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StattGeld: Warum dein Chef dir jetzt das Busticket zahlt
Vergiss Bitcoin und Goldbarren: in Bayreuth regiert das Plastik aus 100% Recycling-Material. StattGeld und StattGehalt werden immer beliebter. Jetzt mischen auch die Stadtwerke mit.
Integration der Stadtwerke Bayreuth
Das StattGeld bekommt stetig mehr Akzeptanzstellen. Die Stadtwerke Bayreuth sind der neuste. „Die Lohengrin-Therme war damals einer der ersten Stellen an denen das StattGeld eingelöst werden konnte“, erinnert sich Manuel Becher von der BMTG, die das StattGeld verantwortet. Über 100 Läden später sind nun auch die Stadtbusse dabei. Inhaber der Gutscheinkarten können ihr Guthaben ab sofort für Dienstleistungen der Stadtwerke einsetzen. Dies betrifft insbesondere den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV): Fahrkarten für den Bus können nun mit dem aufgeladenen Guthaben bezahlt werden. Das wertet die Karte von einem reinen Geschenkgutschein zu einem vielseitigen Alltagsbegleiter auf.
Strategisches Ziel: Stärkung des Standorts
Oberbürgermeister Thomas Ebersberger verfolgt mit der Weiterentwicklung des Systems ein klares wirtschaftspolitisches Ziel. Angestrebt wird ein jährliches Umsatzvolumen von einer Million Euro. Dieser Betrag soll gezielt den Geschäften in der Innenstadt zugutekommen und die lokale Wertschöpfung fördern, indem Kaufkraft direkt in Bayreuth gebunden wird, statt in den Online-Handel abzufließen.
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StattGehalt: Der steuerfreie Sachbezug
Für lokale Unternehmen bietet das Modell „StattGehalt“ eine rechtliche wasserdichte Möglichkeit zur Mitarbeiterbindung. Arbeitgeber können ihren Angestellten monatlich bis zu 50 Euro steuerfrei als Sachzuwendung auf die Karte laden. Die Mitarbeiter haben die Wahl, diesen Betrag sofort bei den knapp 100 Partnern auszugeben oder für größere Anschaffungen anzusparen. Dies reduziert den administrativen Aufwand für Firmen durch einen Service vor Ort.
Flexibilität und Handhabung
Die Karten können flexibel mit Beträgen zwischen 10 Euro und 250 Euro aufgeladen werden. Gekauft und aufgeladen können die Karten bei der Tourist-Information Bayreuth sowie beim Zeiss Vision Center. Laut BMTG-Chef Manuel Becher steht die Flexibilität im Vordergrund: Der Beschenkte entscheidet selbst, ob er das Guthaben in der Gastronomie, im Einzelhandel oder nun eben für Mobilität nutzt.
Nachhaltigkeit im Fokus
Bei der Produktion der physischen Karten wird auf ökologische Aspekte geachtet. Das StattGeld besteht zu 100 Prozent aus recyceltem PVC. Damit reagieren die Verantwortlichen auf den Wunsch vieler Konsumenten nach nachhaltigen Lösungen im Bereich der lokalen Zahlungssysteme.
Was man jetzt wissen muss (FAQ)
Wo genau kann ich die Karten aufladen?
Die Karten können vor Ort in der Tourist-Information Bayreuth sowie im Zeiss Vision Center mit einem frei wählbaren Betrag zwischen 10 Euro und 250 Euro beladen werden.
In welchen Bereichen sind die Gutscheine einlösbar?
Das Netzwerk umfasst aktuell knapp 100 Partner in Bayreuth. Dazu gehören Restaurants, Einzelhändler in der Innenstadt, Freizeiteinrichtungen wie die Therme und neu auch die Mobilitätsangebote der Stadtwerke.
Welche Vorteile bietet das StattGehalt für Arbeitgeber?
Unternehmen können die gesetzliche Grenze für steuerfreie Sachbezüge (bis zu 50 Euro monatlich) nutzen. Dies steigert die Mitarbeiterzufriedenheit und unterstützt gleichzeitig aktiv den Wirtschaftsstandort Bayreuth durch lokales Investment.












Mehrere Feuerwehren wurden zur Unfallstelle in Mistelgau alarmiert. © bt-Redaktion
Gartenzaun Symbolbild: Pixabay