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Theaterstück über Alkohol und Gruppenzwang feiert Premiere in Kulmbach
Wie fühlt sich Gruppenzwang an? Warum greifen Jugendliche zu Alkohol oder Vapes? Mit dem Theaterstück „Entscheidungen“ wollen Polizei, Naturbühne Trebgast und Schüler aus Kulmbach Präventionsarbeit ohne erhobenen Zeigefinger leisten. Nach der Premiere soll das Stück jetzt an Schulen in Oberfranken gezeigt werden.
„Jetzt probier doch mal!“ Ein Satz, den viele Jugendliche kennen dürften. Im Theaterstück „Entscheidungen“ ist er der Anfang einer Geschichte über Gruppenzwang, Alkohol und Sucht.
Am Mittwoch, den 6. Mai 2026, feierte das Stück in der Kulmbacher Dr.-Stammberger-Halle seine Uraufführung. Entstanden ist das Projekt aus der Zusammenarbeit der Polizei Oberfranken mit der Naturbühne Trebgast und dem Caspar-Vischer-Gymnasium Kulmbach. Das Besondere: Grundlage für das Stück waren Gedanken, Geschichten und Erfahrungen von Jugendlichen selbst.
Jugendliche lieferten den Input
Im Rahmen einer Projektwoche beschäftigte sich die Klasse 7a des Caspar-Vischer-Gymnasiums mit Themen wie Alkohol, Rauchen und Gruppenzwang. Die Schülerinnen und Schüler sprachen mit ehemals Süchtigen, reflektierten eigene Erfahrungen und schrieben Texte über Wünsche, Sorgen und Situationen aus ihrem Alltag.
Aus diesem Material entwickelte Theaterpädagogin Lena Scholle gemeinsam mit der Naturbühne Trebgast innerhalb weniger Wochen das Stück „Entscheidungen“. Regie führt Lukas Reinsch.
„Das war schon abgefahren, da jetzt unsere Sätze auf der Bühne zu hören“,
sagte Schülerin Elif nach der Premiere.
Eine Geschichte über Gruppenzwang und Sucht
Auf der Bühne stehen mit Philipp Rahn und Nadja Schimonsky zwei junge Schauspieler, die ein Paar durch verschiedene Lebensphasen begleiten. Es geht um Vapen zur Entspannung, um Partys, den Wunsch dazuzugehören, Alkohol im Familienalltag und die Frage, wie schnell aus vermeintlich harmlosen Gewohnheiten Abhängigkeiten werden können. Immer wieder fließen Originalzitate der Jugendlichen in das Stück ein.
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Theaterstück soll an Schulen reisen
„Ich denke schon, dass unser Projekt was geholfen hat, weil es auch die Auswirkungen zeigt“, sagt Isabella aus der 7a. „Es ist gut gemacht“, sagt ihr Mitschüler Emil. Nach der Premiere soll „Entscheidungen“ nun auch an anderen Schulen in Oberfranken gezeigt werden. Das Stück kann direkt für Aufführungen vor Ort gebucht werden – etwa für Aula oder Turnhalle. Möglich wird das durch einen Fördertopf, der einen Teil der Kosten übernimmt. Schulen zahlen lediglich einen Eigenanteil.
Interessierte Schulen können sich per Mail an spielraum@dienaturbuehne.de wenden, um Termine und weitere Informationen zu erhalten.












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