Zuletzt aktualisiert am

Senioren

Radanhänger gegen Einsamkeit geht in die Winterpause

Am Stadtfriedhof stand den Sommer über regelmäßig ein mobiles Café der Malteser. Im Frühling soll es wiederkommen – hoffentlich an mehreren Standorten.

Ehrna geht in die Winterpause. “Ehrna” heißt der Radanhänger, der den Sommer über regelmäßig auf dem Platz am Eingang des Stadtfriedhofs zur Kaffee- und Kuchentheke wurde. Jeden zweiten Donnerstag hat das mobile Café Menschen dazu eingeladen zusammenzukommen und sich auszutauschen. In erster Linie richtet sich das Angebot an Seniorinnen und Senioren, die zurückgezogen und dennoch, zumindest in Teilen mobil, sind.

Im Frühjahr waren wir auch schon mal bei Ehrna zu Besuch

Ein gutes Gefühl im mobilen Café

Dieses Konzept ist aufgegangen. Der älteste regelmäßig teilnehmende Gast ist 98 Jahre alt und verbindet den Besuch des Grabes seiner verstorbenen Frau, mit einem Besuch des mobilen Cafés, wo er sich über ein Stück Kuchen und die Ansprache durch die Malteser Ehrenamtlichen freut. Auch Margit kommt regelmäßig und seit Beginn der Aktion: Vor zweieinhalb Jahren ist ihr Mann gestorben, ihr gebe der Besuch beim mobilen Café ein gutes Gefühl. Sie erzählt wie sie einmal zu einer Beerdigung auf einem anderen Friedhof war und dann extra noch zu Ehrna gefahren ist, „weil ich wusste, dass es mir einfach gut tut hier zu sein“.

Herzlich aufgenommen beim Fahrradanhänger am Stadtfriedhof

Herbert berichtet davon, dass er in der letzten Zeit leider im Freundeskreis einige Verluste erleben musste. Bei einer der Beerdigung hat er das Schild der Malteser entdeckt und wollte es sich „einfach mal anschauen“. Er sagt er wurde „gleich so freundlich und herzlich aufgenommen“, dass er jetzt gezielt zu den Terminen kommt.

Seniorenbeirat ist begeistert

Manfred Müller vom Seniorenbeirat der Stadt Bayreuth gibt zu bedenken, dass es viele Angebot in Bayreuth für Senioren gibt, diese aber entweder nicht davon erfahren oder sie sich nicht hin trauen. Deswegen ist das mobile Café so gut, da es zu den Leuten kommt.

Positives Fazit zum Projekt Ehrna

Auch Michaela Buschel, die das Projekt bei den Maltesern verantwortet, zieht ein positives Fazit. Rund 25 Gäste sind jedes Mal gekommen, wenn das mobile Fahrradcafé am Friedhof Station gemacht hat. Da das Angebot in so kurzer Zeit so gut angenommen wurde, gab es bereits Anfragen von verschiedenen Seiten mehr Standorte innerhalb Bayreuths zu bespielen. Im Frühjahr startet Ehrna wieder. Der genaue Termin wird dann öffentlich bekannt gegeben.

Im Frühjahr geht es weiter

Das ehrenamtliche Team bedankt sich außerdem bei der Raps-Stiftung, der Friedhofsverwaltung, dem Friedhofsausschuss, dem Seniorenamt mit Seniorenbeirat und der Familie, die das Fahrrad in ihrer Garage beherbergt.