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Tödliches Überholmanöver: 20-Jähriger stirbt auf B 289 bei Marktleugast
Ein 20-jähriger Motorradfahrer ist am Mittwochnachmittag auf der B 289 im Gemeindebereich Marktleugast tödlich verunglückt. Der junge Mann aus dem Landkreis Kulmbach überholte gegen 15 Uhr auf Höhe Mannsflur mehrere Autos, als sein Motorrad ins Schlingern geriet. Er stürzte, prallte gegen die Leitplanke und starb trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle.
Der Unfallhergang: Kontrollverlust beim Überholen
Nach bisherigen Erkenntnissen war der 20-Jährige auf der B 289 in Richtung Marktleugast unterwegs. Auf Höhe Mannsflur überholte er mehrere Fahrzeuge. Aus bislang ungeklärten Gründen geriet sein Kraftrad dabei ins Schlingern. Der Motorradfahrer stürzte allein, ohne Fremdbeteiligung, und kollidierte mit der Leitplanke am Fahrbahnrand.
Die Wucht des Aufpralls dürfte so groß gewesen sein, dass der junge Mann das Bewusstsein verlor. Passantinnen und Passanten leisteten sofort Erste Hilfe und alarmierten den Rettungsdienst. Trotz eingeleiteter Reanimation kam für den 20-Jährigen jede Hilfe zu spät.
Vollsperrung der B 289 für mehrere Stunden
Für die Rettungsmaßnahmen und die Unfallaufnahme musste die Bundesstraße mehrere Stunden voll gesperrt werden. Örtliche Feuerwehren unterstützten den Einsatz. Das Motorrad war nicht mehr zu retten: Ein Abschleppdienst barg es als wirtschaftlichen Totalschaden, die Polizei schätzte den Zeitwert auf rund 2.500 Euro.
Staatsanwaltschaft Bayreuth zieht Sachverständigen hinzu
Weil die genaue Unfallursache noch unklar ist, ordnete die Staatsanwaltschaft Bayreuth die Hinzuziehung eines Sachverständigen an. Er soll den Unfallhergang rekonstruieren und klären, warum das Motorrad ins Schlingern geriet – ob technischer Defekt, Fahrfehler oder ein anderer Faktor eine Rolle spielten, ist derzeit offen.
Kein Einzelfall: Motorradunfälle bei Marktleugast häufen sich
Der Unfall ist nicht der erste tödliche Motorradunfall in der Gemeinde. Bereits im Juni 2024 starb ein 30-jähriger Motorradfahrer bei Marktleugast, nachdem er mit überhöhter Geschwindigkeit auf ein bremsendes Auto auffuhr. Nur wenige Wochen später kam im September 2024 eine 19-jährige Motorradfahrerin auf der Kreisstraße 27 zwischen Stammbach und Steinbach ums Leben. Auch abseits der Motorräder bleibt die Region Marktleugast ein Unfallschwerpunkt: Im Januar 2025 verunglückte ein 19-Jähriger mit seinem Traktor tödlich, nachdem er auf schneebedeckter Fahrbahn von der Straße abkam.
Die B 289 selbst ist auf dem betroffenen Abschnitt zwischen Marktleugast und Kupferberg erst 2025 grundlegend saniert worden, nachdem Risse und Spurrinnen die Fahrbahn beeinträchtigt hatten. Ob der Straßenzustand beim aktuellen Unfall eine Rolle spielte, ist bislang nicht bekannt.
Häufige Fragen
Wo genau ist der Unfall passiert?
Der Unfall ereignete sich auf der Bundesstraße 289 im Gemeindebereich Marktleugast (Landkreis Kulmbach), auf Höhe des Ortsteils Mannsflur.
Wie alt war der verunglückte Motorradfahrer?
Der Motorradfahrer war 20 Jahre alt und stammte aus dem Landkreis Kulmbach.
Wie kam es zu dem Unfall?
Der 20-Jährige überholte mehrere Autos, als sein Motorrad aus bislang ungeklärten Gründen ins Schlingern geriet. Er stürzte allein und prallte gegen die Leitplanke.
Wer ermittelt zur Unfallursache?
Die Polizei Stadtsteinach führt die Ermittlungen, unterstützt von der Polizei Kulmbach. Die Staatsanwaltschaft Bayreuth hat zusätzlich einen Sachverständigen zur Rekonstruktion des Unfallhergangs hinzugezogen.
Wie lange war die B 289 gesperrt?
Die Bundesstraße war für die Rettungsmaßnahmen und die Unfallaufnahme mehrere Stunden voll gesperrt.












Blick aus einem Hubschrauber der Luftrettungsstaffel Bayern e.V. © Jörg Herrmannsdörfer, Luftrettungsstaffel Bayern – Standort Mistelgau
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