ein Ehepaar.

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Ein dringend Tatverdächtiger (18) stellte sich noch in der Nacht der Polizei in Bayreuth. Das bt hat mit dem Anwalt des mutmaßlichen Täters gesprochen.

Update vom 17. Januar 2022 um 17:18 Uhr: Täter droht lebenslange Freiheitsstrafe

Über eine Woche ist es nun her, dass der Kinderarzt Stefan S. aus Mitelbach im Landkreis Bayreuth und seine Ehefrau getötet wurden. Der 18-jährige Freund der ältesten Tochter stellte sich nicht lange nach der Tat der Polizei. Martin Dippold, leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Bayreuth, schildert dem bt auf Nachfrage das mögliche Strafmaß für den mutmaßlichen Doppelmörder.

Welche Strafe dem 18-Jährigen verhängt wird, hänge davon ab, ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewandt wird. Bei Jugendrecht betrage das Höchstmaß bei Mord grundsätzlich zehn Jahre Jugendstrafe – 15 Jahre bei besonderer Schwere der Schuld, teilt Dippold mit. Bei Erwachsenenrecht dagegen drohe eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Neben der Freiheitsstraße könne auch die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt oder einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht kommen.

Ob Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht bei einem Heranwachsenden Anwendung findet, entscheide das Gericht laut Dippold nach den Gesamtumständen, insbesondere nach der geistigen Reife und Entwicklung des Betreffenden, oder ob es sich um eine Jugendverfehlung gehandelt hat.

Update vom 13. Januar 2022 um 16:08 Uhr: Jugendamt nimmt verwaiste Kinder in Obhut

Das getötete Ärzte-Ehepaar aus Mistelbach hinterlässt vier Kinder, die mit der tragischen Bluttat vom 9. Januar 2022 zu Vollwaisen wurden.

Damit die Kinder nun einem neuen Vormund zugeführt werden können, müssen Gericht und Jugendamt gemeinsame Hilfe leisten. Nun äußert sich die Leiterin des städtischen Kinderamts zur Sachlage.

Das Gericht habe die Aufgabe, einen Vormund für die Kinder zu finden, wird Margit Spies, die Leiterin des städtischen Amts für Kinder, Jugend und Familie, in einem Bericht von infranken.de zitiert. Das Standardverfahren in solchen Fällen sehe demnach vor, dass sich das Jugendamt umgehend mit einer Soforthilfe einschaltet. „Wenn das Kind momentan keinen Platz hat, wo es sicher bleiben kann, wird es vom Jugendamt in Obhut genommen“, so Spies laut infranken.de.

Dann werde gegebenenfalls therapeutische Hilfe geleistet und nach nahen Verwandten gesucht, die sich eine Vormundschaft der betroffenen Kinder zutrauen. Ob die vier Waisenkinder aus Mistelbach nun bei Verwandten unterkommen sollen, bleibt unklar. Aktuell sind die Kinder jedoch in der Obhut des Jugendamtes, wie Spies auf Anfrage vom bt bestätigt.

Update vom 12. Januar 2022 um 19:33 Uhr: Verstorbener Kinderarzt opferte sich für Kinder auf

Immer deutlicher wird, wie groß das Engagement war, mit dem der verstorbene Kinderarzt aus Mistelbach seinem Beruf nachging. Als Mitbetreiber eines Blogs, der sich regelmäßig mit medizinischen oder erzieherischen Themen widmet, veröffentlichte er immer wieder Texte und andere Beiträge.

Darin setzte er sich mit Themen wie Depressionen bei Kindern, Magersucht oder Kindererziehung. Immer wieder spricht er sich in seinen Texten dafür aus, Kindern und Jugendlichen zuzuhören und mit Verständnis auf ihre Bedürfnisse einzugehen.

Der letzte Beitrag auf der Seite stammt vom verstorbenen Kinderarzt selbst. Dabei handelt es sich um einen Weihnachtsgruß.

Update vom 11. Januar 2022 um 18:19 Uhr: Anwalt des mutmaßlichen Täters äußert sich

Dem Nachrichtenportal inFranken soll nun ein Statement des Rechtsanwalts des mutmaßlichen Doppelmörders von Mistelbach vorliegen. Darin äußere sich dieser zu den Vorwürfen gegenüber seinem 18-jährigen Mandanten.

inFranken zitiert den Verteidiger namens Hilmar Lampert wie folgt: „Mein Mandant hat im Rahmen seiner ersten polizeilichen Vernehmung bei der Kriminalpolizei Bayreuth am 09.01.2022 eingeräumt, in den Morgenstunden des Sonntags in einem Anwesen in Mistelbach zwei Personen durch Stichverletzungen getötet zu haben.“ Er ergänzt laut inFranken weiter, dass er zu Fuß vom Tatort geflüchtet sei und sich später der Bayreuther Polizei gestellt habe. Außerdem seien nach der Tat Verletzungen festgestellt worden, die ärztlich behandelt worden seien.

