Zuletzt aktualisiert am

Energie

Nächste Strompreiserhöhung droht: Strom könnte dreimal so teuer werden

Einem Bericht der Bild zufolge könnten die Strompreise zum Ende des Jahres erneut deutlich steigen. Teilweise sei eine Verdreifachung möglich.

Die immer steigenden Gas- und Strompreise lassen einen derzeit nicht mit Freude auf das eigene Bankkonto blicken. Doch es könnte noch dicker kommen.

Einem Bericht der Bild zufolge könnte zum Jahreswechsel eine erneute Strompreiserhöhung kommen. Und die hätte es dann in sich.

Strompreiserhöhung zum Jahreswechsel

Laut dem Bild-Bericht planen die Netzbetreiber, die Gebühren für Stromübertragung von rund 3 Cent auf 9 Cent pro Kilowattstunde nach oben setzen. Das entspräche einer satten Verdreifachung der Kosten. So könnten die Betreiber ihre Netze stabil halten, wie es in dem Bericht heißt. Im Jahr würde das bei einem Zwei-Personen-Haushalt etwa 180 Euro mehr ausmachen.

Am 17. Oktober soll der erhöhte Kostenbedarf gemeldet werden. Eigentlich üblich ist hierfür der 1. Oktober. Das „Pikante“ daran sei außerdem, dass die Ampel die Erhöhung so erst nach der Landtagswahl in Niedersachsen verkünden würde. Diese findet am 9. Oktober statt. Lesen Sie auch: Oberfränkische Unternehmen stehen aktuell enorm unter Druck.




„Lastabwurf“ im Winter

Auch vor Stromabschaltungen werden laut dem Bericht sogar gewarnt, so zum Beispiel vom Netzbetreiber Amprion. Mit einem sogenannten „Lastabwurf“ im Winter könne das Netz stabilisiert werden. Dieser könne dann stattfinden, wenn das Atomkraftwerk Emsland abgeschaltet wird. Einem Sprecher aus dem Wirtschaftsministerium zufolge, seien davon aber lediglich Firmen betroffen, die auch freiwillig einer Stromabschaltugn zugestimmt haben.

Deutschlands Kommunen verlangen derweil eine „milliardenschwere Gas- und Strompreisbreme von der Bundesregierung“. Damit sollen Rezession und Massenarbeitslosigkeit abgewendet werden. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes sagte bei der Neuen Osnabrücker Zeitung, dass man es nicht zulassen dürfe, dass Russland in seinem Wirtschaftskrieg gegen Deutschland unsere Gesellschaften destabilisiert. „Deswegen brauchen wir jetzt die Bazooka in Form einer Gas- und Strompreisbremse.“