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So entsteht das Eis im Bayreuther Eisstadion
Im Bayreuther Kunsteisstadion ist die Eisfläche fast bereit für die neue Saison. Doch bevor die ersten Spieler aufs Eis können, steckt noch einiges an Arbeit in der Fläche. Ein Blick darauf, wie aus einer gekühlten Betonfläche ein Eishockeyfeld wird.
Es sieht schon nach Eishockey aus. Fertig ist die Eisfläche im Bayreuther Eisstadion aber noch nicht. Dass darin ziemlich viel Arbeit steckt, ist auf den ersten Blick kaum zu erkennen.
Voraussetzung: eiskalter Beton
Die Eisbereitung beginnt nicht einmal mit Eis, sondern mit einer gekühlten Betonfläche. Erst wenn die Betonplatte, auf der später das Spielfeld sein wird, kalt genug ist, kann das eigentliche Eis entstehen. Das Wasser kommt mit dem Schlauch Schicht für Schicht auf die Fläche. Jede Lage muss gefrieren, bevor die nächste folgt. So wächst die Eisfläche langsam in die Höhe.
Am Montag, den 24. August, ist sie etwa 2 bis 2,5 Zentimeter dick. Fertig ist sie damit aber noch nicht. Mindestens weitere 2,5 Zentimeter sollen noch dazukommen. Davor kommt aber noch ein weiterer wichtiger Schritt.
So entsteht das Eishockeyfeld
Denn jetzt wird aus der zunächst noch schlichten Eisfläche das Eishockeyfeld, das die Zuschauer später kennen: Die Fläche wird weiß eingefärbt, anschließend kommen die Markierungen darauf. Auch Werbeschriftzüge finden ihren Platz auf dem Eis. Arbeiter laufen mit Schuhen über das Eis – die müssen allerdings sauber sein. Denn schmutzige Schuhabdrücke bleiben ebenso in der Eisfläche erhalten wie Linien und Werbung.
„Mit der Farbe ist das Eis nicht so rutschig“, sagt Sebastian Dünkel. Er ist hauptamtlicher Nachwuchstrainer des EHC Bayreuth und arbeitet am Montag gemeinsam mit zwei Eismeistern und drei ehrenamtlichen Helfern an der Eisfläche. Er erklärt, wie die Eisfläche entsteht.
Erstmal ohne Eismaschine
Die Werbeschriftzüge sind auf lange Gewebebahnen gedruckt, die exakt auf dem Eis ausgerichtet werden. Solange sie noch trocken sind, lassen sie sich verschieben. Sobald Wasser daraufkommt, ist damit Schluss.
Mit langen Abziehern drücken die Helfer das Material auf dem Eis glatt. Anschließend wird das Gewebe mit Wasser besprüht. Es gefriert in den winzigen Zwischenräumen und fixiert die Bahnen so auf dem Eis. Damit sich das Material nicht wieder hochwölbt, legen die Arbeiter an den Rändern Pucks als Gewichte darauf. Das ist nicht nur eine Frage der Optik: Würde das Gewebe Wellen schlagen, könnte die Eismaschine später daran hängenbleiben und die Fläche beschädigen.
Auch jetzt, wenn die Werbeschriftzüge mit Wasser fixiert werden, kommt die Eismaschine nicht zum Einsatz. Mit ihren Spikes könnte sie das Gewebe kaputt machen. Das Wasser wird stattdessen mit einem handgeführten Verteiler über die Fläche gebracht. An zwei langen Armen tritt an vielen kleinen Düsen Wasser aus, das so gleichmäßig über das Eis verteilt werden kann. Erst wenn das Gewebe sicher von weiteren Eisschichten eingeschlossen ist, kann die Eismaschine wieder darüberfahren.
Die Eisbereitung läuft trotz der aktuellen Statik-Probleme im Eisstadion nach Plan. Große Teile der Stehtribünen müssen zur neuen Saison allerdings gesperrt bleiben.
Am 1. September geht es wieder los
Bis in die späten Abendstunden sind die Arbeiter am Montag im Eisstadion im Einsatz. Denn die Arbeiten sollen möglichst schnell abgeschlossen werden. Am 1. September soll der Sportbetrieb hier wieder beginnen. Zunächst gehört die Fläche dann den Eissportlern. Der öffentliche Lauf startet erst im Oktober.
Auch für den EHC Bayreuth wird es damit ernst: Die Mannschaft bereitet sich auf die neue Landesliga-Saison vor. Die ersten Vorbereitungsspiele stehen im September an. Bis es so weit ist, braucht es allerdings noch viel Wasser, Kälte und Geduld.












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