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ROFU Kinderland Bayreuth: Zukunft nach Insolvenz geklärt
ROFU Kinderland hat die Insolvenz mit 77 seiner 104 Filialen überstanden. Die Gläubiger haben dem Insolvenzplan einstimmig zugestimmt, ein Investor übernimmt den Betrieb. Für Bayreuth und drei weitere Standorte in Oberfranken herrscht nun Klarheit.
Ab dem 1. August 2026 ist ROFU Kinderland offiziell aus der Insolvenz entlassen. Die Kids & School Holding GmbH übernimmt als Investor den Geschäftsbetrieb sowie die wesentlichen Vermögenswerte. Rund 1.150 Arbeitsplätze bleiben dadurch bundesweit erhalten.
ROFU Kinderland Bayreuth bleibt erhalten
Der Standort Bayreuth bleibt erhalten. Das bestätigt ein Pressesprecher der Kommunikationsagentur relatio PR, die für die zuständige Kanzlei PLUTA kommuniziert. Auch die Filialen in Marktredwitz und Dörfles-Esbach führt ROFU Kinderland weiter. Der Standort in Kulmbach gehört jedoch zu den Filialen, die nicht übernommen werden. Damit endet für die Region Oberfranken eine monatelange Unsicherheit.
Die ROFU Kinderland Spielwarenhandelsgesellschaft GmbH hatte im Januar 2026 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung angemeldet. Nun ist der Prozess abgeschlossen. Ende Juni 2026 stimmten alle Gläubigergruppen im Erörterungs- und Abstimmungstermin dem Insolvenzplan einstimmig zu. Anschließend erfüllte das Unternehmen sämtliche Bedingungen des Plans. Das Amtsgericht Idar-Oberstein hob das Verfahren daraufhin auf.
Bayreuther Mitarbeitende haben Gewissheit
Bereits im April 2026 hatte ROFU eine Investorenvereinbarung mit der Kids & School Holding GmbH bekanntgegeben. Über den Insolvenzplan wurde diese Lösung nun rechtlich verbindlich umgesetzt. Für Oberfranken zählen dazu konkret die Standorte Bayreuth, Kulmbach, Marktredwitz und Dörfles-Esbach bei Coburg.
„Der Standort Bayreuth bleibt erhalten, ebenso die Standorte in Marktredwitz und Dörfles-Esbach. Alle Mitarbeiter werden ebenfalls übernommen“, erklärt der Pressesprecher von relatio PR.
Damit ist die Zukunft dieser drei Filialen gesichert. Bundesweit sind jedoch 27 der ursprünglich mehr als 100 Standorte nicht Teil des Erwerberkonzepts. Diese Filialen, darunter auch der Standort Kulmbach, führen noch bis Ende Juli 2026 einen Abverkauf durch und werden anschließend an die Vermieter zurückgegeben.
Die Unternehmenszentrale verbleibt am bisherigen Hauptsitz in Hoppstädten-Weiersbach in Rheinland-Pfalz.
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Restrukturierung unter Sanierungsexperten von PLUTA
Seit Januar 2026 wurde ROFU Kinderland von Sanierungsexperten der PLUTA-Gruppe begleitet. Marcus Katholing übernahm als Sanierungsgeschäftsführer die Restrukturierung gemeinsam mit Geschäftsführer Michael Fuchs. Unterstützt wurde das Team von Daniela Schneider sowie Rechtsanwalt Stefan Warmuth von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH. Rechtsanwältin Annemarie Dhonau von der Kanzlei Schiebe und Collegen wachte als Sachwalterin über das Verfahren.
„Die einstimmige Zustimmung der Gläubiger zum Insolvenzplan ist ein starkes Signal und schafft Klarheit für die Zukunft von ROFU“, sagt Katholing. Er und Fuchs scheiden nach Abschluss der Sanierung planmäßig aus der Geschäftsführung aus. Auch Sachwalterin Dhonau äußert sich zufrieden: „In der Eigenverwaltung ist eine Lösung gelungen, die den Fortbestand von ROFU langfristig sichert.“
Neuer Investor setzt auf stationären Handel
Die künftigen Gesellschafter Achim Weniger und Bernd Stocker bringen langjährige Branchenerfahrung mit. „Wir freuen uns darauf, ROFU künftig weiterzuentwickeln. Unser Ziel ist es, die Marktposition von ROFU als stationärer Spielwarenhändler zu stärken“, sagt Weniger von der Kids & School Holding GmbH. Der Investor setzt dabei auf effizientere Prozesse und engere Partnerschaften mit Lieferanten.
