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Zuletzt aktualisiert am 27. September 2026 | 21:38

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SpVgg Bayreuth übernimmt Fanartikelverkauf: Aus für Tribünenkult in bisheriger Form

von Katharina Müller-Sanke

Jahrelang war Tribünenkult die erste Adresse für Altstadt-Fans. Jetzt geht der Verein einen eigenen Weg und spart dabei nicht mit Lob für Uwe Glaser.

Fans mit Tribünenkult-Bannern im HaWaWi-Stadion ©Dirk Ellmer
Fans mit Tribünenkult-Bannern im HaWaWi-Stadion ©Dirk Ellmer

Wer ab Oktober einen Schal oder ein Trikot der SpVgg Bayreuth kauft, kauft direkt beim Verein. Die Oldschdod übernimmt ihren Fanartikelverkauf zum 1. Oktober 2026 komplett in Eigenregie. Die Zusammenarbeit mit dem Bayreuther Fanshop Tribünenkult endet damit in ihrer bisherigen Form, so die SpVgg Bayreuth.

Den ersten Auftritt als eigener Händler hat der Verein schon zwei Tage später: Beim Heimspiel „Oldschdod für alle“ am 3. Oktober im Hans-Walter-Wild-Stadion gibt es den Merch erstmals direkt aus der Hand der Altstadt. Zum Start plant die SpVgg besondere Angebote und erste Neuheiten, darunter neue Fanschals.

Warum die SpVgg Bayreuth ihre Fanartikel jetzt selbst verkauft

Der Hauptgrund ist wirtschaftlich. Die SpVgg habe in den vergangenen Monaten wichtige Fortschritte gemacht, sei aber noch nicht am Ziel, heißt es vom Verein. Deshalb will die Altstadt jede Einnahmequelle nutzen und das Geld aus dem Merchandising künftig direkt im Verein halten.

Das hat seinen Preis: Die SpVgg trägt ab Oktober den gesamten Aufwand und das volle wirtschaftliche Risiko. Einkauf, Lager, Verkauf, Versand, Vermarktung und die Planung des Sortiments liegen dann komplett beim Verein.

„Natürlich wäre es für uns organisatorisch einfacher, diesen Bereich weiterhin vollständig auszulagern. Aber ich muss als Geschäftsführer Entscheidungen treffen, die langfristig im Interesse des Vereins liegen. Wir sind wirtschaftlich auf einem guten Weg, aber wir sind noch nicht am Ziel. Deshalb müssen wir auch Bereiche selbst übernehmen, in denen wir zusätzliche Erlöse für die Oldschdod generieren können – selbst wenn das für uns zunächst mehr Arbeit bedeutet.“
— Lorenz Röthlingshöfer, Geschäftsführer der SpVgg Bayreuth

Es geht aber nicht nur ums Geld. Der Verein will schneller auf Wünsche der Fans reagieren und neue Produkte flexibler entwickeln. Geplant sind etwa neue Kollektionen, limitierte Artikel und Aktionen rund um die Heimspiele. Stadionverkauf, Social Media und Online-Angebot sollen enger zusammenspielen.

Eigener Webshop der SpVgg geplant

Auch die Vereinswebsite wird in den kommenden Wochen überarbeitet. Dazu baut die SpVgg einen eigenen Webshop auf. Fans sollen dort auch unabhängig von den Heimspielen einkaufen können. Einen genauen Starttermin für den Shop hat der Verein noch nicht genannt.

Großer Dank an Tribünenkult und Uwe Glaser

Tribünenkult war über Jahre die Anlaufstelle für alle, die ihre Liebe zur Altstadt zeigen wollten. Der Shop entstand im September 2018 als eigenständige Firma, wie das Bayreuther Tagblatt damals berichtete. Verkauft wurde bei jedem Heimspiel aus einem Container am Eingang Mainseite des Hans-Walter-Wild-Stadions und online. Bestellungen kamen schon im ersten Jahr sogar aus Polen, den Niederlanden und der Schweiz.

Tribünenkult sprang ein, als der Verein selbst das Thema Fanartikel nicht stemmen konnte. Vom Trikot bis zur persönlichen Betreuung der Fans lag alles in den Händen des Shops. Vor allem Uwe Glaser prägte diese Zeit. Der Verein beschreibt ihn als Urgestein und wandelndes Oldschdod-Lexikon, der bei fehlenden Trikots oder Schals gefühlt rund um die Uhr erreichbar war.

