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Schwerverletzter in Oberfranken: Mann attackiert Mitbewohner mit zerbrochenen Glasflaschen

In der Nacht auf Dienstag (22.12.2020) hat ein Mann in einer Flüchtlingsunterkunft in Bamberg zwei Mitbewohner angegriffen. Einen verletzte er mit zwei zerbrochenen Glasflaschen schwer im Gesicht. 

In einer Flüchtlingsunterkunft im Bamberger Osten hat ein Bewohner in der Nacht zum Dienstag (22.12.2020) ohne nachvollziehbaren Grund zwei Mitbewohner angegriffen und einen davon schwer verletzt. In Oberfranken gab es erst kürzlich einen brutalen Angriff. Gegen den Mann wird jetzt wegen des Verdachts auf versuchte Tötung ermittelt. 

Heftiger Angriff in Flüchtlingsunterkunft

Zunächst hatte der 26-jährige Mann am späten Abend des 21. Dezember 2020, gegen 22 Uhr, einen 48-Jährigen in dessen Zimmer in der Einrichtung mit den Fäusten und einem Stuhl attackiert, berichtet die Polizei. Der 48-Jährige erlitt dadurch multiple Prellungen.

Nachdem die wegen dieses Vorfalls alarmierten Polizeikräfte wieder abgerückt waren, startete der junge Mann am 22. Dezember 2020, gegen 5 Uhr, den nächsten Angriff.

Schwere Verletzungen in Bamberg

Der 26-Jährige griff im Außenbereich der Aufnahmeeinrichtung einen 34-jährigen Mann mit zwei abgebrochenen Glasflaschen an und verletzte diesen im Gesicht schwer.

Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Einrichtung, die zwischenzeitlich per Notruf die Einsatzzentrale der Polizei Oberfranken verständigt hatten, hielten den Angreifer bis zum erneuten Eintreffen von Polizei und Rettungsdienst fest.

Mann sitzt in U-Haft

Die Bamberger Kriminalpolizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen übernommen. Den 26-jährigen Angreifer nahmen die Beamten vorläufig fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bamberg führten die Polizisten den Mann am Mittwoch dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Bamberg vor.

Dieser erließ einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 26-jährigen Angreifer. Die Beamten brachten den Mann in eine oberfränkische Justizvollzugsanstalt. Die genaue Rekonstruktion der Tatabläufe ist aktuell Gegenstand der Ermittlungen, erklärt die Polizei. Die gemeinsamen Ermittlungen von Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft Bamberg dauern an.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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