Bayreuther Tagblatt
Ein alter Schriftzug vom Bayreuther Tagblatt
  • Startseite
  • Nachrichten
    • Nachrichten aus Bayreuth
    • Nachrichten aus dem Landkreis Bayreuth
    • Nachrichten aus Kulmbach
    • Überregionale Nachrichten
    • Blaulicht
    • Wirtschaft
    • Politik in Stadt und Landkreis Bayreuth
  • Freizeit
    • Ausflüge
    • Bier
    • Essen & Ausgehen
    • Veranstaltungen
    • Shopping
    • Richard-Wagner-Festspiele
    • Faszination Franken
    • Theater
  • Sport
    • MpK Bayreuth / Basketball
    • Bayreuth Tigers / Eishockey
    • SpVgg Bayreuth / Fußball
    • HaSpo Bayreuth / Handball
    • Bayreuther Sportvereine
  • Ratgeber
    • Bauen und Wohnen
      • Wohnen, Einrichten & Lifestyle
      • Haus & Garten
    • Gesund und Fit
      • Sport
      • Wintersport
    • Serien & Kolumnen
      • bt-Lifestyle-Kolumne
      • bt-Immobilien-Kolumne
      • bt-Kultur-Kolumne
      • Hopfen & Malz – die bt-Bier-Kolumne
      • bt-Swutz-Kolumne
      • bt-Reise-Kolumne
      • bt-Technikexperten-Kolumne
      • bt-Metallexperten-Kolumne
      • bt-Finanz-Kolumne
      • Lost Places – Spuren des Umbruchs
      • Expedition Region
      • Gessn werd dahaam!
      • Bayreuth Historisch
        • Die Stadtteile
        • Die Bürgermeister
        • Historisch Allgemein
    • Arbeit & Ausbildung
      • Arbeit & Beruf
      • Ausbildung
      • Universität
    • Auto & Verkehr
    • Bildung, Wissenschaft & Technik
      • Bildung & Wissenschaft
      • Technik
      • Computer & Elektronik
    • Games & Spiele
  • Jobs
  • Firmenforum
  • Werben
  • bt-GastroGuide
  • Click to open the search input field Click to open the search input field Suche
  • Menü Menü

Frau stürzt von Eisenbahnbrücke in Bayreuth auf fahrendes Auto Galeria Insolvenz: Was jetzt aus dem Bayreuther Kaufhaus wird Halloween: Wo die Partys in Bayreuth steigen

Zuletzt aktualisiert am 28. September 2026 | 10:52

Mehr zu: Kriminalität

Schockanruf in Lichtenfels: Senior legt Betrüger mit leerer Tüte rein

von Katharina Müller-Sanke

Ein Anruf, ein angeblicher tödlicher Unfall, eine Kautionsforderung über 100.000 Euro: Mit dieser Masche wollten Betrüger am Dienstagnachmittag (22. September) einen 78-Jährigen in Lichtenfels um sein Erspartes bringen. Doch der Senior und sein Sohn drehten den Spieß um.

Betrug am Handy Symbolbild: Pixabay
Betrug am Handy Symbolbild: Pixabay

Der Fall aus dem Nachbarlandkreis reiht sich in eine lange Serie von Schockanrufen in Oberfranken ein. Auch in Stadt und Landkreis Bayreuth sind in den vergangenen Monaten immer wieder Menschen ins Visier von Telefonbetrügern geraten.

Über eine Stunde am Telefon: So lief der Betrugsversuch in Lichtenfels

Am Telefon meldete sich ein Mann, der sich als Polizist ausgab. Seine Geschichte: Der Sohn des 78-Jährigen habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Nur wenn die Familie eine Kaution von insgesamt 100.000 Euro zahle, lasse sich eine Haft verhindern. So schildern es die Staatsanwaltschaft Coburg und das Polizeipräsidium Oberfranken in einer gemeinsamen Mitteilung.

Der Vater hing bereits seit mehr als einer Stunde am Telefon, als sein Sohn – der angebliche Unfallverursacher – von dem Anruf erfuhr und die echte Polizei alarmierte. Der Senior blieb ruhig und hielt den falschen Beamten weiter in der Leitung, bis die Einsatzkräfte da waren.

Eine leere Tüte als Köder

Dann ging der 78-Jährige zum Schein auf die Forderung ein. Wie mit dem Anrufer abgesprochen, stellte er eine Tüte vor seine Haustür. Geld oder Wertsachen waren darin allerdings nicht.

Am Nachmittag tauchte eine Frau an der Adresse auf und nahm die Tüte mit. Als sie merkte, dass sie leer war, suchte sie nach der vermeintlich richtigen Tüte. In diesem Moment griffen die Ermittler der Kriminalpolizei Coburg zu und nahmen die 38-Jährige fest.

Mutmaßlicher Komplize wartete am Ortseingang

Parallel fiel den Beamten am Ortseingang ein Auto mit polnischem Kennzeichen auf. Darin saß ein 36-jähriger Mann. Nach bisherigem Ermittlungsstand soll er mit der mutmaßlichen Geldabholerin in Verbindung stehen.

