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Klinikum Kulmbach

Schrittmacher lässt Henry Schramms Herz wieder stabil schlagen

Nach gefährlich langen Herzpausen erhielt der Bezirkstagspräsident am Klinikum Kulmbach ein hochmodernes Schrittmachersystem – mit schnellem Erfolg.

Hochmoderner Herzschrittmacher am Klinikum Kulmbach erfolgreich implantiert

Am Klinikum Kulmbach ist einem prominenten Patienten ein komplexer kardiologischer Eingriff erfolgreich durchgeführt worden. Bezirkstagspräsident und Kulmbacher Ehrenbürger Henry Schramm erhielt in der Kardiologie einen modernen CRT-P-Herzschrittmacher. Der Eingriff wurde von einem spezialisierten Team vorgenommen und verdeutlicht die medizinische Leistungsfähigkeit des Klinikums Kulmbach im Bereich der Herzmedizin.

Langjährige Herzerkrankung und aktuelle Diagnose

Henry Schramm blickt auf eine lange medizinische Vorgeschichte zurück. Bereits 2009 musste er sich einer größeren Herzoperation unterziehen, zehn Jahre später folgte ein weiterer Eingriff. Trotz stabiler Phasen kam es immer wieder zu gesundheitlichen Problemen. Im November dieses Jahres wurden schließlich gefährliche Herzrhythmusstörungen festgestellt.

„Es ist kein Geheimnis. Ich habe 2009 eine große Herzoperation in Neustadt an der Saale hinter mich gebracht“, erzählt Bezirkstagspräsident und Kulmbacher Ehrenbürger Henry Schramm.

„In diesem Jahr hat sich im November herausgestellt, dass ich Herzaussetzer hatte, die zu lang gedauert haben. Das war nach Aussage meiner Ärzte gefährlich.“

Am Klinikum Kulmbach wurde Schramm erneut in der Kardiologie behandelt. Dort schlug der behandelnde Kardiologe Dr. Andreas Brugger eine weiterführende Therapie vor, die noch vor Weihnachten umgesetzt wurde.

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Entscheidung für einen CRT-P-Herzschrittmacher

Aufgrund der bestehenden Vorerkrankungen kam ein herkömmlicher Herzschrittmacher nicht mehr infrage. Stattdessen wurde ein sogenanntes biventrikuläres System implantiert, das beide Herzkammern stimuliert und eine synchronisierte Herzfunktion unterstützt.

„Dr. Brugger, bei dem ich mich seit vielen Jahren sehr gut aufgehoben fühle, hat eine Lösung vorgeschlagen, die vor Weihnachten in die Tat umgesetzt worden ist.“

„Es war sicherlich keine leichte Operation. Auch deswegen, weil mein Herz ja bereits vorgeschädigt ist“, berichtet Schramm.

Nach umfangreichen Voruntersuchungen stand fest, dass der Einsatz des hochmodernen Systems medizinisch sinnvoll und möglich war.

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Vertrauen in das Klinikum Kulmbach

Trotz alternativer Empfehlungen entschied sich Henry Schramm bewusst für eine Behandlung in Kulmbach. Ausschlaggebend waren Vertrauen, Erfahrung und die vorhandene fachliche Kompetenz.

„Ich hätte diesen Eingriff auch in jeder Uniklinik vornehmen lassen können. Das wurde mir ursprünglich auch empfohlen. Aber ich denke, man muss dorthin gehen, wo man Vertrauen hat und wo man weiß, dass die Kenntnis vorhanden ist. Das ist für mich das Klinikum Kulmbach.“

„Wir brauchen nicht weit gehen. Wir haben hier alles vor Ort mit hochqualifiziertem Fachpersonal und Ärzten, für deren Einsatz zu unser aller Wohl wir unheimlich dankbar sein können.“

Auch die moderne Ausstattung des Hauses nach dem umfangreichen Umbau hob Schramm hervor.

„Deswegen fühle ich mich in unserem Klinikum immer gut aufgehoben, und ich bin sehr, sehr froh und glücklich, dass das alles gut gegangen ist und ich nach nur einigen wenigen Tagen wieder nach Hause gehen konnte und langsam wieder anfangen kann, für die Menschen in meiner Heimat zu arbeiten.“

Medizinische Hintergründe des Eingriffs

Dr. Andreas Brugger, Leitender Arzt der Kardiologie am Klinikum Kulmbach, erläutert die medizinischen Zusammenhänge. Mithilfe eines Event-Rekorders wurde die Herztätigkeit kontinuierlich überwacht, wodurch die Störung eindeutig diagnostiziert werden konnte.

„Der Herzrhythmus wurde nicht ordentlich generiert, der Taktgeber hat nicht richtig funktioniert“, erläutert der Kardiologe.

„Heutzutage kann man glücklicherweise einen Schrittmacher einbauen, um diese Fälle von Bewusstlosigkeit zu verhindern.“

Bei Henry Schramm lag ein sogenannter AV-Block dritten Grades vor, der ein komplexeres System erforderlich machte.

„In so einem Fall brauchen die Patienten ein System, das sowohl die rechte als auch die linke Herzkammer stimuliert. So ein Dreikammersystem ist allerdings deutlich aufwendiger als ein normaler Schrittmacher.“

Hohe Expertise in der Kardiologie des Klinikums Kulmbach

Jährlich werden am Klinikum Kulmbach laut Dr. Brugger bis zu 300 Schrittmachersysteme implantiert, ein relevanter Anteil davon biventrikuläre Systeme. Diese gelten als besonders effektiv zur Stabilisierung der Herzleistung, erfordern jedoch große Erfahrung.

Oberarzt Darius Daktariunas war ebenfalls an dem Eingriff beteiligt und betont die Komplexität der Operation.

„Das Einsetzen eines CRT-P Herzschrittmachers ist kein einfacher Eingriff“, sagt auch der erfahrene Oberarzt.

„Es braucht einen speziellen Katheter, mehrere Stunden Zeit und einiges an Erfahrung.“

„Vom CRT-P Herzschrittmacher gehen drei Elektroden weg, die im rechten Ventrikel, im rechten Vorhof und in einer Herzvene an der betroffenen Herzkammer platziert werden müssen“, ergänzt Dr. Brugger.

Nicht alle Krankenhäuser verfügen über die technische Ausstattung und das spezialisierte Personal, um solche Eingriffe durchzuführen.

Dank an das Klinikteam und Blick nach vorn

Henry Schramm zeigte sich nach dem erfolgreichen Eingriff dankbar und zufrieden. Bereits wenige Tage nach der Operation konnte er entlassen werden und die Feiertage im Familienkreis verbringen.

„Und es war die richtige Entscheidung. Zudem sind in diesem Haus alle so freundlich – das hat, trotz des unschönen Anlasses, den Aufenthalt wesentlich angenehmer gemacht. Ich danke von ganzen Herzen dem engagierten und hochqualifizierten Personal.“

Auch die telemedizinischen Möglichkeiten des Klinikums hebt Schramm hervor.

„Am Klinikum Kulmbach funktioniert das, wie man unter anderem an meinem Eventrekorder sehen konnte, schon sehr gut.“

Abschließend blickt der Bezirkstagspräsident optimistisch in die Zukunft.

„Im neuen Jahr lege ich mit neuen Kräften wieder richtig los.“

Der Fall unterstreicht die hohe fachliche Qualität der Kardiologie am Klinikum Kulmbach und zeigt, dass auch anspruchsvolle herzmedizinische Eingriffe wohnortnah auf modernstem Niveau möglich sind.