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Blutentnahme statt Party-Nacht: Polizei-Großeinsatz wegen Drogen am Steuer
Das Wochenende in Bayreuth endete für gleich mehrere Fahrer nicht im Bett, sondern bei der Blutentnahme im Klinikum. Die Beamten der Zentralen Einsatzdienste zogen bei massiven Kontrollen in der Innenstadt und der Altstadt zahlreiche berauschte Verkehrsnehmer aus dem Verkehr.
Drogen-Schock am Marktplatz: 17-Jähriger auf Crystal Meth
Besonders erschreckend war ein Vorfall in der Nacht von Freitag auf Samstag direkt auf dem Marktplatz. Polizisten kontrollierten dort einen 17-jährigen Schüler, der auf einem E-Scooter unterwegs war. Ein Drogenschnelltest lieferte ein verblüffendes Ergebnis: Der Jugendliche war positiv auf Methamphetamin (Crystal Meth).
Die Beamten unterbanden die Weiterfahrt sofort und ordneten eine Blutentnahme an. Neben einer empfindlichen Geldbuße steht für den Heranwachsenden nun auch eine Meldung an die Führerscheinstelle an, was weitreichende Folgen für seine künftige Fahrerlaubnis haben könnte.
Mischkonsum und „Medizinal-Hanf“ in der Jakobstraße
In der darauffolgenden Nacht geriet ein 43-Jähriger in der Jakobstraße ins Visier der Ordnungshüter. Der Mann war um 3:00 Uhr morgens auf einem E-Scooter unterwegs, als die Beamten sowohl Alkoholgeruch als auch Anzeichen für Marihuanakonsum feststellten. Der Fahrer behauptete zwar, das Cannabis aus medizinischen Gründen zu nutzen, doch seine Fahrtauglichkeit war mehr als fraglich.
Sollte die Blutuntersuchung den Verdacht auf Mischkonsum bestätigen, drohen ihm ein erhöhtes Bußgeld und ein striktes Fahrverbot für Kraftfahrzeuge aller Art. In der Kolpingstraße versuchte ein 28-Jähriger zudem vergeblich, seine Drogen im Tabak und unter dem Sitz zu verstecken. Auch hier endete die Nacht mit einem sichergestellten Fahrzeugschlüssel und einer erzwungenen Blutentnahme.
Sturzbetrunken im Sattel: Mit 2 Promille auf dem Fahrrad
Dass „Don’t drink and drive“ auch für Radfahrer gilt, musste ein 50-jähriger Bayreuther schmerzhaft lernen. Er wurde am Samstagmorgen gegen 3:30 Uhr gestoppt, nachdem die Polizisten einen extrem deutlichen Alkoholgeruch wahrgenommen hatten. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über 2 Promille.
Auch auf dem Fahrrad ist dies kein Kavaliersdelikt mehr, sondern erfüllt den Straftatbestand der Trunkenheit im Verkehr gemäß §316 StGB. Für den Mann bedeutete das: Das Rad blieb stehen, der Heimweg musste zu Fuß fortgesetzt werden, und eine hohe Geldstrafe ist ihm sicher.
Führerschein-Entzug in der Altstadt
Wenig später, ebenfalls in den frühen Morgenstunden des Samstags, stoppte die Polizei einen BMW in der Straße Neunundneunzig Gärten. Bei dem 29-jährigen Fahrer stellten die Beamten einen Alkoholwert von deutlich über 1,1 Promille fest. Da dieser Wert als absolute Fahruntüchtigkeit gilt, kassierten die Polizisten den Führerschein des Mannes noch vor Ort ein.
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Einsätze am Nordring: Besuchsfahrt gestoppt
Bereits am Freitagabend gegen 22:00 Uhr erwischte es einen 25-jährigen Pegnitzer am Nordring. Der junge Mann war unter dem Einfluss von Cannabis nach Bayreuth gekommen, um jemanden zu besuchen. Trotz kooperativem Verhalten verstanden die Beamten keinen Spaß: Das Auto wurde verkehrssicher abgestellt, die Weiterfahrt untersagt und eine Blutentnahme durchgeführt.
FAQ
Gilt ein Fahrverbot nur für Autos?
Nein, bei Verstößen unter Drogen- oder Alkoholeinfluss kann das Fahrverbot für jedwedes Kraftfahrzeug ausgesprochen werden, was auch E-Scooter und Mofas mit einschließt.
Darf ich betrunken Fahrrad fahren?
Nein, ab einem bestimmten Wert (spätestens ab 1,6 Promille, bei Ausfallerscheinungen früher) begeht man eine Straftat, die eine hohe Geldstrafe und Auswirkungen auf den Autoführerschein haben kann.
Was passiert, wenn ich einen Drogentest verweigere?
Eine Weigerung schützt nicht vor Konsequenzen. Bei begründetem Verdacht ordnet die Polizei eine Blutentnahme an, die zur Not auch ohne Zustimmung des Fahrers im Klinikum durchgeführt wird.



Symbolbild Obdachlose(r) Symbolfoto: Pixabay
Symbolbild Krankenwagen: Pixabay 








Symbolbild: Mann steht an der Bushaltestelle und wartet vergeblich auf den Bus. ©bt-Redaktion
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