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Seit 30 Jahren am Grünen Hügel: Stadt und Festspiele ehren langjährige Mitwirkende
34 Mitwirkende der Bayreuther Festspiele sind am Montag für ihre langjährige Arbeit am Grünen Hügel geehrt worden. Besonders lange dabei sind vier von ihnen: Sie arbeiten seit 30 Jahren für die Festspiele – im Orchester und in der Maske.
Der Empfang in Richard Wagners ehemaligem Wohnhaus Wahnfried hat Tradition. Oberbürgermeister Andreas Zippel und Festspielleiterin Katharina Wagner dankten am Montag den langjährigen Mitwirkenden der Bayreuther Festspiele. Geehrt wurden Mitarbeiter aus ganz verschiedenen Bereichen des Betriebs – von den Solisten und dem Orchester über künstlerische Assistenz und Technik bis zu Beleuchtung, Kostüm, Maske und Statisterie.
„Die Festspiele sind nur so gut, weil Sie so gut sind“
„Die Festspiele sind gut. Aber sie sind nur so gut, weil Sie so gut sind“, sagte Katharina Wagner zu den Geehrten. Jeder Einzelne erfülle seine Aufgabe „in einem Übermaß und einer Begeisterung“. Dass die Mitwirkenden teilweise freiwillig ihren Urlaub in Bayreuth verbringen würden, sei ein „tolles Gefühl“, sagte die Festspielleiterin. „Lassen Sie sich noch ein bisschen feiern.“
Auch Oberbürgermeister Andreas Zippel hob die Bedeutung der Festspiel-Beteiligten für die Stadt hervor. „Bayreuth ist das Epizentrum des Wagnertums und darauf sind wir stolz“, sagte er. Die Stadt werde weltweit mit Wagner und den Festspielen identifiziert. „Und dass das so ist, verdanken wir im Wesentlichen Ihnen allen.“
Drei Jahrzehnte im Festspielorchester
Besonders lange dabei sind Matthias Baier, Thomas Lischke und Peter Riehm. Die drei Musiker arbeiten seit 30 Jahren bei den Bayreuther Festspielen mit – und waren damit bei mehr als einem Viertel aller Festspielsommer seit der Gründung 1876 dabei, wie Stadtrat und Festspiel-Statist Stephan Müller bei der Ehrung vorrechnete.
Baier spielt Fagott bei der Staatskapelle Berlin, Lischke ist Bühnen- und Pausenposaunist, Riehm spielt die erste Violine. Sie erhielten die Richard-Wagner-Medaille. Peter Riehm konnte bei der Ehrung nicht dabei sein, sein Geschenk nahm seine Orchesterkollegin Andrea Karpinski entgegen. Sie wurde für ihr 20-jähriges Mitwirken geehrt.
Ebenfalls für 30 Jahre wurde André Beck aus der Maskenabteilung ausgezeichnet. Seit 20 Jahren ist Gwen Lohmann in der Beleuchtung tätig.
Vom „besten Orchester der Welt“ bis zum „toten Helden“
Stephan Müller sprach vom „besten Orchester der Welt“ und dankte der Festspielleitung dafür, dass die Musiker in diesem Jahr häufiger auch außerhalb des Orchestergrabens zu erleben waren. Für zehn Jahre Festspielmitwirkung erhielten unter anderem sieben Orchestermusiker das sogenannte „Schimmala“, einen Bierkrug aus Steingut mit Zinndeckel und Bayreuther Stadtwappen. Die Musiker kommen unter anderem von der Deutschen Oper Berlin, dem Gürzenich-Orchester Köln, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin und dem Rundfunkorchester München.
Auch abseits des Orchestergrabens gibt es langjährige Verbindungen. Thomas Wilfert arbeitet seit zehn Jahren in der Beleuchtung und Elektroabteilung der Festspiele. Müller erinnerte daran, dass Wilfert darüber hinaus auch als Statist auf der Bühne stand – unter anderem als „toter Held“ im „Ring“, in den „Meistersingern“ von Katharina Wagner und im „Tristan“ von Christoph Marthaler sowie als Double im „Fliegenden Holländer“.
Für zehn Jahre wurden außerdem Mitarbeiter aus Technik, Kostüm, Maske und Statisterie geehrt.
Zehn Jahre und ein besonderer „Rienzi“
Auch mehrere prominente Sänger wurden für ihre langjährige Mitwirkung ausgezeichnet. Der Tenor Andreas Schager erhielt den Glaskubus für zehn Jahre bei den Festspielen. Sein Debüt gab er 2016 als Parsifal und Erik im „Fliegenden Holländer“. In acht der zehn Jahre, für die er nun geehrt wurde, sang er den Parsifal. Außerdem war er als Tristan und Siegfried zu erleben.
In diesem Festspielsommer singt Schager die Titelrolle in „Rienzi“ – und damit den ersten Rienzi der Festspielgeschichte.
Auch die Mezzosopranistin Nadine Weissmann wurde für zehn Jahre geehrt. Sie debütierte 2013 im „Ring des Nibelungen“ und sang unter anderem Erda und Schwertleite. Seit 2022 ist sie als Mary im „Fliegenden Holländer“ zu erleben.
Der Bariton Michael Volle erhielt ebenfalls den Glaskubus. Er stand erstmals 2007 als Beckmesser in den „Meistersingern“ auf der Bühne des Festspielhauses und sang später unter anderem Hans Sachs, Amfortas, den Holländer sowie Wotan beziehungsweise Wanderer im diesjährigen „Ring“.
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Auch Solisten und Bühnenpersonal geehrt
Für fünf Jahre Festspielmitwirkung wurden der Tenor Siyabonga Maqungo und die Sopranistin Elisabeth Teige ausgezeichnet. Maqungo ist seit 2022 bei den Festspielen dabei und war in diesem Jahr als Froh in „Das Rheingold“ zu erleben. Teige sang unter anderem Elisabeth im „Tannhäuser“, Senta im „Fliegenden Holländer“, Sieglinde und Gutrune.
Nicht alle Geehrten konnten am Montag persönlich dabei sein. Ihre Auszeichnungen erhalten sie mit der Post.












Vanessa, Daniela und Chrissy im Familienstübla ©Katharina Müller-Sanke
abgefahrener Reifen an einem kontrollierten Motorrad ©Polizei