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Silvester

Private Feuerwerke: Spaß mit Schattenseiten – ein fränkischer Hersteller berichtet

Private Feuerwerke gehören für viele zum Jahreswechsel, stehen aber zunehmend in der Kritik. Ein fränkischer Feuerwerkshersteller berichtet von guter Geschäftslage, aber auch von Anfeindungen und Drohungen.

Das Knallen ins neue Jahr ist für viele, vor allem für junge Menschen, ein fester Bestandteil der Feier. Gleichzeitig wächst die Kritik. Themen wie Umweltbelastung, Tierschutz und Sicherheit rücken immer stärker in den Fokus. Die Frage stellt sich: Hat das private Silvesterfeuerwerk noch eine Zukunft?

Feuerwerksverbotszonen in Bayreuth

In Bayreuth gibt es klar ausgewiesene Feuerwerksverbotszonen. Vor allem in der dicht bebauten Altstadt ist das Zünden von Feuerwerk aus Gründen des Brand- und Gebäudeschutzes untersagt.

Hier können Sie sich näher über die Feuerwerksverbotszonen in Bayreuth informieren.

Zudem bittet die Stadt darum, auch in der Nähe von Tierparks, Tierheimen und dem Lindenhof kein Feuerwerk abzubrennen, um Rücksicht auf den dortigen Tierbestand zu nehmen.

Für viele ist das Feuerwerk Ausdruck von Freude und Gemeinschaft. Für Tiere und die Umwelt ist der Jahreswechsel dagegen eine große Belastung. Lärm, Feinstaub und Müll sorgen jedes Jahr erneut für Kritik von Gegnern des privaten Feuerwerks.

Röder Feuerwerk: Ein Anbieter aus Franken

Röder Feuerwerk ist ein spezialisierter Feuerwerksanbieter mit Sitz in Schlüsselfeld im Landkreis Bamberg. Das Unternehmen betreibt einen großen Online-Shop sowie einen stationären Lagerverkauf. Röder wirbt mit dem umfangreichsten Sortiment im deutschen Onlinehandel und ist besonders in Franken und Bayern eine zentrale Adresse für Feuerwerksfans.

Anfeindungen gegen den Hersteller

Neben sachlicher Kritik sieht sich Röder Feuerwerk zunehmend mit persönlichen Angriffen konfrontiert, berichtet der Hersteller gegenüber NEWS5. Geschäftsführer Heiko Röder spricht von Drohungen und Anfeindungen. Neben ablehnenden Kommentaren gebe es eine kleine, aber aggressive Gruppe von Gegnern.

„Da kriegt man dann auch schon durchaus mal einen Drohbrief oder eine E-Mail oder wird im Netz gern mal gepöbelt“, so Röder.

Die Inhalte seien teils extrem. Es habe Aussagen gegeben wie: Das Lager solle abgefackelt werden oder Mitarbeitern solle Gewalt angetan werden.

Drohungen beschäftigen Behörden

Ein besonders schwerwiegender Drohbrief wurde nach Angaben des Unternehmens an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Ermittlungen verliefen jedoch im Sande, da kein Absender angegeben war. Auch Anfeindungen im Internet seien meist anonym und schwer nachzuverfolgen. Die Drohungen hinterlassen dennoch Spuren und sorgen für Verunsicherung.

Auslöser der Angriffe ist offenbar die seit Jahren geführte Debatte über Umwelt, Sicherheit und ein mögliches Böllerverbot. Dass Protest in persönliche Bedrohungen umschlägt, sieht Röder als gefährliche Entwicklung. Die Diskussion werde zunehmend emotional und aggressiv geführt.

Geschäft läuft trotz Kontroversen gut

Trotz aller Kritik und Drohungen ist die Nachfrage nach Feuerwerk hoch. Die aktuelle Saison läuft nach Angaben des Unternehmens sehr gut. Der Konflikt zeigt jedoch deutlich, wie tief gespalten die Gesellschaft beim Thema Silvesterfeuerwerk inzwischen ist.