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Totale Mondfinsternis über Bayreuth
Am 7. September 2025 konnten Himmelschauende ein besonderes Naturschauspiel beobachten: eine totale Mondfinsternis.
Nur alle drei Jahre ist in Deutschland eine totale Mondfinsternis zu beobachten. Am Sonntagabend, den 7. September 2025, hatten die Bayreuther die Gelegenheit, dieses seltene Naturschauspiel zu erleben. Es lohnte sich, denn die nächste Chance bietet sich erst wieder am Silvesterabend 2028.
Vorbereitung für die Beobachtung
Nicht jeder konnte das Ereignis einfach durch einen Blick in den Himmel verfolgen. Ort und Zeitpunkt mussten genau abgestimmt werden, um die Finsternis richtig sehen zu können.
Ablauf der totalen Mondfinsternis
Prof. Dr. Dieter Brüggemann vom Astronomieverein Humboldt Bayreuth e.V. erklärte den Ablauf minutengenau:
„Wenn der Mond um 19:41 Uhr im Osten aufgeht, ist er bereits seit 11 Minuten völlig verfinstert. Allerdings ist es zunächst nicht leicht, ihn knapp über dem Horizont zu entdecken, denn die Sonne geht gegenüber im Westen gerade erst unter und es ist noch recht hell. Um 20:11 Uhr ist die Mitte der totalen Verfinsterung erreicht, um 20:52 Uhr endet sie. Der Mond steht dann im Ost-Südosten 10 Grad über dem Horizont. Das ist in etwa die Breite einer ausgestreckten Faust.
Danach könne man etwa eine Stunde lang beobachten, wie ein immer größer werdender Teil des Mondes sich wieder aufhellt, weil er sich nur noch im Halbschatten der Erde befindet. Und es dauere eine weitere Stunde, bis um 22:55 Uhr der Vollmond wieder in Gänze wie gewohnt strahlt.“
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Nicht schwarz, sondern rot
Ein weiteres Highlight war die besondere Färbung des Mondes. Laut Prof. Dr. Brüggemann wurde der Mond nie völlig dunkel:
„Völlig dunkel wird der Mond dabei nie. Während bei einer Sonnenfinsternis umgekehrt der Mond für uns die Sonnenscheibe scharf abdeckt, sorgt die Atmosphäre der Erde dafür, dass auch bei Totalität noch etwas Sonnenlicht auf den Mond gelenkt wird. Er erscheint deshalb nicht schwarz, sondern meist rötlich-braun.“
So gelang die Beobachtung am besten
Prof. Dr. Brüggemann gab Tipps für die optimale Sicht:
„Um das Schauspiel am Himmel zu beobachten, braucht man vor allem gutes Wetter und einen Ort, bei dem man im Osten freie Sicht auf einen möglichst klaren Horizont mit wenig Dunst und ohne störende Beleuchtung hat.“
Die Himmelschauenden wählten dafür höhergelegene Orte und Plätze außerhalb der Stadt, um die Lichtverschmutzung zu minimieren. In der Bayreuther Gegend eigneten sich beispielsweise der Bindlacher Berg oder der Siegesturm. Die beste Beobachtungszeit lag zwischen 19:41 Uhr und 20:52 Uhr, als die totale Verfinsterung stattfand.










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Eingeschlagene Scheibe bei einem Auto am Schwedensteg @Polizei Kulmbach