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Brand

Scheune bei Schlüsselfeld brennt lichterloh – Feuerwehr kämpft gegen Flammen und Frost

Ein Flammenmeer im alten Ortskern und zweistellige Minustemperaturen: Am Mittwochabend hielt ein Großbrand in Thüngfeld (Landkreis Bamberg) rund 200 Einsatzkräfte in Atem. Während die Scheune nicht mehr zu retten war, verhinderte die Feuerwehr Schlimmeres – trotz eingefrorener Pumpen.

Es ist kurz nach 20 Uhr am Mittwochabend (07.01.2026), als die Sirenen in Schlüsselfeld und Umgebung heulen. Wie das Newsportal News5 berichtet, stand im eng bebauten Schlüsselfelder Ortsteil Thüngfeld eine Scheune lichterloh in Flammen.

Wohnhäuser haarscharf geschützt

Die größte Sorge der Einsatzkräfte: Die Flammen könnten auf die direkt angrenzenden Wohnhäuser überspringen. In der engen Bebauung von Thüngfeld hätte das katastrophale Folgen gehabt. Mit einer sogenannten Riegelstellung – einer Wasserwand zwischen dem Brandobjekt und den Nachbargebäuden – gelang es den rund 200 Feuerwehrleuten jedoch, das Schlimmste zu verhindern. Die Wohnhäuser blieben unversehrt, doch die Scheune brannte komplett nieder.

Wasser in der Leitung gefroren

Als wäre das Feuer nicht schon genug, kämpften die Retter mit extremen Wetterbedingungen. Bei Temperaturen um die minus zehn Grad verwandelte sich die Einsatzstelle binnen Minuten in eine gefährliche Rutschbahn.

Die Kälte sorgte für massive technische Probleme:

  • Das Löschwasser gefror stellenweise direkt in den Armaturen.
  • Eine Pumpe fiel komplett aus, weil das Wasser darin zu Eis wurde.
  • Um die Sturzgefahr für die Einsatzkräfte zu bannen, mussten große Mengen Streusalz angefordert werden.

Nachdem das Feuer unter Kontrolle war, bot sich den Helfern ein bizarrer Anblick: Die Brandruine war von einem dicken Eispanzer überzogen – ein Zeugnis der extremen Wetterlage in dieser Nacht. Hier einige Fotos:

Ursache unklar: Kripo ermittelt in der Brandruine

Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Donnerstagmorgen hinein. Zurück bleibt ein Trümmerhaufen und ein erheblicher Sachschaden, der laut ersten Schätzungen im unteren sechsstelligen Bereich liegt.

Schon gelesen? In den letzten Tagen hat es in der Region mehrfach gebrannt. Zuletzt vor zwei Tagen in Altenreuth.

Noch in der Nacht hat der Kriminaldauerdienst die Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, wie es zu dem verheerenden Feuer kommen konnte. Hinweise auf die Brandursache gibt es aktuell noch nicht.