ROFU Kinderland gilt seit über 40 Jahren als einer der führenden Spielwarenhändler im Südwesten Deutschlands. Das Sortiment reicht von bekannten Marken bis zu Kinderbüchern, Schulbedarf und Gesellschaftsspielen.
Artikel von 22. Januar 2026: Insolvenz in Eigenverwaltung – Geschäftsführung bleibt an Bord
Im Rahmen der Eigenverwaltung bleibt die bisherige Geschäftsführung um Michael Fuchs im Amt. Ziel ist es, das Unternehmen aus eigener Kraft zu sanieren, begleitet von externen Restrukturierungsexperten. Zur vorläufigen Sachwalterin bestellte das Gericht Rechtsanwältin Annemarie Dhonau LL.M. von der Kanzlei Schiebe und Collegen. Sie überwacht das Verfahren und wahrt die Interessen der Gläubiger.
Geschäftsführer Fuchs erklärte gegenüber Medien, ein Sanierungskonzept liege bereits vor und werde nun umgesetzt. Der Geschäftsbetrieb laufe – sowohl in den Filialen als auch im Online-Shop – uneingeschränkt weiter.
Schwaches Weihnachtsgeschäft und steigende Kosten als Hauptgründe
ROFU nennt mehrere Ursachen für die finanzielle Schieflage:
- ein enttäuschendes Weihnachtsgeschäft,
- eine anhaltende Konsumzurückhaltung,
- gestiegene Kosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette,
- sowie ein zunehmend intensiver Wettbewerb im Nonfood-Handel.
Gerade Spielwarenhändler stehen unter Druck: Online-Konkurrenz, hohe Lagerkosten und sinkende Margen treffen auch traditionsreiche Ketten.
20.000 Artikel – aber der Preisdruck wächst
ROFU Kinderland verfügt über ein breites Sortiment von mehr als 20.000 Artikeln. Dazu zählen bekannte Marken wie LEGO, Playmobil, Hasbro oder Schleich, aber auch Eigenmarken wie Besttoy, Mica Living und Mica Festival. Das Angebot reicht von Spielwaren über Bastelbedarf bis hin zu saisonaler Dekoration.
Doch genau diese Sortimentsbreite macht den Konzern anfällig für Kostensteigerungen – etwa bei Logistik, Energie und Personal.
ROFU in Franken: Elf Standorte betroffen
Nach Unternehmensangaben ist ROFU in Franken an elf Standorten vertreten. In Oberfranken sind das
- Bayreuth
- Dörfles-Esbach (Landkreis Coburg)
- Kulmbach
- Marktredwitz
Sanierung mit Investoren? Hoffnung und Risiko zugleich
In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob ROFU Kinderland den angestrebten Weg der „umfassenden strategischen Neuausrichtung“ erfolgreich gehen kann oder ob Einschnitte unausweichlich sind.
Für Bayreuth ist Geduld gefragt
Für Bayreuth und die Region gilt vorerst: Abwarten, aber genau hinschauen. Die Insolvenz in Eigenverwaltung ist kein sofortiges Aus – sie ist eine Chance. Doch sie ist auch ein Prüfstein dafür, welche Rolle der Standort Bayreuth künftig im ROFU-Konzern spielen wird.
FAQs
Bleibt die ROFU-Filiale in Bayreuth geöffnet?
Ja. Der Standort Bayreuth bleibt laut Unternehmen dauerhaft erhalten, ebenso wie Marktredwitz und Dörfles-Esbach.
Was passiert mit den Mitarbeitern von ROFU Kinderland?
Alle Mitarbeiter der fortgeführten Standorte werden übernommen. Bundesweit sichert die Lösung rund 1.150 Arbeitsplätze.
Wer übernimmt ROFU Kinderland?
Die Kids & School Holding GmbH übernimmt als Investor den Geschäftsbetrieb sowie die wesentlichen Vermögenswerte.
Ab wann ist die Insolvenz offiziell beendet?
Das Amtsgericht Idar-Oberstein hat das Verfahren aufgehoben. Ab dem 1. August 2026 gilt ROFU Kinderland rechtlich als saniert.
Welche Filialen schließen?
27 von ursprünglich 104 Standorten sind nicht Teil des Erwerberkonzepts und werden bis Ende Juli 2026 abverkauft.












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