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Tödliches Unglück in der Silvesternacht: 25-jähriger Polizeibeamter stirbt auf der B173
Ein unfassbares Unglück überschattet den Neujahrsmorgen in Oberfranken. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 173 im Landkreis Hof ist in der vergangenen Nacht ein junger Polizeibeamter ums Leben gekommen.
Kollision gegen 3 Uhr morgens: Streifenwagen gerät auf Gegenfahrbahn
Das Unglück ereignete sich gegen 3:00 Uhr nachts auf dem Streckenabschnitt zwischen Selbitz und der Anschlussstelle zur Autobahn 9. Die beiden Beamten befanden sich zu diesem Zeitpunkt auf einer regulären Streifenfahrt, als ihr Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache ins Schleudern geriet. Der Wagen brach aus und schlitterte auf die Gegenfahrbahn, wo er frontal von dem Ford Ranger eines 42-jährigen Mannes erfasst wurde.
Die Wucht des Aufpralls war so massiv, dass die Fahrzeuge schwerst beschädigt wurden. Für den 25-jährigen Beifahrer im Streifenwagen kam jede Hilfe zu spät; er erlag noch am Unfallort seinen schweren Verletzungen.
Rettungskräfte befreien eingeklemmten Fahrer
Der 20-jährige Fahrer des Polizeiautos wurde durch die Kollision in dem Wrack eingeklemmt. Einsatzkräfte der Feuerwehr mussten schweres Gerät einsetzen, um den jungen Beamten aus dem Fahrzeug zu befreien. Er sowie der 42-jährige Fahrer des Geländewagens wurden mit schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert.
Umfangreiche Spurensicherung und Drohneneinsatz
Um den genauen Unfallhergang zu rekonstruieren, hat eine Staatsanwältin der Staatsanwaltschaft Hof noch in der Nacht die Ermittlungen aufgenommen und einen Sachverständigen zur Unfallstelle beordert. Die Polizei setzte zur Dokumentation des Trümmerfeldes unter anderem eine Drohne ein.
Der Einsatz dauerte bis weit in die Morgenstunden an:
- Das Technische Hilfswerk (THW) leuchtete die Unfallstelle großflächig aus.
- Eine Spezialfirma wurde beauftragt, um ausgelaufene Betriebsstoffe zu binden und die Fahrbahn zu reinigen.
- Die B173 blieb für die Dauer der Unfallaufnahme komplett gesperrt.
Der entstandene Sachschaden wird von den Behörden bereits jetzt im hohen fünfstelligen Bereich angesiedelt, an beiden Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden. Die tiefe Betroffenheit über den Verlust des jungen Kollegen ist bei den Einsatzkräften vor Ort deutlich spürbar.










Feuerwerkskörper Symbolbild: pixabay
Brand einer Scheune in Baunach in der Silvesternacht © NEWS5 / Ferdinand Merzbach