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Tornados am Donnerstag über Franken? Ein Experte klärt auf

Ein Wetter-Portal meldet für Donnerstag (8. Juli 2021) Tornados in Franken. Diese sollen bei Unwettern auftreten können. Das sagt der DWD dazu.

Am Donnerstag (8. Juli 2021) drohen in Bayern wieder heftige Unwetter mit Starkregen und Sturmböen. Ein Wetterportal warnt sogar vor Tornados in fränkischen Regionen. So schätzen die Experten von Wetter.de die Tornado-Lage in Franken ein.

Tornados in Oberfranken gemeldet: Wetterportal mit Unwetter-Prognose

Vor rund einem Monat tobten mehrere Unwetter über Franken. Dabei hat es mehrere Gemeinden im Kreis Bayreuth getroffen – die Einsatzkräften waren im Ausnahmezustand. Weil sich eine Trichterwolke über einigen Regionen bildete, vermuteten einige Menschen schon einen Tornado in Oberfranken.

Rund vier Wochen später lässt eine Meldung von wetteronline.de aufhorchen. „Extreme Wettererscheinungen“ und „punktuell sind sogar Tornados möglich“ ist dort zu lesen. Im Süden und Südosten Deutschlands entladen sich nach Angaben von wetteronline.de  heftige Unwetter. Als extreme Wettererscheinungen definiert wetteronline.de sehr großen Hagel, Starkregen, schwere Sturmböen und die erwähnten punktuell möglichen Tornados.

DWD entwarnt: man müsse nicht vor Tornados warnen

Beim Deutschen Wetterdienst (DWD) wird am Mittwochvormittag (7. Juli 2021) von solchen Unwettern in Bayern nicht gewarnt. Andreas Friedrich, Pressesprecher und Tornadobeauftragter des DWD, bestätigt nordbayern.de die Unwetterlage am Donnerstag, gibt aber Entwarnung: „Wir hatten dieses Jahr in Franken auch schon dramatischere Lagen. Es gibt eine Unwetterlage am Donnerstag, aber die ist nicht so, dass wir hier vor Tornados warnen müssten.“

Laut Friedrich könnten bei solchen Wetterlagen theoretisch immer punktuell Tornados entstehen, doch für diesen Donnerstag in Bayern vor Tornados zu warnen wäre „Alarmismus“.

Unwetter am Donnerstag in Franken: Das sagen die Experten

Der DWD warnt für die Nacht zum Donnerstag in Südbayern und der Oberpfalz gebietsweise vor Starkregen und schließt Gewitter nicht aus. Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von wetteronline.de, rechnet mit dem Höhepunkt gegen Donnerstagnachmittag und erklärt bei nordbayern.de: „Schon in der Nacht zum Donnerstag sind besonders über der Schweiz viele Schauer und Gewitter unterwegs. Auch über Süddeutschland scheppert es örtlich, teils regnet es aber auch länger anhaltend. Ab den späten Vormittagsstunden bilden sich von Norditalien bis in den Südosten Bayerns teils heftige Gewitter mit Hagel, Starkregen und Sturm. Am Nachmittag legen die Gewitter dann so richtig los: Von Südostbayern und Österreich bis nach Tschechien ist die Unwettergefahr sehr hoch. Abends erreichen Blitz und Donner dann auch Polen.“

Tornadorisiko in Franken

Tornados sind immer noch eine große Ausnahme in Deutschland, beschwichtigt Friedrich. Das gefährliche Wetterphänomen kann in Franken theoretisch auftreten, doch das Tornadorisiko ist nicht höher als im Rest Deutschlands, so der Experte. Laut Friedrich werden in Deutschland jedes Jahr bis zu 60 Tornados gezählt, zudem gebe es eine sehr hohe Dunkelziffer, meldet nordbayern.de.

Sobald es Warnungen des DWD für Bayreuth gibt, informieren wir Sie in unserem Unwetter-Ticker.

Bayreuther Tagblatt - Redaktion

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