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Untere Rotmainaue: Über 60 neue Wohnungen im Bau
In der Unteren Rotmainaue geht es Schlag auf Schlag: Am 1. September hat die GEWOG gleich zwei Meilensteine an einem Nachmittag gefeiert. Für die Gebäude 10/12 gibt es Richtfest, für die Gebäude 6/8 fällt der erste Spatenstich. Damit rückt eines der größten Wohnungsbauprojekte der Stadt Bayreuth seinem Ende näher – und das sogar früher als ursprünglich geplant.
„Der Ausblick ist perfekt! So einen Balkon würde ich mir auch wünschen“, Oberbürgermeister Andreas Zippel ist sichtlich und hörbar begeistert von den in Bau befindlichen Wohnhäusern in den unteren Rotmainauen. Dicht an der Stadt und dennoch direkt im Grünen unweit des Nordrings baut die GEWOG hier seit 2016 rund 170 Wohneinheiten. Mit dem Spatenstich für die Häuser 6/8 beginnt nun offiziell der letzte Bauabschnitt.
Spatenstich für Gebäude 6/8: Günstige Mieten dank Förderung
Die vorbereitenden Pfahlgründungen für die Gebäude 6/8 sind bereits abgeschlossen, direkt nach dem Spatenstich beginnen die Rohbauarbeiten. Geplant sind 32 neue Wohnungen. Möglich wird das Projekt durch eine Förderung aus dem Sonderprogramm des Freistaats Bayern für mietpreisgünstigen Wohnungsbau: Bei einem Investitionsvolumen von rund 10 Millionen Euro fließen etwa 8 Millionen Euro Fördergeld in den Bau.
Ministerpräsident Markus Söder hatte die entsprechende Förderzusage bereits im Februar in Bayreuth übergeben. Für Wohnungssuchende in Bayreuth bedeutet das: dauerhaft günstiger Wohnraum in bester, innenstadtnaher Lage direkt an den Mainauen – auch für Haushalte mit kleinerem Budget.
Richtfest für Gebäude 10/12: Rohbau steht
Parallel dazu ist der Rohbau der Häuser 10/12 fertig, hier wird nun Richtfest gefeiert. In dem Gebäudekomplex entstehen 31 Wohnungen, das Investitionsvolumen liegt bei rund 11,9 Millionen Euro. Und die mussten ohne Fördergelder gestemmt werden.
Die Wohnungen in 10/12 bekommen 2-, 3- und 4-Zimmer-Grundrisse, sind barrierefrei zugänglich und erreichen den KfW-Effizienzstandard 40. Geheizt wird über eine eigene Holzpellets-Heizzentrale, die zusätzlich mit Photovoltaik ergänzt werden soll. Beim Rundgang (siehe Video) wird die besondere Architektur der Häuser deutlich. Die Flure sind offen – quasi draußen und die großen Balkone sorgen zusätzlich für ein luftiges Ambiente.
Nachhaltiges Bauen als roter Faden im Quartier
Ökologie zieht sich durch das gesamte Quartier: Alle Gebäude in der Unteren Rotmainaue entstehen in monolithischer Bauweise, also ohne die ökologisch umstrittene Polystyrol-Dämmung, und erreichen ebenfalls den KfW-Effizienzstandard 40. Nahwärme aus Holzpellets und Photovoltaik im Mieterstrommodell sollen sowohl CO2-Ausstoß als auch Nebenkosten senken. Dazu kommen Mietergärten für Erdgeschosswohnungen und Stellplätze, die schon für elektronisches Laden vorbereitet sind.
Einen wesentlichen Anteil am bisherigen Baufortschritt hat die Anton Steininger GmbH aus Neunburg vorm Wald, die die Rohbauarbeiten für die Gebäude 14/16, 10/12 und nun auch 6/8 übernommen hat. GEWOG-Geschäftsführer Jürgen Kastner würdigt die Zusammenarbeit:
„Die Anton Steininger GmbH hat wesentlich zur Realisierung des Quartiers beigetragen. Die Zusammenarbeit war von Anfang an geprägt von Professionalität, Offenheit und dem gemeinsamen Willen, auch schwierige Phasen zu meistern. Dafür sind wir außerordentlich dankbar.“
— Jürgen Kastner, Geschäftsführer der GEWOG, laut Pressemitteilung
Warum das Quartier für Bayreuth so wichtig ist
Die Untere Rotmainaue ist eines von mehreren großen GEWOG-Projekten, mit denen die Stadt dem angespannten Mietwohnungsmarkt begegnen will. Möglich wurde das gesamte Bauvorhaben erst durch Grundstückseinbringungen der Stadt Bayreuth in den Jahren 2016, 2019 und 2021, mit denen die GEWOG ihr Stammkapital erhöhen konnte. Oberbürgermeister Andreas Zippel ordnet die aktuellen Meilensteine entsprechend ein:
„Was wir heute in der Unteren Rotmainaue feiern, ist weit mehr als ein Richtfest und ein Spatenstich. Es ist der sichtbare Beweis dafür, dass die Stadt – auch in den letzen Jahren – und die GEWOG auch in schwierigen Zeiten ihren Kurs halten, um Wohnraum in Bayreuth zu schaffen.“
— Andreas Zippel, Oberbürgermeister
Nach Fertigstellung des vierten und letzten Bauabschnitts sollen in der Unteren Rotmainaue mehr als 170 Wohneinheiten für Familien, Seniorinnen und Senioren sowie Menschen in unterschiedlichsten Lebenslagen zur Verfügung stehen. Von der ersten Idee im Jahr 2015 über den ersten Spatenstich 2016 bis zum jetzt begonnenen letzten Abschnitt hat sich das Quartier über ein Jahrzehnt hinweg entwickelt.
Häufige Fragen
Wie viele Wohnungen entstehen in der Unteren Rotmainaue insgesamt?
Seit 2016 sind im Quartier rund 170 Wohneinheiten entstanden oder im Bau. Mit dem aktuellen, letzten Bauabschnitt (Gebäude 6/8) kommen 32 weitere Wohnungen dazu, in den Gebäuden 10/12 sind es 31.
Wie stark senkt die Förderung die Miete in den neuen Gebäuden 6/8?
Die Förderung aus dem bayerischen Sonderprogramm für mietpreisgünstigen Wohnungsbau senkt die Miete um rund 35 Prozent gegenüber dem marktüblichen Niveau.
Wann soll der letzte Bauabschnitt fertig sein?
Die Rohbauarbeiten für die Gebäude 6/8 beginnen unmittelbar nach dem Spatenstich am 1. September. Ein konkretes Fertigstellungsdatum hat die GEWOG in ihrer Mitteilung nicht genannt.
Welchen energetischen Standard haben die neuen Gebäude?
Alle Gebäude im Quartier erreichen den KfW-Effizienzstandard 40, werden über eine Holzpellets-Heizzentrale mit Nahwärme versorgt und zusätzlich mit Photovoltaik ausgestattet.
Wer hat den Rohbau der Gebäude gebaut?
Die Rohbauarbeiten für die Gebäude 14/16, 10/12 und nun auch 6/8 führt die Anton Steininger GmbH aus Neunburg vorm Wald aus.












Foto: ÖBG Bayreuth
Dr. Sabine Ebensperger (Standortinformation) ©IHK für Oberfranken