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RSV Bayreuth-Spieler Dominik Langer ist Weltmeister
Vor wenigen Wochen wurde die deutsche U23-Nationalmannschaft Weltmeister im Rollstuhlbasketball – mit dabei: Dominik Langer und Assistant Coach Günther ‚Gü‘ Mayer. Im Gespräch erzählen sie von ihren Erlebnissen in Brasilien, dem packenden Finale und den Erfahrungen, die sie mit nach Hause nehmen.
Am 20. Juni 2025 fand das Finale der U23-Rollstuhlbasketball-Weltmeisterschaft in São Paulo, Brasilien, statt. Die deutsche Nationalmannschaft krönte sich nach einem dramatischen Spiel gegen die Türkei zum U23-Weltmeister – zum zweiten Mal nach 2013. Spieler Dominik Langer und Assistant Coach Günther Mayer sind in Bayreuth aktiv.
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Finalkrimi gegen die Türkei: Von -13 zum Triumph
Günther Mayer:
„In der Gruppenphase haben wir die Türkei klar geschlagen. Deshalb war das Finale mental besonders schwierig. Viele hatten im Kopf: ‚Das schaffen wir wieder.‘ Aber zur Halbzeit lagen wir mit 13 Punkten zurück. Wir haben dann gesagt: ruhig bleiben, wir schaffen das. Und tatsächlich – wir haben das Spiel gedreht. Wenn du nach einem solchen Rückstand noch Weltmeister wirst, hat das einen ganz besonderen Wert.“
Dominik Langer:
„Wir haben nur mit fünf Punkten gewonnen. Die anderen Spiele liefen deutlich besser für uns. Aber das Finale war wirklich knapp – enger, als wir gehofft hatten.“
War der Titelgewinn eine Überraschung?
Dominik Langer:
„Wir hatten uns eine Medaille vorgenommen – das war unser Ziel. Dass es Gold wird, hätte ich am Anfang nicht gedacht. Aber nach dem Gruppenspiel gegen die Türkei – wir haben mit über 20 Punkten Unterschied gewonnen – da habe ich zum ersten Mal gedacht: Da ist mehr drin. Wenn wir alles geben, können wir ganz oben stehen.“
Was der Titel für den jungen Guard bedeutet
Dominik Langer:
„Für mich war das verrückt. Mit 17 Jahren schon U23-Weltmeister – das ist ein unglaubliches Gefühl. Vor allem als Team war das großartig. Jeder hat für den anderen gekämpft, und das hat man auch nach dem Spiel gespürt. Da kam alles raus – Emotionen, Freude, Stolz. Mit so einem jungen Team und einer starken Teamchemie Weltmeister zu werden, macht das Ganze noch besonderer. Jeder hat für jeden gekämpft.“
„Ich spiele beim RSV Bayreuth. Die Erfahrungen aus Brasilien geben mir viel Selbstvertrauen für die neue Saison. Jetzt mit dem neuen Trainer will ich zeigen, was ich kann. Ich hoffe, dass ich dadurch viel Spielzeit bekomme.“
Eindrücke aus São Paulo
Günther Mayer:
„Wenn man hört, man fliegt zur Weltmeisterschaft nach São Paulo, klingt das erstmal wie Urlaub. In Wirklichkeit waren wir aber fast nur in der Halle oder in unserer Unterkunft. Einen einzigen freien Tag hatten wir – das war ein Sonntag. Da waren wir als Team in der Innenstadt: Teambuilding, ein bisschen shoppen, Land und Leute kennenlernen. Das war schön. Aber der Fokus lag ganz klar auf dem Sport.“
Dominiks zweite Saison beim RSV Bayreuth
Dominik Langer kam im Sommer 2024 zum RSV Bayreuth und überzeugte dort sofort mit Einsatz, Lernbereitschaft und stetiger Entwicklung. Nach seinem WM-Erfolg bleibt er dem Team treu und geht nun hochmotiviert in seine zweite Saison. Die Zusammenarbeit mit dem neuen Headcoach Malik Abes sieht er als wichtigen Schritt:
Dominik Langer:
„Meine erste Saison in Bayreuth ist wie im Flug vergangen – ich fühle mich hier wirklich wohl. Besonders freue ich mich auf die intensivere individuelle Arbeit mit Coach Malik. Wir haben nun noch bessere Trainingsbedingungen und können gezielt an meinem Spiel arbeiten. Ich bin sehr motiviert für mein zweites Jahr.“
„Er hat enormes Potenzial“
Trainer Malik Abes:
„Ich freue mich sehr, gemeinsam mit Dominik weiter hart an seinem Spiel zu arbeiten. Er hat enormes Potenzial, und wir wollen gemeinsam das nächste Level erreichen.“
Mit dem frisch gebackenen Weltmeister bleibt ein wichtiger Baustein im Bayreuther Team.












Friedrich Merz ist mit Ehefrau Charlotte Merz bei der Premiere der Bayreuther Festspiele. @Katharina Müller-Sanke
Der Unfallwagen musste abgeschleppt werden. Symbolbild © bt-Redaktion