Am Mittwoch brachte die Staatsanwaltschaft Coburg beide vor einen Ermittlungsrichter. Er erließ gegen die Frau und den Mann jeweils Haftbefehl.

Schockanrufe in Oberfranken: Auch Bayreuth ist betroffen

Der Lichtenfelser Fall ist kein Einzelfall. Erst am 16. September meldeten sich mehrere Menschen aus den Landkreisen Kronach, Lichtenfels und Kulmbach bei der Polizei, weil Betrüger sie mit Schockanrufen kontaktiert hatten. Ein Polizist entdeckte den mutmaßlichen Geldabholer später zufällig auf seinem Heimweg – wir haben darüber berichtet.

Auch im Landkreis Bayreuth schlugen die Täter zu: Im Juli erbeuteten falsche Polizisten bei einer Seniorin in Creußen Geld und Goldschmuck im Wert von rund 15.000 Euro. Im August traf ein Schockanruf eine Familie in Heinersreuth – am Telefon war ein Kind. Inzwischen hat die Kripo in beiden Fällen Tatverdächtige ermittelt, wie das Bayreuther Tagblatt berichtete.

Der Schaden ist enorm. Allein durch telefonische Betrugsmaschen entstand in Oberfranken im Jahr 2025 nach Angaben der Kriminalpolizei Bayreuth ein Schaden von mehr als zwei Millionen Euro.

„Diese Art von Betrug zerstört oft das Lebenswerk der Betroffenen und hinterlässt einen enormen emotionalen Schaden.“
— Dominik Salosnig, Leiter der Kriminalpolizei Bayreuth, laut Bayreuther Tagblatt

Nicht zum ersten Mal: Wenn Opfer den Spieß umdrehen

Dass Betroffene die Täter in die Falle locken, ist selten – kommt in Oberfranken aber vor. Bekanntestes Beispiel ist der pensionierte Polizist Gottfried Burri aus Hof. Im Herbst 2025 ging er zum Schein auf einen Schockanruf ein, lockte den Geldabholer in eine Falle und hielt ihn fest, bis die Polizei kam. Die Ermittlungen führten bis zu den Hintermännern des Netzwerks, die sich inzwischen vor dem Landgericht Hof verantworten müssen.

Die Polizei rät allerdings ausdrücklich davon ab, selbst den Ermittler zu spielen. In Lichtenfels war entscheidend, dass der Sohn sofort die 110 wählte und die Beamten den Zugriff übernahmen.

So schützen Sie sich vor Schockanrufen

Die Masche folgt fast immer demselben Muster: Ein Angehöriger habe einen schweren Unfall verursacht und komme nur gegen eine hohe Kaution frei. Laut Bundeskriminalamt fordern die Täter dabei Summen von bis zu 100.000 Euro – genau wie im Lichtenfelser Fall.

Die wichtigste Regel: Polizei und Justiz verlangen in Deutschland am Telefon niemals eine Kaution, um die Haft eines Angehörigen abzuwenden. Darauf weist das Bayerische Landeskriminalamt hin. Die Polizeiliche Kriminalprävention empfiehlt außerdem:

  • Auflegen, sobald jemand am Telefon Geld fordert.
  • Angehörige unter der bekannten Nummer selbst zurückrufen.
  • Niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte übergeben.
  • Im Zweifel sofort die 110 wählen.
  • Ein Familien-Kennwort vereinbaren, mit dem sich Angehörige am Telefon ausweisen.

Ein Tipp, der gerade für die Generation um die 35 wichtig ist: Sprechen Sie mit Ihren Eltern und Großeltern über die Masche. Wer den Ablauf einmal gehört hat, erkennt ihn im Ernstfall schneller.

Unser Versprechen

News sind für alle da.

Das ist unsere Überzeugung. Deshalb sind alle Artikel und Videos beim Bayreuther Tagblatt kostenlos für alle zugänglich. Du willst unsere Arbeit unterstützen? Dann freuen wir uns über eine Bewertung oder eine Spende.

Schreibe eine Bewertung

Schick uns eine Spende

Danke, dass du lokalen Journalismus unterstützt.

Häufige Fragen

Was ist ein Schockanruf?

Bei einem Schockanruf geben sich Betrüger als Polizisten, Staatsanwälte oder Angehörige aus und erfinden eine Notlage, etwa einen tödlichen Unfall. Ziel ist es, das Opfer so unter Druck zu setzen, dass es schnell Geld oder Wertsachen herausgibt.

Verlangt die Polizei jemals eine Kaution am Telefon?

Nein. Polizei und Justiz fordern in Deutschland niemals telefonisch eine Kaution oder Bargeld. Wer so einen Anruf bekommt, sollte sofort auflegen und die 110 wählen.

Was ist in Lichtenfels passiert?

Ein falscher Polizist forderte von einem 78-Jährigen 100.000 Euro Kaution für dessen angeblich verunglückten Sohn. Der Sohn alarmierte die Polizei, der Vater legte eine leere Tüte vor die Tür. Die Kripo Coburg nahm eine 38-jährige Abholerin und einen 36-jährigen mutmaßlichen Komplizen fest.

