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Ehemaliges Telekom-Gebäude: Tag der Offenen Tür in der Wilhelm-Pitz-Straße
Wo früher die Telekom residierte, schlägt nun das zweite Herz der Bayreuther Stadtverwaltung. Das neue Bürger- und Dienstleistungszentrum in der Wilhelm-Pitz-Straße hat die Bevölkerung eingeladen, die Räume zu besichtigen und sich über die Arbeit zu informieren.
Ein neuer Knotenpunkt für städtische Services
Ob Rentenberatung, Grundstückskauf oder Bauantrag: Wer heute ein Anliegen bei der Stadt hat, landet immer häufiger in der Wilhelm–Pitz–Straße. Seit März 2024, als die ersten Dienststellen aus der Schlossgalerie einzogen, ist die Zahl der Mitarbeiter vor Ort auf rund 260 gestiegen. Am heutigen Freitag hatten alle Interessierten von 13 bis 17 Uhr die Gelegenheit, das Areal bei einem Tag der offenen Tür kennenzulernen.
Das ehemalige Telekom-Areal hat sich in den vergangenen Monaten grundlegend gewandelt. Ziel der Stadtentwicklung war es, einen zweiten zentralen Anlaufpunkt zu schaffen, der zahlreiche Ämter unter einem Dach bündelt.
Ein Meilenstein für die Stadtentwicklung
Für Oberbürgermeister Thomas Ebersberger ist der Standort weit mehr als nur ein Ersatz für alte Büroräume. „Die Entwicklung der Wilhelm–Pitz–Straße ist noch nicht abgeschlossen. Sie ist ein zentraler Baustein für die zukünftige Entwicklung Bayreuths“, so das Stadtoberhaupt.
Der Gebäudekomplex hat eine bewegte Geschichte: Mitte der 1980er Jahre von der Telekom als Fernmeldeamt gebaut, beherbergte er später Mieter wie die Montessori–Schule (die nach wie vor hier ist), Tennet oder das Labor Staber. 2023 erwarb die Stadt die Immobilie und startete eine umfassende Sanierung: Dach, Fassade und Fenster wurden erneuert, eine moderne Heizung eingebaut und E–Ladestationen installiert. Sogar der Fußweg von der Bushaltestelle wurde barrierefrei gestaltet.
Strategische Rochade: Platz für die „Neue Mitte Kreuz“
Die Verlagerung der Ämter in die Wilhelm–Pitz–Straße ist Teil eines größeren Plans. Durch den Umzug wird die Auflösung des maroden Rathauses II vorangetrieben. Während technische Ämter nun in der Wilhelm–Pitz–Straße konzentriert sind, sollen besucherintensive Bereiche wie das Jugend–, Sozial– und Ausländeramt perspektivisch ins Neue Rathaus am Luitpoldplatz ziehen, sobald dort die Sanierung der Stockwerke abgeschlossen ist. Auf dem freiwerdenden Gelände des Rathauses II soll dann das inklusive Wohnprojekt „Neue Mitte Kreuz“ entstehen. Noch ist aber nicht klar, wann es soweit sein könnte. Ein Abriss ist nötig, aber aktuell noch nicht möglich.
Programm am heutigen Nachmittag
- Digitalisierung & Service: Die Stabsstelle für Informationssicherheit, Datenschutz und Digitalisierung (ISD) zeigt die neuen Online–Services der Stadt.
- Blick in die Ämter: Neben dem Baureferat (Hochbau, Tiefbau, Stadtplanung) gewähren auch das Personal–, Finanz– und Grundstücksamt Einblicke in ihre Arbeit.
- Wirtschaft & Umwelt: Das Amt für Umwelt und Klimaschutz sowie die Wirtschaftsförderung präsentieren sich im Casino.
- Kulinarik im „Pitzro“: Die im Januar eröffnete Kantine bietet heute Kaffee und Kuchen an. Sie steht künftig nicht nur der Verwaltung und den Schulen auf dem Gelände, sondern allen Bayreuthern offen.
Ausblick: 100 weitere Arbeitsplätze
In dem Gebäude sind bereits knapp zwei Dutzend Ämter untergebracht. Doch es bleibt Potenzial: Nach dem Auszug des Labors Staber laufen die Planungen für den Einzug des Straßenverkehrsamtes (Zulassung und Fahrerlaubnis). Perspektivisch können noch etwa 100 weitere Arbeitsplätze geschaffen werden, ohne bestehende Mietverhältnisse auf dem Gelände zu beenden. „Ich bin überzeugt, dass dieser Standort der gesamten Stadt und besonders dem Stadtteil Burg zugutekommen wird“, so Ebersberger.











Symbolbild: Fleischklopfer ©Pixabay
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