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Drei Menschen sterben

Schreckliches Unglück auf der B2: Drei Tote bei Frontalzusammenstoß nahe Pleinfeld

Ein tragischer Verkehrsunfall hat am vierten Adventssonntag den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen erschüttert. Auf der Bundesstraße 2 bei Pleinfeld kamen bei einer Kollision drei Menschen ums Leben, darunter ein vierjähriges Kind. Die B2 bleibt bis in die Nacht voll gesperrt

Unfallhergang: Ausweichmanöver führt zur Katastrophe

Nach ersten Informationen der Polizeiinspektion Weißenburg war der Fahrer eines Dacia auf der B2 in Richtung Weißenburg unterwegs. Auf Höhe der Anschlussstellen Pleinfeld-Nord und Pleinfeld-Süd gegen 16 Uhr bemerkte der Fahrer ein Abschleppfahrzeug samt Pannenfahrzeug, das ordnungsgemäß auf dem Standstreifen hielt.

Um den Sicherheitsabstand einzuhalten, wechselte der Dacia-Fahrer auf den linken Fahrstreifen. Ein ebenfalls in Richtung Süden fahrender Skoda, der sich zum Zeitpunkt des Spurwechsels auf der linken Spur befand, geriet daraufhin aus bislang ungeklärter Ursache in den einspurigen Gegenverkehr. Dort kam es zur frontalen Kollision mit einem entgegenkommenden Mercedes.

Drei Todesopfer im Skoda: Kleinkind unter den Verstorbenen

Die Wucht des Aufpralls war so enorm, dass für drei Insassen des Skoda jede Hilfe zu spät kam. Wie die Polizei mitteilte, erlagen zwei Frauen im Alter von 28 und 36 Jahren sowie ein vierjähriges Kind noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen.

Zwei weitere Insassen des Skoda, eine erwachsene Frau und ein weiteres Kleinkind, erlitten schwerste Verletzungen. Sie wurden nach der Erstversorgung vor Ort mit Rettungshubschraubern in umliegende Kliniken geflogen. Die Fahrerin des Mercedes war allein in ihrem Fahrzeug unterwegs; über ihren genauen Zustand liegen noch keine detaillierten Informationen vor.

Kettenreaktion: Weitere Fahrzeuge in Unfallstelle gefahren

Im weiteren Verlauf kam es zu Folgeunfällen: Zwei nachfolgende Pkw fuhren räumlich abgesetzt in den bereits bestehenden Trümmerbereich der Unfallstelle. Glücklicherweise blieb es hierbei laut ersten Meldungen bei Sachschäden, weitere Schwerverletzte waren in diesem Zusammenhang nicht zu beklagen.

Ermittlungen dauern an

Die Staatsanwaltschaft hat zur Klärung der genauen Unfallursache einen Sachverständigen angefordert. Gemeinsam mit den Beamten der Polizeiinspektion Weißenburg sichert der Gutachter vor Ort Spuren, um den exakten Hergang des Unglücks zu rekonstruieren.

Anmerkung der Redaktion: Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzten. Wir danken den zahlreichen Rettungskräften und Ersthelfern für ihren Einsatz unter schwierigsten Bedingungen.