Zuletzt aktualisiert am
Nach Tierquälerei-Video: Hund bei neuer Familie
Ein Video aus Burgebrach im Landkreis Bamberg scheint zu zeigen, wie ein Mann auf einem Parkplatz mehrfach mit einem Stock auf einen Hund einschlägt. Der betroffene Hund wurde vom Halter abgegeben und befindet sich nun in einer neuen Familie. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter.
Nachdem die Tierrechtsorganisation PETA ein Video im Internet öffentlich gemacht hat, das einen Hundehalter beim Schlagen seines Tieres zeigen soll, haben Polizei und zuständige Behörden Ermittlungen aufgenommen. Nach neuesten Erkenntnissen entstand das Video am 15. Januar 2026.
Zwischenzeitlich hat der Halter den betroffenen Hund freiwillig abgegeben, wie die Polizei am 28. Februar berichtet. Er befinde sich nun in der Obhut einer neuen Familie.
Polizei Bamberg ermittelt gegen Hundehalter
Die Zentralen Einsatzdienste Bamberg haben die Ermittlungen übernommen. Gegen den Hundehalter wird wegen eines Vergehens gegen das Tierschutzgesetz ermittelt, berichtet Christian Raithel, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken.
Raithel zufolge würden aktuell Vernehmungen durchgeführt. Die Polizei ist in enger Abstimmung mit dem Landratsamt Bamberg und dem Veterinäramt. Auch die Entstehung des Videos ist Teil der Ermittlungen.
Welche Strafe droht bei Tierquälerei?
Ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz kann mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe geahndet werden. PETA weist darauf hin, dass Tierquälerei nach § 17 Nr. 2 des Tierschutzgesetzes mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden kann.
Landratsamt Bamberg informiert
Das Landratsamt Bamberg ist über den Fall informiert. Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden keine Details zu einem konkreten Verfahren genannt. Man gehe jedoch mit allen rechtlichen Möglichkeiten gegen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz vor.
PETA erstattet Anzeige
Die Tierrechtsorganisation PETA machte die Aufnahmen öffentlich und bezeichnet das Verhalten des abgebildeten Mannes als „massive Gewalt gegen ein wehrloses Tier“. Fachreferentin Lisa Redegeld erklärt:
„Wer einen Hund derart brutal schlägt, fügt ihm nicht nur erhebliche Schmerzen zu, sondern riskiert auch langfristige körperliche und psychische Schäden. Das Verhalten darf keinesfalls folgenlos bleiben.“
Am 19. Februar 2026 erstattete PETA Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Bamberg und informierte das Veterinäramt. Zudem forderte die Organisation, den Hund sofort aus der Haltung zu nehmen und ein Tierhalteverbot zu prüfen.











U18-Wahl in Bayreuth: So haben 563 Jugendliche in Stadt und Landkreis abgestimmt. In der Stadt liegt die SPD vorn, im Landkreis die AfD. © Landratsamt Bayreuth
© NEWS5 | Stephan Fricke