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Betrug

Kinder mit reingezogen: Ermittler überführen 38-jährigen Tankbetrüger

Ein vermeintlich cleverer Tankbetrug an der Rastanlage Frankenwald konnte nach mehreren Monaten intensiver Ermittlungsarbeit aufgeklärt werden. Wie die Polizei mitteilte, führte die Fahndung nach einem in Polen zugelassenen Mercedes-Benz nun in Bayreuth zum Erfolg.

Ablenkung durch Cola-Kauf misslingt

Der Vorfall ereignete sich bereits am Abend des 31. Oktober 2025. Ein 38-jähriger Mann aus dem Landkreis Eichstätt hielt gegen 19 Uhr an der Tankstelle und schickte seine beiden Kinder mit einem 100-Euro-Schein in den Shop, um eine Flasche Cola zu kaufen. Währenddessen betankte er den Wagen eines Bekannten mit Benzin im Wert von 110 Euro. Nachdem die Kinder zum Fahrzeug zurückgekehrt waren, setzte sich der Mann ans Steuer und flüchtete von der Rastanlage, ohne die Tankrechnung zu begleichen.

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Fahndungserfolg nach Videoauswertung

Dank der Videoüberwachung der Tankstelle konnten die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Hof sowohl das Kennzeichen als auch die beteiligten Personen eindeutig identifizieren. Das Fahrzeug wurde daraufhin bundesweit zur Fahndung ausgeschrieben. Am 12. Januar 2026 kontrollierten Beamte der Verkehrspolizei Bayreuth das gesuchte Auto und stellten den Fahrer zur Rede.

Beschuldigter gesteht weitere Taten

Durch einen Fotovergleich und die enge Zusammenarbeit zwischen den Dienststellen in Hof und Bayreuth konnte der Mann schnell überführt werden. Angesichts der eindeutigen Beweislage legte der 38-Jährige ein Geständnis ab. Dabei räumte er ein, für weitere Betrügereien verantwortlich zu sein. Die Ermittler konnten ihm bereits drei zusätzliche Taten nachweisen. Den Familienvater erwartet nun ein Strafverfahren wegen mehrfachen Betruges.