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Neue Leitung und neue Ideen im Urweltmuseum

Das Urweltmuseum Oberfranken in Bayreuth hat eine neue Leitung  – Dr. Evers hat viele Ideen für die Zukunft.

Viele neue Ideen – mehr Angebote

Das Urweltmuseum Oberfranken mitten im Herzen der Bayreuther Innenstadt hat schon lange eine Reihe attraktiver Angebote, die den Besuchern das Thema Erdgeschichte, insbesondere im oberfränkischen Raum, näherbringen sollen. Unter der Führung des neuen Museumsleiters Dr. Serjoscha Evers wird auf diese Angebote in Zukunft weiter aufgebaut. Dr. Evers hat uns verraten, dass derzeit viele Ideen gesammelt werden, die sich im Lauf der Zeit zu neuartigen Ausstellungsformaten und Konzepten für interaktive Exponate entwickeln können. Auch die Angebote für Kinder, wie das aktuelle Sommerprogramm, sollen gestärkt und erweitert werden. Darüber hinaus soll es in Zukunft am UMO mehr Vorträge und Lesungen geben oder auch Infotainment-Formate wie  „JurassicPark mit wissenschaftlichem Kommentar“, sind denkbar.

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Bayreuther Urweltmuseum unter neuer Leitung

Seit dem 1. August hat das UMO einen neuen Museumsleiter. Nachdem sich Herr Dr. Rabold nach 27 Jahren als Museumsleitung seines wohlverdienten Ruhestandes erfreut, übernimmt jetzt Herr Dr. Serjoscha Evers. Vorher war Dr. Evers, als Juniorgruppenleiter eines paläontologischen Teams, bei der Université de Fribourg angestellt, und forschte an der Evolution von Schildkröten. Das Angebot, die Museumsleitung in Bayreuth zu übernehmen, hat er nach Abstimmung mit seiner kleinen, jungen Familie gerne angenommen und ist kürzlich von der Schweiz nach Oberfranken gezogen.

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Forschung mit modernster Technik

Bei seiner aktuellen Forschung legt Dr. Evers den Fokus auf die Verwendung von Computertomografie. Ähnlich wie bei der Anwendung im medizinischen Bereich, werden Knochen, oder in diesem Fall Fossilien, mit Röntgenstrahlen durchleuchtet. Dadurch lassen sich Strukturen im Gestein sehr detailreich und genau erfassen, digitalisieren und am Computer in 3D-Modelle übertragen. Dabei ist es sogar möglich, filigrane Stellen wie die Gehörgänge ausgestorbener Tiere darzustellen, wodurch die Forscher viel über ihr verhalten lernen können.