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Pächterwechsel im Schloss Emtmannsberg: Aus dem Castello wird das „Zum Otto“
Beim Schlossrestaurant in Emtmannsberg steht der nächste Pächterwechsel bevor: Nach gut zwei Jahren gibt Familie Fabozzi ihr „Castello“ aus familiären Gründen zum 30. September auf. Nachfolger wird ein alter Bekannter der Region: Otto Krug, der Kulmbach und Bayreuth jahrzehntelang gastronomisch geprägt hat, übernimmt ab Herbst mit seinem Team – aus dem italienischen Castello wird das fränkische Wirtshaus „Zum Otto“.
Vom 2. bis 6. September ist das Castello letztmals zu den gewohnten Zeiten geöffnet, danach schließt die einzige Gaststätte der Gemeinde vorübergehend ihre Türen. Erst zum 1. Juli 2024 hatte Michele Fabozzi das Schlossrestaurant als Familienbetrieb übernommen und dort mit seinem Bruder und seiner Frau italienische Küche aufgetischt.
Otto Krug: Vom Ruhestand zurück in die Schlossküche
Für Otto Krug ist der Sprung ins Schloss Emtmannsberg keine Rückkehr aus dem Nichts, sondern ein neues Kapitel nach einer langen Karriere. Der Küchenmeister aus Hauendorf, einem Ortsteil von Emtmannsberg, ist in der Region als „Kultgastronom“ bekannt: Zusammen mit Günter Geuther machte er die Alte Feuerwache in Kulmbach über Jahre hinweg zu einem weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannten Lokal, ehe er anschließend jahrelang die Gastronomie der Lohengrin-Therme in Bayreuth leitete. Erst im Sommer 2024 hatte sich Krug mit 72 Jahren offiziell aus der Gastronomie verabschiedet.
Ganz loslassen konnte der Wirt, den in Kulmbach und Bayreuth alle nur „den Otto“ nennen, seinen Beruf offenbar nicht: Im Ruhestand sei es ihm zu langweilig geworden, heißt es aus dem Umfeld des künftigen Pächters. Mit seinem Team will er sich nun im Schloss Emtmannsberg seinen Traum von einem typisch fränkischen Wirtshaus mit modernem Einschlag erfüllen. Besonders der Biergarten und die Nebenräume der Gaststätte hätten aus seiner Sicht großes Potenzial, das bislang nicht ausgeschöpft wurde.
Fränkische Küche statt Pizza und Pasta
Mit dem Pächterwechsel ändert sich auch die kulinarische Ausrichtung des Schlossrestaurants grundlegend: Stand bei den Fabozzis noch italienische Küche im Mittelpunkt, setzt Otto Krug künftig auf typisch fränkische Gerichte mit saisonalem Bezug. Eine wechselnde Wochenkarte soll Fisch-, Fleisch- und vegetarische Gerichte bieten, dazu regionale Biere vom Fass sowie Themenabende. Das Nebenzimmer der Gaststätte wird künftig neben Familienfeiern auch als Weinstube genutzt.
Los geht es zunächst mit einem reduzierten Angebot: Nach Vereinbarung öffnet das „Zum Otto“ für private Feiern, geschlossene Gesellschaften und Themenabende wie Gansessen oder Weihnachtsfeiern. Der reguläre Gastbetrieb soll dann im Frühjahr 2027 starten – voraussichtlich wie bisher von Mittwoch bis Samstag ab 17 Uhr sowie sonntags ab Mittag.
Was der Wechsel für Emtmannsberg bedeutet
Für die knapp 1.000-Einwohner-Gemeinde vor den Toren Bayreuths ist die Gaststätte im sanierten Schloss weit mehr als nur ein Restaurant: Sie ist die einzige Gastronomie im Ort. Als 2023 der vorherige Pächter aufgegeben hatte, bezeichnete Bürgermeister Gerhard Herrmannsdörfer den drohenden Leerstand als großen Einschnitt für die Anwohner. Entsprechend erleichtert klingt er nun mit Blick auf die Nachfolge: Mit dem Dorfladen, den Wander- und Radwegen und dem fränkischen Wirtshaus „Zum Otto“ bleibe Emtmannsberg ein attraktiver Ort vor den Toren Bayreuths, so Herrmannsdörfer.
Der Dorfladen direkt neben dem Schloss gilt bereits als kleine Attraktion der Gemeinde und zieht regelmäßig Besucher aus den umliegenden Orten an. Mit dem neuen Wirtshaus bekommt das historische Schlossensemble nun einen zweiten Anziehungspunkt.
Häufige Fragen
Wann schließt das Castello in Emtmannsberg?
Das Castello ist noch vom 2. bis 6. September 2026 zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet. Der Pachtvertrag von Familie Fabozzi endet zum 30. September 2026.
Wer übernimmt die Gaststätte im Schloss Emtmannsberg?
Küchenmeister Otto Krug aus Hauendorf, bekannt aus der Alten Feuerwache Kulmbach und der Lohengrin-Therme Bayreuth, übernimmt ab Herbst 2026 mit seinem Team die Schlossgaststätte und macht daraus das fränkische Wirtshaus „Zum Otto“.
Ab wann hat das „Zum Otto“ regulär geöffnet?
Zunächst öffnet das Wirtshaus nur nach Vereinbarung für private Feiern und Themenabende. Der reguläre Betrieb soll im Frühjahr 2027 starten, voraussichtlich Mittwoch bis Samstag ab 17 Uhr und sonntags ab Mittag.
Welche Küche gibt es künftig im „Zum Otto“?
Im Mittelpunkt steht die typisch fränkische Küche mit saisonalen Gerichten. Eine wechselnde Wochenkarte bietet Fisch, Fleisch und vegetarische Gerichte zu regionalen Bieren vom Fass, dazu Themenabende und eine Weinstube im Nebenzimmer.
Warum gibt Familie Fabozzi das Castello auf?
Familie Fabozzi muss den Pachtvertrag nach eigenen Angaben aus familiären Gründen zum 30. September 2026 auflösen – nach gut zwei Jahren, in denen sie das Schlossrestaurant italienisch geprägt hatte.












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