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Vierköpfige Familie tot: Erste Obduktionsergebnisse liegen vor
Der Fall hat weit über den Landkreis Bamberg hinaus für Entsetzen gesorgt: In Strullendorf soll ein 52-jähriger Mann seine dreiköpfige Familie und danach sich selbst erschossen haben. Nun liegen erste Obduktionsergebnisse vor.
Update vom 26. Februar: Obduktion bestätigt Schussverletzungen
Im Fall der vier toten Familienmitglieder aus Strullendorf liegen erste Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchungen vor. Das Institut für Rechtsmedizin in Erlangen führte die Obduktion am Dienstag, den 24. Februar, durch.
Nach Angaben der Ermittler soll der Familienvater seine Frau und seine beiden minderjährigen Kinder erschossen haben, während sie schliefen. Schließlich habe er sich selbst getötet. Zudem habe es nach aktuellem Stand zuletzt am 16. Februar soziale Kontakte zur Familie gegeben.
Artikel vom 23. Februar: Vermieter schlägt Alarm
Bekannt geworden war der Fall am Sonntagabend. Gegen 19 Uhr verständigte der Vermieter eines Mehrfamilienhauses in der Tiergartenstraße die Polizei, nachdem er seine Mieter nicht erreichen konnte und aus der Wohnung einen ungewöhnlichen Geruch wahrgenommen hatte.
Beamte der Polizeiinspektion Bamberg-Land öffneten die Wohnung und fanden dort die Leichen einer vierköpfigen Familie: den 52-jährigen Vater, die 49-jährige Mutter sowie die beiden Kinder im Alter von 14 und 6 Jahren.
Artikel vom 23. Februar: Vermieter alarmiert Polizei
Gegen 19 Uhr rief der Vermieter eines Mehrfamilienhauses in der Tiergartenstraße die Polizei. Er hatte seine Mieter nicht erreichen können und zudem einen ungewöhnlichen Geruch aus der Wohnung wahrgenommen.
Eine Streife der Polizei Bamberg-Land öffnete daraufhin die Wohnung. In den Räumen entdeckten die Beamten die Leichen einer vierköpfigen Familie: den 52-jährigen Vater, die 49-jährige Mutter sowie die beiden Kinder im Alter von 14 und 6 Jahren.
Vater soll Familie erschossen haben
Nach ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei und der Staatsanwaltschaft Bamberg erschoss der 52-Jährige zunächst seine Ehefrau, dann den 14-jährigen Sohn und die sechsjährige Tochter. Anschließend richtete er die Waffe gegen sich selbst.
Der Mann besaß mehrere Schusswaffen legal. Nach Angaben der Polizei war er Sportschütze und Jäger.
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Motiv weiterhin unklar
Zum Motiv gibt es bislang keine Hinweise. Die Ermittlungen stehen noch am Anfang. Ein genauer Tatzeitpunkt ist ebenfalls nicht bekannt.
Für Dienstag ist die Obduktion der Leichen angesetzt. Die Ergebnisse könnten Aufschluss über den Todeszeitpunkt geben.
Kriseninterventionsteam im Einsatz
Der Einsatz war auch für die beteiligten Kräfte belastend. Deshalb wurde ein Kriseninterventionsteam eingeschaltet, das sowohl die Beamten als auch das Umfeld der Familie betreut.
Wie in solchen Fällen üblich, läuft ein Todesermittlungsverfahren. Die Kriminalpolizei arbeitet dabei eng mit der Staatsanwaltschaft zusammen. Neben Spurensicherungsmaßnahmen steht die Klärung der Hintergründe im Mittelpunkt.
Hilfe bei psychischer Belastung
Hilfe und Beratung bei Suizidgedanken gibt es rund um die Uhr unter der Nummer 0800 / 6553000 oder bei der Telefonseelsorge.











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