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Grüne nominieren Sabine Steininger zur OB-Kandidatin
von bt-Redaktion
Die Mitglieder der Grünen haben den Vorschlag des Parteivorsitzes angenommen und Sabine Steininger offiziell als OB-Kandidatin bestätigt.
Update am 21. August 2024
Nachdem die erste Nominierungsversammlung aufgrund der versehentlich fehlenden Einladung stimmberechtigter Mitglieder wiederholt werden musste, hat Bündnis 90/Die Grünen Bayreuth-Stadt Sabine Steininger am Montag, den 18. August 2025, erneut einstimmig zur Oberbürgermeisterkandidatin gewählt. Steininger zeigte sich durch die überwältigende Unterstützung in ihrem Engagement bestärkt und betonte ihr Ziel, Gutes in Bayreuth zu bewahren und Neues zu beleben. Der Kreisverband unterstreicht die Wichtigkeit transparenter und demokratischer Verfahren und sieht sich durch das klare Votum der Mitglieder gestärkt für den kommenden Wahlkampf.
ursprüngliche Meldung vom 11. Juli 2025
Bei der Versammlung in der Klimalounge Bayreuth votierten die Mitglieder der Grünen mit 41 Ja-Stimmen und nur einer Enthaltung für die 59-jährige Fraktionsvorsitzende im Bayreuther Stadtrat. In ihrer Bewerbungsrede betonte Steininger die Herausforderungen, vor denen Bayreuth stehe – besonders im Bereich Stadtentwicklung und Klimaschutz. Sie sagte:
„Klimaschutz in Bayreuth braucht konsequente Maßnahmen, um die hohe Lebensqualität zu erhalten und die Stadt zukunftssicher zu gestalten“
Auch solide Stadtfinanzen, Investitionen in Bildung, Daseinsvorsorge und mehr Stadtgrün gehören zu ihren politischen Schwerpunkten. „Wirtschaftliche Vernunft und Klimaschutz sind kein Gegensatz – sie bedingen sich gegenseitig“, so Steininger. Mit einem Appell an die Parteibasis schloss sie ihre Rede: „Um in Bayreuth Gutes bewahren und Neues beleben zu können, benötige ich eure Unterstützung.“
Kreisvorsitzender Ulf Boderius sprach von einem „starken Signal“ für die Kandidatin, MdL Tim Pargent lobte ihre Führungsqualitäten und Kreisgeschäftsführerin Laura Schaller hob den Aufbruchsstimmung der Versammlung hervor.
Neben der OB-Nominierung wurden zwei neue Beisitzerinnen in den Kreisvorstand gewählt. Wahlkampfmanager Lasse Heißler kündigte erste Aktionen für den Sommer an – darunter einen Informationsstand am Samstag, 12. Juli, in der Innenstadt.
Artikel vom 16. Juni: Vorstand schlägt Kandidatin vor
„Ich würde nicht kandidieren, wenn wir nicht eine Chance hätten“, erklärt Sabine Steininger selbstbewusst. Seit 16 Jahren ist sie ein engagiertes Mitglied der GRÜNEN im Bayreuther Stadtrat und seit 2013 Fraktionsvorsitzende. Die erfahrene Kommunalpolitikerin äußert sich zu einer möglichen Kandidatur für das Amt der Oberbürgermeisterin in Bayreuth.
Hohe Verantwortung in herausfordernden Zeiten
Steininger ist sich der Tragweite des Amtes im Klaren: „Ich bin mir dessen bewusst, dass das Amt der Oberbürgermeisterin viel Arbeit und viel Verantwortung bedeutet. Und das in Zeiten, in denen die Herausforderungen immer größer und die Finanzmittel immer kleiner werden.“ Trotzdem sieht sie sich gut gerüstet. Sie betont, dass sie auf ein erfahrenes Team von Referentinnen und Referenten zählen kann.
Zusammenarbeit mit der Verwaltung: Ein Schlüssel zum Erfolg
Ihre 16 Jahre im Stadtrat haben Steininger eine wichtige Lektion gelehrt: „Es geht nur mit der Verwaltung. Und die Verwaltung ist motiviert, das Beste für die Stadt zu schaffen.“ Dieses Verständnis für die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung ist ein zentraler Aspekt ihrer politischen Philosophie. Das Wahlkampfteam wird durch die Vorstandschaft des Kreisverbands, die Grüne Jugend, die Stadtratsfraktion und als Wahlkampfmanager Lasse Heißler unterstützt.
Kritische Distanz zur aktuellen Stadtpolitik: „Leuchttürme sind nicht gekommen“
Auf das Verhältnis zum aktuellen Oberbürgermeister angesprochen, beschreibt Steininger eine Entwicklung von anfänglicher Harmonie zu einer zunehmend kritischen Distanz. „Mit dem Thomas kannst Du gut ein Bier trinken, der ist immer für eine Anekdote gut – auch wenn wir im Stadtrat diskutieren und streiten um die beste Lösung.“ Dennoch habe sich das Klima vor etwa zwei Jahren verändert, als sich in mehreren Fraktionen ein Umdenken abgezeichnet habe.
Steininger bemängelt, dass viele der vom Oberbürgermeister versprochenen „Leuchttürme“ nicht realisiert wurden. Als Beispiele nennt sie:
- Klinikumsneubau: Statt eines Neubaus auf der grünen Wiese gebe es lediglich einen Ersatzneubau, wie er bereits Jahre zuvor geplant war.
- „Mobilitäts-Hub“: Das geplante Parkhaus hinter dem Rathaus sei nicht umgesetzt worden.
- Hotel an der Lohengrin Therme und Probleme rund um die Stadtwerke: Hier fehlten Lösungen.
Friedrichsforum: Forderung nach konsequenterem Handeln
Besonders kritisch äußert sich Steininger zum Friedrichsforum. Sie fordert ein deutlich früheres und konsequenteres Eingreifen: „Bei der Baustelle hakt es ja von Anfang an und ich weiß nicht, ob er (der Oberbürgermeister) da schon mal bei einer Baubesprechung dabei war – ich würde mich da mal reinsetzen, zumindest für eine halbe Stunde und dann würde ich vielleicht sogar die Kontenance verlieren und laut werden, denn so geht es nicht. Das ist nicht mehr vermittelbar.“ Sie empfindet es als unzureichend, wie die Stadträte in den Prozess eingebunden wurden.
Blick nach vorn: Grüne Politik für Bayreuth
Trotz der Kritik blickt Sabine Steininger optimistisch in die Zukunft. Konkrete Pläne will sie noch nicht verraten, kündigt aber eine „grüne Politik“ an. Anfang Juli hofft sie auf die offizielle Nominierung durch die Mitglieder der GRÜNEN. Im Herbst plant sie dann, gemeinsam mit den Kandidatinnen und Kandidaten für die anstehende Kommunalwahl, ein umfassendes Wahlprogramm vorzustellen.











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