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Volksfest

Bayreuther Volksfest 2025: Wenig Zwischenfälle, viele glückliche Gesichter

Zehn Tage voller Musik, Fahrgeschäfte und kulinarischer Genüsse: Das Bayreuther Volksfest 2025 ist zu Ende gegangen. Aus Sicht aller Beteiligten lässt sich ein durchweg positives Fazit ziehen.

Für einen besonders berührenden Moment sorgte das Hospizmobil des Kreisverbands Bayreuth des Bayerischen Roten Kreuzes. Am Samstag wurde einer 79-jährigen Patientin ermöglicht, noch einmal das Volksfest zu besuchen – begleitet von ehrenamtlichen Sanitätern in einem speziell ausgestatteten Krankenwagen. Fast zwei Stunden verbrachte sie auf dem Festplatz, sichtlich gerührt und erfüllt: “Seit drei Wochen hab ich mich auf den Tag gefreut, und es war so schee.”

Starker Einsatz – ruhig verlaufendes Fest

Doch nicht nur bei besonderen Herzenswünschen waren die Helfer des Roten Kreuzes zur Stelle: In Summe leisteten die Kameraden der Bereitschaften Bayreuth I, Warmensteinach, der Bereitschaftsjugend und der Wasserwacht Weidenberg rund 600 ehrenamtliche Stunden.

Polizei: Ausgelassen, aber friedlich

Auch die Polizei zieht eine positive Bilanz. Nach dem Eröffnungstag, an dem es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern kam, blieb das Volksfest weitgehend störungsfrei.

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Veranstalter zufrieden

Die Bayreuth Marketing und Tourismus GmbH (BMTG) zeigt sich mit dem Verlauf des Volksfests 2025 grundsätzlich zufrieden. Auch wenn das Wetter – mit starkem Regen am ersten Wochenende und hochsommerlichen Temperaturen am zweiten – den Besucherandrang schwankend beeinflusste, sei die Stimmung gut gewesen. Besonders am Familientag herrschte reger Betrieb.

Allerdings äußerten einige Besucher Bedauern über das fehlende Festzelt und das nicht aufgebaute Riesenrad. Letzteres konnte aufgrund eines Herstellerfehlers beim neuen Modell nicht vom TÜV freigegeben werden. Der Schausteller kündigte jedoch an, im kommenden Jahr wieder dabei sein zu wollen.

Das Festzelt wurde bewusst nicht eingeplant: “Unsere Genussgärten bieten vielfältige kulinarische und musikalische Angebote – ein Festzelt ist organisatorisch und personell aufwendig und wurde in der Vergangenheit zu wenig genutzt”, so Guth.

Verbesserungen für 2026 geplant

Für das kommende Jahr plant die BMTG einige Optimierungen. So sollen Ausschilderung und Erkennbarkeit der Park- und Taxiplätze überarbeitet werden. Besonders die Haltebucht am Haupteingang war aufgrund des Sicherheitskonzepts schlecht gekennzeichnet, was zu Missverständnissen führte. Auch wurde mehrfach beobachtet, dass Behindertenparkplätze unrechtmäßig genutzt wurden. Im kommenden Jahr möchte die BMTG mit den Behörden in Austausch kommen, um das Problem zu lösen und die Parksituation zu optimieren.

Ein weiteres Ziel ist es, einzelne Wochentage – etwa Dienstag oder Donnerstag – attraktiver zu gestalten. Zudem sollen Überschneidungen mit anderen Veranstaltungen in Bayreuth künftig besser abgestimmt werden.

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Blick nach vorn

Die Veranstalter blicken optimistisch ins nächste Jahr: mit neuen Ideen, einem bewährten Sicherheitskonzept und dem Ziel, erneut viele strahlende Gesichter auf dem Festplatz zu sehen.