Nach Informationen der Polizei handle es sich bei dem mutmaßlichen Täter um den Freund der ältesten Tochter des ermordeten Ehepaares. Gegenüber dem Ermittlungsrichter soll er keine Angaben gemacht haben – anders als bei seiner polizeilichen Vernehmung, sagt Lampert.

Wie die Bild berichtet, soll die älteste Tochter zusammen mit dem mutmaßlichen Täter noch versucht haben, zu fliehen. Es sei ihnen nicht gelungen, das Auto der Eltern in der Garage zu starten. Es sei jedoch laut Bild noch nicht klar, wie die beiden dann vom Tatort wegkamen. Zu einem versuchten Autodiebstahl möchte Lampert nach dem Bericht von inFranken aufgrund des aktuellen Ermittlungsstandes keine Angaben machen.

Update vom 11. Januar 2022 um 10:37 Uhr: Ehepaar möglicherweise im Schlaf erstochen

Die beiden Opfer der Bluttat, kamen offenbar in ihrem Schlafzimmer um, welches sich im Keller des Hauses befand, wie Martin Dippold, Bayreuths Leitender Oberstaatsanwalt auf Anfrage des bt bestätigt. Auch habe sich der mutmaßliche Täter selbst der Polizei gestellt. Er habe Sonntagnacht gegen 4 Uhr morgens bei der Polizeiinspektion Bayreuth-Stadt in der Werner-von-Siemens-Straße geklingelt und sich gestellt.

Aufgrund der laufenden Ermittlungen könne er jedoch keine Angaben zu einem möglichen Tatmotiv machen, so Dippold im Gespräch mit dem bt.

Update vom 10. Januar 2022 um 16:15 Uhr: Mutmaßlicher Täter in Justizvollzugsanstalt gebracht

Vor Ort im Einfamilienhaus übernahm noch in der Nacht die Spurensicherung der Kriminalpolizei Bayreuth die Ermittlungen, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Nach bisherigen Erkenntnissen war der 18-Jährige der Freund der ältesten Tochter und verbrachte deshalb die Nacht dort, so die Polizei weiter. Warum es zu einem derartigen Gewaltausbruch kam, ist weiterhin Gegenstand der kriminalpolizeilichen Ermittlungen.

Die vier minderjährigen Kinder des Ehepaars befanden laut Polizei sich zur Tatzeit in verschiedenen Zimmern im Haus. Beamte der Kriminalpolizei, die Notfallseelsorge sowie das Jugendamt kümmerten sich um die Betreuung der Betroffenen.

Der Festgenommene wurde am frühen Montagnachmittag, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bayreuth, dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Untersuchungshaftbefehl gegen den 18-Jährigen, der unter dringendem Verdacht steht, das Ehepaar ermordet zu haben. Er befindet sich laut Polizei nun in einer Justizvollzugsanstalt.

Update vom 10. Januar 2022 um 11:06 Uhr: Mutmaßlicher Täter mit „Kontakt“ zur Tochter der getöteten Eltern

Ein 18-Jähriger wird dringend verdächtigt, am Sonntag in Mistelbach (Landkreis Bayreuth) ein Ehepaar getötet zu haben. Am Montagvormittag (10. Januar 2022) hat sich das Polizeipräsidium zu der furchtbaren Tat geäußert.

Die Polizei geht nach aktuellem Stand davon aus, dass der 18-Jährige „Kontakt“ zur Tochter des getöteten Ehepaares hatte. Die Ermittler nehmen derzeit an, dass es sich um einen allein handelnden Täter handle, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums der Nachrichtenagentur News5 mitteilte. Die Tochter habe demnach nichts mit der Tat zu tun.

Der Tatverdächtige befinde sich derzeit bei der Kriminalpolizei. Am frühen Nachmittag soll der junge Mann einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Bayreuth vorgeführt werden.

Update vom 09. Januar 2022 um 16:56 Uhr: Nach Mord an Ehepaar in Mistelbach: zuletzt „Ärger und Probleme“ in der Familie der getöteten Eltern

In den frühen Morgenstunden des 9. Januar 2022 kam es im Mistelbach bei Bayreuth zu einem Tötungsdelikt. Ein Ehepaar ist dabei im eigenen Wohnhaus durch mehrere Stichverletzungen zu Tode gekommen. Polizeibeamte fanden nachts im Keller die beiden leblosen Eheleute. Beim Ehemann (51) handelt es sich um einen anerkannten und beliebten Kinderarzt.

Der getötete Vater und die getötete Mutter hinterlassen vier minderjährige Kinder. Die seien während der Bluttat im Haus gewesen. Nicht alle hätten jedoch die Tat unmittelbar mitbekommen.