„Dafür können wir uns nur bedanken. Tribünenkult und insbesondere Uwe haben in einer Zeit Verantwortung übernommen, in der sich beim Verein selbst niemand ausreichend um das Thema Fanartikel kümmern konnte. Das war alles andere als selbstverständlich. Diese Leistung und diese Verbundenheit zur Oldschdod werden wir nicht vergessen.“
— Lorenz Röthlingshöfer, Geschäftsführer der SpVgg Bayreuth

Die SpVgg betont ausdrücklich: Der Schritt sei keine Entscheidung gegen Tribünenkult.

Wie geht es mit Tribünenkult weiter?

Ganz trennen sollen sich die Wege nicht. Der Verein kann sich vorstellen, auch künftig mit Tribünenkult zusammenzuarbeiten, etwa bei einzelnen Produkten, Veredelungen oder Projekten. Röthlingshöfer sagt, eine Partnerschaft ende für ihn „nicht dadurch, dass sich ein Geschäftsmodell verändert“. Tribünenkult gehöre seit vielen Jahren zur Oldschdod-Familie, und das solle so bleiben.

Teil eines größeren Umbaus bei der Oldschdod

Die Merch-Entscheidung passt zum Kurs, den die SpVgg seit Monaten fährt: mehr selbst machen, Strukturen professionalisieren, wirtschaftlich wichtige Bereiche zurück in den Verein holen. Aus finanziellen Gründen hat der Verein zur neuen Saison auf Amateurbasis umgestellt. Im Sommer übernahm der e. V. außerdem wieder alle Anteile an der Spielbetriebs-GmbH.

Geschäftsführer Lorenz Röthlingshöfer ist seit 1. Juni im Amt. Zu seinen Kernaufgaben gehören laut Verein die wirtschaftliche Steuerung sowie der Ausbau von Sponsoring und Vermarktung, wie das Bayreuther Tagblatt berichtete. Zuvor war er bei den Bayreuth Tigers für Sponsoring und Marketing zuständig.

„Oldschdod für alle“: Merch-Start am 3. Oktober in Bayreuth

Am Samstag, 3. Oktober, empfängt die SpVgg um 14 Uhr den TSV 1882 Landsberg. Dank Partnern und Sponsoren ist der Eintritt frei. Ein Ticket brauchen Besucherinnen und Besucher trotzdem. Es gibt die kostenlosen Karten vorab im Online-Ticketshop der SpVgg oder am Spieltag an den Tageskassen, so der Verein. Wer eine Dauerkarte vorzeigt, bekommt ein Getränk zum vergünstigten Preis.

An diesem Tag startet auch der neue Fanartikelverkauf in Vereinshand. Neben Startangeboten gibt es neue Fanschals und weitere Produkte. Danach will die SpVgg ihr Sortiment Schritt für Schritt ausbauen, und zwar gemeinsam mit den Fans.

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Häufige Fragen

Ab wann verkauft die SpVgg Bayreuth ihre Fanartikel selbst?

Ab dem 1. Oktober 2026 übernimmt der Verein den Fanartikelverkauf komplett in Eigenregie. Der erste Verkauf findet beim Heimspiel „Oldschdod für alle“ am 3. Oktober statt.

Gibt es einen Onlineshop der SpVgg Bayreuth?

Ein eigener Webshop ist im Aufbau und soll in den kommenden Wochen zusammen mit der überarbeiteten Vereinswebsite starten. Ein genaues Datum steht noch nicht fest.

Was passiert mit Tribünenkult?

Die bisherige Zusammenarbeit endet in ihrer jetzigen Form. Die SpVgg kann sich aber vorstellen, künftig bei einzelnen Produkten, Veredelungen oder Projekten weiter mit Tribünenkult zusammenzuarbeiten.

Warum übernimmt die SpVgg Bayreuth das Merchandising?

Der Verein will zusätzliche Einnahmen direkt in der Oldschdod halten und flexibler auf Fanwünsche reagieren. Dafür trägt er künftig auch das komplette wirtschaftliche Risiko.

Wann ist das Spiel „Oldschdod für alle“ 2026?

Am Samstag, 3. Oktober 2026, um 14 Uhr gegen den TSV 1882 Landsberg im Hans-Walter-Wild-Stadion. Der Eintritt ist frei, ein kostenloses Ticket ist aber nötig.

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