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Schulstart in Oberfranken: Wo die Schülerzahlen steigen – und wo sie sinken
Für rund 60.400 Schülerinnen und Schüler an Grund-, Mittel- und Förderschulen beginnt am 15. September das neue Schuljahr. Dazu kommen rund 27.700 Jugendliche und junge Erwachsene an den beruflichen Schulen. Die Schülerzahlen entwickeln sich dabei je nach Schulart unterschiedlich.
Während die Grundschulen leicht weniger Schüler haben, legen Mittel- und Förderschulen zu. Rund 27.700 Schüler besuchen im neuen Schuljahr eine berufliche Schule in Oberfranken. Dabei sind Fach- und Berufsoberschulen nicht mitgerechnet. Die Regierung von Oberfranken liefert genaue Zahlen.
Grundschulen verlieren leicht Schüler
An den oberfränkischen Grundschulen sinkt die Zahl der Schüler leicht. Im Schuljahr 2026/2027 werden 38.309 Kinder erwartet, im vergangenen Jahr waren es 38.432.
Auch bei den Erstklässlern geht die Zahl etwas zurück: 9.517 Kinder kommen neu in die Grundschule. Im Vorjahr waren es 9.611. Insgesamt werden 1.762 Grundschulklassen gebildet.
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An den Mittelschulen geht es nach oben
Anders sieht es bei den Mittelschulen aus. Dort steigt die Zahl der Schüler von 16.581 auf 17.020.
Sie werden im neuen Schuljahr in 814 Klassen unterrichtet. Für die Grund- und Mittelschulen wurden außerdem 113 Lehrkräfte, acht Fachlehrkräfte und eine Förderlehrkraft neu eingestellt. Weitere 79 Lehrkräfte, 17 Fachlehrkräfte und fünf Förderlehrkräfte wechseln aus anderen Regierungsbezirken nach Oberfranken.
Mehr Schüler an Förderschulen
Auch die oberfränkischen Förderzentren verzeichnen mehr Schüler. Ihre Zahl steigt von 4.920 im vergangenen Schuljahr auf 5.063.
Bei den Schulanfängern zeigt sich dagegen ein kleiner Rückgang: 471 Kinder starten neu an einer Förderschule, zehn weniger als im Vorjahr. Die Zahl der Klassen bleibt mit 451 unverändert.
Für das neue Schuljahr sind 28 neue Lehrkräfte für Sonderpädagogik an den oberfränkischen Förderschulen vorgesehen. Dazu kommen unter anderem zwei Fachlehrkräfte und eine Förderlehrkraft sowie acht Lehrkräfte, die aus anderen Regierungsbezirken nach Oberfranken versetzt werden.
Berufsschulen bereiten auf mehr als 180 Berufe vor
An den 17 oberfränkischen Berufsschulen werden rund 19.000 Schüler in mehr als 180 Berufen ausgebildet. Besonders in der Berufsvorbereitung und Berufsintegration steigen die Schülerzahlen weiter.
Inzwischen gibt es 25 ganzjährige Berufsvorbereitungsklassen – drei mehr als im vergangenen Jahr. Bei zusätzlichem Bedarf können zehn sogenannte Flexiklassen eingerichtet werden, vier mehr als im Vorjahr.
Hinzu kommen 66 Vollzeit-Berufsintegrationsklassen und drei spezielle Flexiklassen zur Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt. Sie richten sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene mit Flucht- oder Migrationsgeschichte, die besonderen Sprachförderbedarf haben. Sie sind für insgesamt etwa 1.250 Schülerinnen und Schüler vorgesehen.
Lehrkräftemangel bleibt ein Thema
Auch beim Personal gibt es Bewegung. Im Direktbewerbungsverfahren konnten für die Berufsschulen elf von zwölf ausgeschriebenen Planstellen besetzt werden. Sechs der Einstellungen entfallen auf Wirtschaftswissenschaften, fünf weitere Lehrkräfte wurden für die Mangelfächer Bau- und Metalltechnik gewonnen.
Zusätzlich stehen den Berufsschulen 46 Referendare im zweiten Ausbildungsabschnitt zur Verfügung.
Auch an den Grund- und Mittelschulen bleibt die Personalsituation eine Herausforderung. Für die Mobile Reserve und zusätzliche Unterrichtsangebote sind noch Stellen zu besetzen. Gleichzeitig erwartet die Regierung von Oberfranken wegen des bundesweiten Lehrkräftemangels und der üblichen Fluktuation auch während des Schuljahres Probleme bei Vertretungen.
Deutschförderung bleibt wichtig
Für die sprachliche Förderung von Kindern an Grundschulen sind im neuen Schuljahr oberfrankenweit 948 Wochenstunden für die Vorkurse „Deutsch 240“ eingeplant. Damit sollen Kinder unterstützt werden, bei denen bei der Sprachstandserhebung ein Förderbedarf festgestellt wurde.
FAQ zum Schulstart in Oberfranken
Wie viele Schüler starten in Oberfranken ins neue Schuljahr?
Rund 60.400 Schüler besuchen im Schuljahr 2026/2027 Grund-, Mittel- und Förderschulen in Oberfranken. Dazu kommen gut 27.700 Schüler an beruflichen Schulen ohne Fach- und Berufsoberschulen.
Wie entwickeln sich die Schülerzahlen an den Grundschulen?
Die Zahl der Grundschüler sinkt leicht von 38.432 auf 38.309. Bei den Erstklässlern gibt es ebenfalls einen kleinen Rückgang von 9.611 auf 9.517 Kinder.
Wo steigen die Schülerzahlen?
An den Mittelschulen steigt die Zahl von 16.581 auf 17.020 Schüler. Auch die Förderzentren verzeichnen einen Anstieg von 4.920 auf 5.063 Schüler.
Wie viele Schüler besuchen eine Berufsschule?
An den 17 oberfränkischen Berufsschulen werden rund 19.000 Schüler in mehr als 180 Berufen ausgebildet.
Wie viele Berufsintegrationsklassen gibt es?
Im Schuljahr 2026/2027 gibt es 66 Vollzeit-Berufsintegrationsklassen und drei spezielle Flexiklassen zur Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt.












Das Friedrichsforum am Jean-Paul-Platz. © bt-Redaktion
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