Der Tatverdächtige (18) soll die Nacht im Haus des getöteten Ehepaars verbracht haben. Laut des Portals Nordbayern.de soll es wegen des Freundes der ältesten Tochter zuletzt „Ärger und Probleme“ gegeben haben. Nordbayern.de bezieht sich dabei auf Aussagen von Nachbarn.

Auf erneute bt-Anfrage beim Polizeipräsidium Oberfranken wollte ein Sprecher nicht bestätigen, dass es sich beim Tatverdächtigen um den Freund der Tochter handle. Die Kripo Bayreuth und die Staatsanwaltschaft ermitteln unter Hochdruck. Der Sprecher verwies auf eine Erklärung, welche die Polizei am Montag veröffentlichen werde.

Update vom 09. Januar 2022 um 13:35 Uhr: Getötete Eltern im Landkreis Bayreuth hinterlassen vier Kinder unter 18 Jahren

Ehepaar in Mistelbach bei Bayreuth getötet: Kurz nach Mitternacht in der Nacht auf Sonntag (09. Januar 2022) ist in Mistelbach bei Bayreuth ein Elternpaar getötet worden. Der dringend Tatverdächtige stellte sich noch in der Nacht im Bayreuth der Polizei.

Die Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberfranken hat nun weitere Details zu dem Fall bekanntgegeben. Demnach hinterlässt das ermordete Ehepaar vier minderjährige Kinder. „Die Kinder sind alle unter 18 Jahren“, sagte ein Sprecher auf bt-Anfrage. Demnach haben sich wohl alle Kinder während des Mordes im Haus aufgehalten. Die Kinder würden notfallpsychologisch betreut und befänden sich in der Obhut von Polizei und Jugendamt.

Weiter erklärte der Sprecher, dass der Tatverdächtige 18-Jährige sich nicht gewaltsam Zugang zum Haus verschafft habe. „Er wurde hereingelassen.“ In welchem Verhältnis der 18-Jährige zu den Eltern oder deren Kinder steht ist aktuell Gegenstand der Ermittlungen.

Erstmeldung vom 09. Januar 2022 um 11:19 Uhr: Doppelmord im Landkreis Bayreuth

Zwei Menschen in Mistelbach getötet: In der Nacht auf Sonntag (9. Januar 2022) sind in Mistelbach im Landkreis Bayreuth zwei Menschen getötet worden. Das teilt das Polizeipräsidium Oberfranken am späten Sonntagvormittag mit. Bei den beiden getöteten Personen handelt es sich um ein Ehepaar. Vor wenigen Wochen wurde in Bayern ein 14-jähriges Mädchen tot im Wohnhaus ihrer Eltern aufgefunden.

In den Morgenstunden des Sonntags kamen in Mistelbach zwei Menschen gewaltsam zu Tode. In enger Zusammenarbeit führen derzeit die Staatsanwaltschaft Bayreuth sowie die Kriminalpolizei Bayreuth die Ermittlungen. Ein 18-jähriger Tatverdächtiger stellte sich wenige Stunden nach der Tat selbst.

Mistelbach: Ehepaar getötet

Aufmerksame Anwohner bemerkten zunächst kurz nach Mitternacht Hilferufe im Nachbaranwesen und setzten den Notruf ab. Einsatzkräfte der Bayreuther Polizei betraten das Einfamilienhaus in Mistelbach und fanden im Keller zwei leblose Personen. Hierbei handelt es sich um ein dort wohnhaftes Ehepaar, eine 47-jährige Frau und ihr 51-jähriger Ehemann. Beide wiesen Stichverletzungen auf, wie die Polizei weiter mitteilt. In Franken soll ein Mann einen Doppelmord auf offener Straße verübt haben.

Mord: Tatverdächtiger (18) stellt sich der Polizei in Bayreuth

Die Polizei fahndete daraufhin mit einem Großaufgebot nach dem Tatverdächtigen. Gegen 4 Uhr habe sich der junge Mann selbst in Bayreuth gestellt. Die Polizeibeamten nahmen den 18-jährigen Mann im Bayreuther Stadtgebiet fest und brachten ihn ins Polizeipräsidium Oberfranken. Dort sitzt der dringend Tatverdächtige am Sonntagmorgen (09. Januar 2022) in einer Polizeizelle.

Die Hintergründe des Doppelmordes in Mistelgau sind aktuell noch unklar. Die Kriminalpolizei Bayreuth und die Staatsanwaltschaft Bayreuth ermitteln. Nach bisherigen Erkenntnissen hielt sich der Tatverdächtige berechtigt im Anwesen des ermordeten Ehepaares in Mistelbach auf. Er wird am Montag (10. Januar 2022) einem Richter vorgeführt. Lesen Sie auch: Deshalb wurde nach dem Mord an Daniel W. die Soko Radweg in Bayreuth aufgelöst.