Gibt es auch Schockanrufe in Bayreuth?

Ja. Im Landkreis Bayreuth gab es 2026 unter anderem Fälle in Creußen und Heinersreuth. In ganz Oberfranken entstand durch Telefonbetrug 2025 laut Kripo Bayreuth ein Schaden von über zwei Millionen Euro.

Was soll ich tun, wenn ich Opfer eines Schockanrufs geworden bin?

Wenden Sie sich sofort an die Polizei und erstatten Sie Anzeige – auch wenn kein Geld geflossen ist. Unterstützung bieten zudem Opferhilfen wie der Weiße Ring unter der Nummer 116 006.

  • Teilen auf WhatsApp
  • Facebook Facebook Teilen auf Facebook
  • X-twitter X-twitter Teilen auf X
  • Whatsapp Whatsapp Teilen auf WhatsApp
  • Linkedin Linkedin Teilen auf LinkedIn
  • Mail Mail Per E-Mail teilen


Direkter Kontakt:

Bayreuther Tagblatt
Tunnelstraße 15
95448 Bayreuth

Die Redaktion
Telefon: +49 921 / 99 00 99 45
E-Mail: redaktion@bayreuther-tagblatt.de

Das Kunden- & Verkaufsmanagement
Telefon: +49 921 / 99 00 99 47
E-Mail:verkauf@bayreuther-tagblatt.de

Die Magazinredaktion
Telefon: +49 921 / 99 00 99 48
E-Mail: magazin@bayreuther-tagblatt.de

Die Webseite des Bayreuther Tagblatt Schreiben Sie ein Email an das Bayreuther Tagblatt Hier finden Sie das Bayreuther Tagblatt bei LinkedIn

Der Facebook-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der Instagram-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der Tiktok-Kanal des Bayreuther Tagblatt Der X-Kanal des Bayreuther Tagblatt

Der Whatsapp-Kanal des Bayreuther Tagblatt Abonnieren Sie den Newsletter des Bayreuther Tagblatt Abonnieren Sie den RSS-Feed des Bayreuther Tagblatt

Unser bt-Newsletter

bt-Newsletter bestellen

bt-Newsletter abbestellen

Über uns:
  • Entstehung des bt
  • Das bt-Team
  • Das inhaltliche bt-Konzept
  • Das Bayreuther Tagblatt ist „Unternehmen der Zukunft“
  • Hohe Auszeichnung für das bt: „Arbeitgeber der Zukunft“
  • Bayreuther Tagblatt gewinnt renommierten Service-Preis
10 Gründe, warum Werbung beim bt Print und Radio schlägt:
bt Logo vor Zeitung und Radio ©erstellt mit KI
So viel Reichweite hat das bt:Das sind unsere bt-Kanäle ©bt
So macht das bt Sie sichtbar:
Leuchtturm-Marketing mit dem bt:
Leuchtturm-Marketing in Bayreuth mit dem Bayreuther Tagblatt
Unsere Partner:
Hier geht es zu Oberfranken Offensiv e.V.Hier geht es zu www.electricpulse.dewagnermuseum.debayerische-medienakademien.de
© Copyright - 2020 Bayreuther Tagblatt
  • Link zu Facebook
  • Link zu Instagram
  • Link zu Youtube
  • Link zu X
  • Link zu Rss dieser Seite
  • Link zu Mail
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Barrierefreiheitserklärung
  • Nutzungsbedingungen
  • Wir über uns
Link to: Drogenhandel in Coburg: 50-Jähriger nach Marihuana- und Waffenfund in U-Haft Link to: Drogenhandel in Coburg: 50-Jähriger nach Marihuana- und Waffenfund in U-Haft Drogenhandel in Coburg: 50-Jähriger nach Marihuana- und Waffenfund in U-Ha...Festnahme Symbolbild: Pexels/Kindel MediaFestnahme Symbolbild: Pexels/Kindel Media Link to: Motorradunfall in Pegnitz: 23-Jähriger per Hubschrauber in Klinik geflogen Link to: Motorradunfall in Pegnitz: 23-Jähriger per Hubschrauber in Klinik geflogen Symbolbild: PixabaySymbolbild: PixabayMotorradunfall in Pegnitz: 23-Jähriger per Hubschrauber in Klinik geflogen
Nach oben scrollen
Barrierefreiheits-Anpassungen
Wie lange möchten Sie die Barrierefreiheits-Symbolleiste ausblenden?
Symbolleiste-Ausblenddauer
Wählen Sie Ihr Barrierefreiheitsprofil
Sehbehinderten-Modus
Verbessert die visuellen Elemente der Website
Anfallssicheres Profil
Entfernt Blitze und reduziert Farben
ADHD-freundlicher Modus
Fokussiertes Browsing, ablenkungsfrei
Blinden-Modus
Reduziert Ablenkungen, verbessert den Fokus
Epilepsie-sicherer Modus
Dämpft Farben und stoppt Blinken
Inhaltsmodule
Schriftgröße

Standard

Zeilenhöhe

Standard

Farbmodule
Orientierungsmodule