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Vater zieht Sohn (5) leblos aus dem Wasser – jetzt die erlösende Nachricht
Ein Sprung ins Wasser, ein verschwundener Junge, ein Vater, der seinen leblosen Sohn aus dem Trebgaster Badesee zieht: Was am Freitagabend, 26. Juni, an dem beliebten Badesee passiert ist, hätte auch anders enden können. Jetzt gibt es gute Nachrichten – und einen detaillierten Einblick, wie die Rettung ablief.
Alarmiert wurde der Bayreuther Rettungshubschrauber „Christoph 20“, der am Klinikum Bayreuth stationiert ist. Die Crew hatte kurz zuvor am Klinikum einen anderen Notfallpatienten übergeben – wenige Minuten später hob der Hubschrauber schon wieder ab, diesmal Richtung Trebgaster Badesee im Landkreis Kulmbach.
Was am Badesee in Trebgast passiert ist
Gegen 18.55 Uhr bemerkte ein Vater, dass sein fünfjähriger Sohn, der eben noch in der Nähe des Stegs gespielt hatte, plötzlich verschwunden war. Er fragte andere Badegäste, bekam die Auskunft, der Junge habe tauchen wollen – und sprang sofort selbst ins Wasser. Unter der Oberfläche fand er seinen Sohn und zog ihn heraus.
Ersthelfende begannen gemeinsam mit der Badeaufsicht sofort mit der Reanimation, noch bevor professionelle Rettungskräfte eintrafen. Genau dieses schnelle Eingreifen habe die Grundlage für den weiteren Erfolg der Rettung gelegt, teilt die ADAC-Luftrettung mit.
Der Einsatz von „Christoph 20“
Nach der Landung übernahm die Crew von „Christoph 20“ gemeinsam mit Rettungsdienst, Badeaufsicht und allen weiteren Kräften vor Ort die Versorgung des Kindes. Die Reanimation wurde fortgesetzt, bis sich der Kreislauf des Jungen stabilisierte. Anschließend ging es unter Beatmung und intensivmedizinischer Begleitung mit dem Hubschrauber in eine spezialisierte Kinderklinik.
„Genau dieses schnelle Handeln legte die Grundlage für den weiteren Erfolg der Rettung.“
— ADAC-Luftrettung, laut eigenem Facebookpost.
Die Polizei Stadtsteinach hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang übernommen.
Gute Nachricht einen Tag später
Die Nachricht, die am nächsten Tag alle Beteiligten erreichte, berührte besonders: Der Junge war wach und zeigte keine neurologischen Auffälligkeiten. Als Spätfolge des Beinahe-Ertrinkens wird derzeit noch eine Lungenentzündung behandelt. Nach ADAC-Angaben waren alle beteiligten Retterinnen und Retter sichtlich bewegt, als sie von dem guten Ausgang erfuhren.
Kein Einzelfall: Der Trebgaster Badesee und seine Geschichte mit Badeunfällen
Der Vorfall reiht sich in eine Serie tragischer Ereignisse an dem beliebten 60.000 Quadratmeter großen Badesee ein, der auch bei vielen Bayreutherinnen und Bayreuthern als Ausflugsziel beliebt ist. Im Juni 2020 waren dort ein 27-jähriger Vater und seine vierjährige Tochter ertrunken, wie das Bayreuther Tagblatt damals berichtete. Die Gemeinde Trebgast betonte nach diesem Unglück, der See selbst sei nicht gefährlicher als andere Naturbadeseen – die Tiefe von bis zu 4,50 Metern in der Mitte verlange aber Respekt.
Auch überregional ist die Entwicklung besorgniserregend: In Bayern stieg die Zahl der Ertrunkenen von 70 im Jahr 2024 auf 84 im Jahr 2025, wie die DLRG in einem Bericht des Onetz mitteilt.
Häufige Fragen
Was ist am Trebgaster Badesee passiert?
Ein fünfjähriger Junge ging am 26. Juni 2026 beim Baden im Trebgaster Badesee unter. Sein Vater zog ihn leblos aus dem Wasser, Ersthelfende und die Badeaufsicht begannen sofort mit der Reanimation.
Welcher Rettungshubschrauber war im Einsatz?
Im Einsatz war „Christoph 20“, der Rettungshubschrauber der ADAC-Luftrettung, der am Klinikum Bayreuth stationiert ist und die Region Oberfranken versorgt.
Wie geht es dem Jungen heute?
Einen Tag nach dem Badeunfall war der Junge wach und zeigte keine neurologischen Auffälligkeiten. Als Folge des Beinahe-Ertrinkens wird derzeit noch eine Lungenentzündung behandelt.
Wie tief ist der Trebgaster Badesee?
Der Badesee ist in der Mitte bis zu 4,50 Meter tief, im Durchschnitt rund 3,50 Meter. Er wird von vier Quellen innerhalb des Sees gespeist.
Gab es schon frühere Badeunfälle am Trebgaster Badesee?
Ja. Im Juni 2020 ertranken dort ein Vater und seine vierjährige Tochter. Auch 2025 kam es zu einem tödlichen Vorfall im See.












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© NEWS5 | Frank Mertel